(openPR) Der Spezialist für medizinische Simulatoren Erler-Zimmer hat zusammen mit der Chirurgieabteilung der Universitätsmedizin Göttingen ein Modell zum Üben verschiedener Hautnahttechniken entworfen. Das Set besteht aus einem Kunsthautpad und dem passenden Halter mit Saugnäpfen. Es ermöglicht den Studenten die chirurgischen Nähte immer wieder durchzuführen. Das Stichverhalten der Kunsthaut ist der menschlichen Haut nachempfunden. Das Material ist dennoch sehr strapazierfähig und die Wundränder der Kunsthaut bleiben bei häufiger Verwendung weitgehend intakt.
Zudem haben die Nutzer die Möglichkeit diverse Techniken zu üben, z. Bsp.:
Einzelknopfnaht
Die Einzelknopfnaht gilt als die Standardtechnik beim Nähen. Hierbei wird der Faden in Kreisen durch das Gewebe gezogen und endet in einem Mehrfachknoten. Große Wunden zeigen mehrere Knoten auf. Allerdings kann auch ein langer Faden verwendet werden und dieser entweder überwendlig oder in einer Ebene geführt werden.
Intrakutannaht
Die Intrakutannaht ist eine Technik bei der nur zu Beginn und am Ende die Haut penetriert und dazwischen der Faden knapp unterhalb der Hautoberfläche hin- und hergewendelt wird. Hierbei entstehen nur wenige Einstiche, die später zu Narben werden könnten. Die Anwendung von Intrakutannähten eignet sich besonders beim Nähen ohne Zugspannung, sie wird auch beim Nähen im Gesicht bevorzugt. In der Tiermedizin bietet sie den Vorteil, dass die „Patienten“ die versenkten Fäden nicht selbst herausziehen können und sich dabei Verletzungen zuziehen.
Donati-Naht
Die Donati-Naht, oder auch vertikale Rückstichnaht genannt, ist eine weiterentwickelte Modifikation der Einzelknopfnaht. Hierbei wird der Nahtfaden auf einer Seite der Wunde eingezogen, auf der anderen Seite wieder raus und dann wieder näher an der Wunde eingestochen, damit er unter der Haut wieder auf die andere Seite zurückgezogen und an der Oberfläche verknotet werden kann. Durch die Führung innerhalb der Haut kann eine bessere Adaption der Wundränder erreicht werden. Zudem kann der Faden nicht so schnell ausreißen, daher ist diese Technik besonders beim Nähen von Wunden unter Spannung geeignet. Andererseits sind 4 Einstiche nötig, welche weiße narbige Punkte nach dem Ziehen hinterlassen können.
Allgöwer-Naht
Auch die Allgöwer-Naht zählt zu den vertikalen Rückstichnähten, weist aber allerdings auch Parallelen zur Intrakutannaht auf. Bei dieser Technik wird auf der einen Seite der Faden eingezogen und unter der Hautoberfläche auf die andere Seite geführt und wieder zurück um schließlich wieder herausgestochen zu werden. Der Vorteil hierbei ist, dass nur zwei Einstichstellen nötig sind und die Naht trotzdem stabil bleibt.
Weitere Informationen zum Hautnahttrainer finden Sie auf der Website www.erler-zimmer.de.













