(openPR) HANNOVER. - Die Erdölproduktion in Deutschland hatte im Jahr 2011 einen deutlichen Anstieg zu verzeichnen. Zu diesem Ergebnis kommt das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) in seinem aktuellen Bericht „Erdöl- und Erdgasreserven in der Bundesrepublik Deutschland am 1. Januar 2012“. Nachdem das LBEG für 2010 noch eine rückläufige Rate gemeldet hatte, stieg die Produktion im vergangenen Jahr auf Grund hoher Investitionen in alte und neue Ölfelder sowie technisch aufwändiger Entwicklungen um 6,6 %.
Insgesamt wurden 2011 in Deutschland 2,7 Millionen Tonnen Erdöl gefördert. Das ist ein Anstieg von rund 200.000 Tonnen gegenüber 2010. Die noch förderbaren Ölreserven konnten hingegen nicht ausgeglichen werden. Sie betrugen am Stichtag 1. Januar 2012 in Deutschland 35,3 Millionen Tonnen und lagen damit um 0,6 Millionen Tonnen unter dem Ergebnis des Vorjahres (- 1,7 %).
Nach wie vor lagern die meisten sicheren und wahrscheinlichen Erdölreserven im Norddeutschen Becken. Der Anteil Schleswig-Holsteins stieg seit 2010 um 2,3 % auf 42,3 % während er in Niedersachsen weiterhin bei 31,5 % liegt. Dagegen haben sich die Reserven in Rheinland-Pfalz um 2,3 auf 23,8 % abgeschwächt.
Beim Erdgas (Rohgas) ging die Produktion in Deutschland 2011 um rund 5,3 % auf jetzt 12,9 Milliarden Kubikmeter zurück. Die Rohgasreserven belaufen sich für 2012 auf 132,5 Milliarden Kubikmeter und lagen damit um 13,8 Milliarden Kubikmeter unter denen des Vorjahres (- 9,4 %). Der Rückgang der Erdgasreserven und der Produktion begründet sich im Wesentlichen durch die stetige Ausförderung der vorhandenen Lagerstätten bzw. durch die Neuwertung der Reserven in den Feldern.
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