(openPR) GUNDELFINGEN/HERBOLZHEIM. Die PRODINGER OHG, Niederlassung Gundelfingen, hat mit dem Bau eines modernen Logistikzentrums am neuen Standort in Herbolzheim die Weichen für weiteres Wachstum gestellt. Rund 9,5 Millionen Euro investierte das Unternehmen für diesen ersten Bauabschnitt. „Unser Standort in Gundelfingen war zu klein geworden und bot keine Expansionsmöglichkeiten mehr“, begründet Frank Prodinger, geschäftsführender Gesellschafter des Familienunternehmens, den Umzug nach Herbolzheim.
Die PRODINGER OHG mit Hauptsitz in Coburg und fünf Niederlassungen in Gundelfingen, Nürnberg, Erfurt, Lörrach-Steinen und Arisdorf (Schweiz) erwirtschaftete im Jahr 2011 einen Umsatz von mehr als 150 Millionen Euro, das ist gegenüber 2010 ein Zuwachs von 16 Prozent. Mit 400 Mitarbeitern ist PRODINGER in Deutschland das führende Großhandelsunternehmen für Transportverpackungen, Transporttechnik und Betriebshygieneprodukte. Die Niederlassung in Gundelfingen steuerte mit 130 Beschäftigten ein Drittel zum Gesamtumsatz bei.
Zum Start des neuen Logistikzentrums sind rund 50 Mitarbeiter in Herbolzheim eingezogen, die anderen werden schrittweise folgen. „Bei der Standortwahl haben wir auch darauf geachtet, dass die Anfahrtswege für unsere Mitarbeiter nicht zu lange werden“, betont Martin Scherer, Niederlassungsleiter. Der vollständige Umzug wird aber erst abgeschlossen sein, wenn das neue Büro- und Verwaltungsgebäude, das sich derzeit im Planungsstadium befindet, für geplante 2,5 bis drei Millionen Euro gebaut ist. Insgesamt ist der neue Gebäudekomplex auf 33.000 Quadratmetern Grundstücksfläche für 200 Mitarbeiter ausgelegt.
Mit dem Neubau verfolgte PRODINGER vor allem zwei Ziele: Zum einen sollen die Abläufe im Lager schlanker und effizienter gestaltet werden. Zum anderen will sich das Unternehmen auf die immer höheren Anforderungen der Kunden sowie strengeren gesetzlichen Regeln auf EU-Ebene besser einstellen. Die Kunden kommen überwiegend aus der Industrie, dem verarbeitenden Gewerbe und der Pharmaindustrie, aber auch aus klinischen Einrichtungen und Behörden. „Unsere Niederlassung in Gundelfingen verzeichnete in den vergangenen Jahren ein stetiges Kundenwachstum, und wir gehen davon aus, dass der Bedarf nach unseren Produkten auch in Zukunft weiter steigen wird“, sagt Frank Prodinger. Darüber hinaus ist das Großhandelsunternehmen zunehmend als Outsourcing-Dienstleister für seine Kunden gefordert.
Deshalb nutzte die PRODINGER-Geschäftsführung das Bauprojekt, um gründlich über eine Neuorganisation der Abläufe im Lager nachzudenken. Schon in einem frühen Stadium der Planungen wurde neben der FREYLER Industriebau GmbH aus Kenzingen, die das Bauprojekt von der Konzepterstellung über den Planungsauftrag, die komplette Bauausführung bis hin zur Schlüsselübergabe federführend leitete, die kd-projekt-consulting gmbh aus Ehrenkirchen einbezogen. Das Tochterunternehmen der karldischinger-gruppe ist auf die Erstellung von Logistikkonzepten für den Mittelstand spezialisiert. Das Ergebnis der Planungen: PRODINGER entschied sich, die bisherigen sechs Lager in einem Zentrallager mit 14.000 Quadratmetern Fläche zusammenzufassen. Rund 8.000 aktive Artikel werden dort regelmäßig auf 16.000 Palettenstellplätzen eingelagert.
Damit das Lager flexibel genutzt werden kann, haben wir uns für ein dynamisches Logistikkonzept entschieden“, sagt Daniel Wiesler, Geschäftsführer von kd-pc. Das bedeutet, dass es keine festen Plätze für bestimmte Produktgruppen gibt. Eingehende Waren werden vielmehr dorthin abgestellt, wo unter Einhaltung der Brandschutzbestimmungen die kürzesten Wege sind. Ein wichtiger Baustein des Konzepts ist daher auch eine spezielle Lagerverwaltungssoftware, die Warenströme vom Ein- bis zum Ausgang steuert und bei Bedarf automatisch nachbestellt. kd-pc wird auch im laufenden Betrieb die Leitung der Lagerlogistik übernehmen.
Das Logistikkonzept blieb nicht ohne Folgen für die Arbeit von FREYLER Industriebau: „Die Abläufe im Lager haben von Anfang an die baulichen Planungen bestimmt. Es ist ein Gebäude entstanden, das von innen nach außen geplant wurde“, erklärt Harald Stramka, verantwortlicher Vertriebsingenieur bei FREYLER. Eine besondere Herausforderung dabei war der Brandschutz. Da es innerhalb des Großlagers keine Brandschutzmauern gibt, musste eine Sprinkleranlage eingebaut werden. Eine zweite enorme Herausforderung war die kurze Bauzeit: Zwischen August 2011 und März 2012 musste FREYLER das Bauprojekt schlüsselfertig abschließen, was auch gelang. Akzente setzte FREYLER zudem beim Energiekonzept. So nehmen zwei Versickerungsbecken das Regenwasser auf und ein Blockheizkraftwerk produziert den benötigen Strom. „Das gesamte Gebäude entspricht damit den Anforderungen der Energieeinsparverordnung“, betont Stramka.
„Wir haben mit der Wahl des neuen Standorts in Herbolzheim eine gute Wahl getroffen“, ist Frank Prodinger überzeugt. Nicht nur wegen der idealen Anbindung an die A5 und der bezahlbaren Grundstückspreise. Sehr zufrieden ist er auch mit der Unterstützung durch die Gemeinde Herbolzheim: „Bürgermeister Ernst Schilling hat uns in der Planungsphase in einer vorbildlichen Weise unterstützt, wie es sich ein Unternehmen nur wünschen kann.“
Weitere Informationen unter www.PRODINGER.de.










