(openPR) Sechs Studenten vertreiben in einem Gemeinschaftsprojekt einen neuartigen Tee: Der "Blooming Tee" lädt nicht nur zum Trinken ein, die bunte Blüte, die nach dem Aufbrühen auf dem Getränk erscheint, ist auch ein echter Hingucker.
Die kleine gepresste Kugel wird in heißes Wasser geworfen. Sofort kommt Leben hinein: Fast wie ein Insekt bewegt sich alles, träge wachsen Arme heraus. Schließlich erblüht eine wunderschöne Blüte. Dieses Ritual verspricht nach rund fünf Minuten einen neuen Teegenuss: Blumentee.
Eine sechsköpfige Gruppe von BWL Master-Studenten in Maastricht hat mit dieser Geschäftsidee im Rahmen des Studiums eine Firma zusammen gegründet; drei von ihnen sind Bochumer: Alexander Steinkamp, Philipp Capreasse und Carina Hurnicki. Überwiegend vertreiben sie den in Deutschland bislang wenig bekannten Blumentee („Blooming Tea“) online, haben aber auch im Einzelhandel Partner gefunden, einen in Holland und Alfred Feinkost an der Wasserstraße.
Jungunternehmer im Master-Studium
Die Firma heißt Asana (www.asana-tea.com). Die Jungunternehmer starteten im Rahmen des Master-Studiums. „Für den Startup ist Voraussetzung, dass sich Teams an Studierenden International Business: Entrepreneurship and SME Management entscheiden, welches Produkt oder welchen Service sie vertreiben wollen“, erzählt Alexander Steinkamp.
Das Sextett hatte es bequemer als andere: „Wir konnten die Blumentee-Idee von einer Vorgängergruppe übernehmen. Es wäre schade gewesen, sie aufzugeben. Natürlich dürfen wir uns nicht nur ins gemachte Nest setzen. Das Geschäft muss mit neuen Produkten erweitert werden, neue Vertriebsmärkte sind erforderlich.“
Die fünf jungen Männer und eine Frau erwägen, Matcha-Tee hinzuzunehmen. Auch dieser ist hierzulande noch kein alltägliches Getränk: Matcha ist Grüntee aus feinstem Pulver, der bei der japanischen Teezeremonie getrunken und dazu zu Schaum geschlagen wird.
Teeblätter zu Kugeln gepresst
Vorerst aber versucht das Asana-Team, Teetrinker auf den Geschmack der Blumenkugeln zu bringen. Teeblätter werden zu Kugeln zusammengepresst, getrocknete Blüten werden mit einem Baumwollfaden eingebunden. Das übernehmen sogenannte Masterbinder in China. Sehr geübten Masterbindern ist es darüber hinaus auch möglich, eine wahre Kunst aus Blumentee zu machen; schließlich trinkt das Auge mit.
Blüten, die typischerweise in Blumentee verwendet werden, sind unter anderem Amarant, Margerite, Jasmin, Lilie, Hibiskus, und Osmanthus. Die beliebtesten Blumentees bestehen darüber hinaus aus grünem oder weißem Tee. Der Grund dafür, dass grüner Tee am meisten zum Herstellen von Blumentee verwendet wird, ist weil grüner Tee den stärksten Geschmack hat und Nuancen verschiedenster Aroma trägt, welches das Gesamtbild des Blumentees am interessantesten macht.
Acht Sorten im Angebot
„Wir haben acht Sorten im Angebot“, sagt der Bochumer Alexander Steinkamp, der sich übrigens ganz sicher ist, das Geschäft auch nach Ende des Studiums weiterführen zu wollen. Sie alle haben blumige Namen, wie man sie aus der chinesischen Kultur kennt wie „erwachende Seerose“, „geheimer Lotus“, „aufgehende Perle“ oder goldene Symphonie.
Zurzeit kümmern sich die Wahl-Maastricher um verstärktes Marketing, vor allem im Internet. „Wir finden aber auch immer mehr Kunden durch Mund-zu-Mund-Propaganda.“ Überdies wollen sie ihren Tee im Bochumer Einzelhandel weiter verbreiten. Und wie schmeckt nun Blumentee? „Wie grüner Tee, jeweils mit feinen Nuancen von süß bis nussig, je nach Blüte.“
Sabine Vogt - Der Westen








