(openPR) Berlin (27. September 2005 - wlp) – Die Wissenschaftsplattform "world lecture project" (wlp) schlägt eine Schneise in den Datendschungel. Ab dem Wintersemester 2005/2006 hilft www.world-lecture-project.org Studentinnen und Studenten bei der Suche nach Audio- und Videovorlesungen im Internet. Immer mehr Bildungseinrichtungen bieten Vorlesungen in digitalen Formaten an. Bislang fehlte jedoch eine übergreifende Plattform, die das täglich wachsende Angebot systematisch ordnet. Mit Hilfe von Studierenden und Universitäten will das kollaborative Internetprojekt "wlp" zur größten Sammlung von digitalen Vorlesungen im Internet werden.
Über die Datenbank des "wlp" können bereits heute über 600 Vorlesungen und Vorträge direkt aufgerufen werden. Darunter sind so berühmte Sprecher wie UN-Generalsekretär Kofi Annan, der Sprachwissenschaftler Noam Chomsky oder der Philosoph Jürgen Habermas. Und, verteilt auf Servern in allen Winkeln der Welt, warten weitere Schätze auf Entdeckung.
Mag die reine Zahl der Vorträge und Reden noch gering sein – mit zunehmendem Bekanntheitsgrad des "world lecture project" wird sie rasch steigen. Denn "wlp" macht sich das so genannte Wiki-Prinzip zu Nutze: Jeder darf und soll editieren. Sowohl Lehrende als auch Studierende können Links auf Vorlesungen einstellen und weitere Informationen hinzufügen. Viel Zeit nimmt das nicht in Anspruch. Lediglich der Titel der Vorlesung, Dozent, Universität und Fachgebiet, Sprache, eine knappe Inhaltsangabe sowie Schlagworte sollen eingegeben werden. Zum Vorteil der Studentinnen und Studenten: Die Suchroutinen garantieren einen raschen Überblick über Vorlesungen des jeweils gesuchten Interessengebiets.
"Wiki Wiki", das bedeutet "schnell" auf Hawaiianisch. Wird die kritische Masse der Nutzer erreicht, füllt sich entsprechend schnell die Datenbank mit Links auf Video- und Audiovorlesungen. Die erste Resonanz ist viel versprechend: Unter den registrierten Nutzern sind neben Europäern auch Anwender aus Peru, Bolivien, Mexiko, Benin und den USA.
Universitäten erkennen zunehmend das enorme Potenzial von Videovorlesungen. "wlp"-Gründer Michael Fischer ist überzeugt, dass Universitäten, Professoren und ihre Assistenten die "wlp"-Plattform bald zu schätzen wissen: "Das ‚world lecture project’ ist ein Multiplikator. Mit Videovorlesungen erreichen Bildungseinrichtungen über das Internet eine größere Öffentlichkeit. Sie stellen ihr Bildungsangebot vor und bewerben es quasi als Nebeneffekt." Langfristig sei zu erwarten, dass der verstärkte Einsatz von Videovorlesungen die Qualität des Lehrangebots sowohl in der Breite als auch in der Aufbereitung verbessern wird. Studierende wie Lehrende profitierten von einem allgemein höheren Bildungsniveau.
Darüber hinaus will "wlp" ein internationales Bildungsnetzwerk schaffen. Bald sollen sich die Nutzer in Foren über Online-Vorlesungen, Fachgebiete sowie Forschungsinteressen austauschen. Studenten und Dozenten können hier mit Kommilitonen und Kollegen diskutieren und untereinander Kontakte knüpfen.
"wlp" ist ein unabhängiges Non-Profit-Unternehmen mit Sitz in Berlin. In Deutschland arbeiten bis zu zehn freie Mitarbeiter auf ehrenamtlicher Basis für das "world lecture project". Derzeit wird die Gründung von mehreren Büros in europäischen Metropolen vorbereitet. Europäischer Kooperationspartner ist "The World Academy of Young Scientists (WAYS)", ein globales Netzwerk von jungen Forschern mit mehr als 1.200 Mitgliedern.
Links:
http://www.world-lecture-project.org/
http://www.waysnet.org/





