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Wechselwirkungen nicht unterschätzen

29.03.201214:11 UhrGesundheit & Medizin

(openPR) Apotheker beraten, damit Arzneimittel richtig wirken können

Frankfurt am Main, 29. März 2012 - Immer wieder gehen Patienten zu ihrem Arzt, da sie glauben, dass ihr Medikament nicht richtig wirkt. Oftmals wird dann die Dosierung des Medikamentes erhöht, in der Hoffnung, dass es endlich richtig anschlägt. Dabei reicht meist ein Blick auf die gesamte Liste der Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel, die ein Patient einnimmt, um das Problem zu lösen. Erika Fink, Präsidentin der Landesapothekerkammer Hessen, kennt das Problem: „Insbesondere eine Gruppe von Medikamenten wird von Patienten als harmlos angesehen: die pflanzlichen Arzneimittel. Doch auch diese haben Auswirkungen auf andere Medikamente. Patienten sollten in der Apotheke am besten auch immer sagen, wie sie ihre Arzneimittel einnehmen. Grapefruitsaft ist in vielen Fällen tabu! Auch auf Einnahmezeitpunkte kommt es an.“



Johanniskraut bringt es auf eine besonders große Summe von Wechselwirkungen. Als vermeintlich harmloser Stimmungsaufheller ist es rezeptfrei erhältlich. Doch es mindert die Wirkung von bestimmten Blutgerinnungshemmern, Herzmedikamenten, Asthmamitteln und Hormonpräparaten wie der Pille. Auch bei Arzneimitteln, die gegen Demenz eingenommen werden, muss dringend von der Einnahme von Johanniskraut abgeraten werden. Johanniskraut mindert die Wirkung nicht sofort, oft erst nach Tagen und nicht unbedingt komplett. Patienten sollten zur Sicherheit immer ihren Apotheker fragen.

Ein verbreitetes Problem bei Frauen: Sie müssen Kalzium einnehmen für den Knochenaufbau. Trifft Kalzium im Magen mit Schilddrüsenpräparaten zusammen, mindert es die Wirkung dieses Medikamentes. Was tun? Die Lösung ist denkbar einfach: Die Medikamente müssen zeitversetzt eingenommen werden. Kalzium hat ebenso Auswirkungen auf bestimmte Antibiotika.

„Selbst Acetylsalicylsäure (ASS) kann nicht von jedem bedenkenlos eingenommen werden“, warnt Erika Fink, „die Einnahme kann bei Diabetikern, die Sulfonylharnstoffe einnehmen, zu Blutzuckerschwankungen führen.“ Ebenso schwächt es die Wirkung vieler Blutdrucksenker ab, wie andere Schmerzmittel auch. Wer also hohen Blutdruck und Schmerzen hat sollte sich vor der Einnahme von Schmerzmitteln Rat einholen.

Patienten können dieses Fachwissen nicht haben. So kommt es häufig zu leichten bis schweren Wechselwirkungen. Daher sollten sich Patienten immer an ihren Apotheker wenden, wenn sie mehrere Medikamente einnehmen müssen oder sich bei einer akuten Erkrankung mittels Selbstmedikation helfen wollen. Patienten können auf die Beratung des Apothekers vertrauen, denn als Heilberufler sind sie zu lebenslangen Fortbildungen, Qualitätssicherung und Qualitätskontrollen verpflichtet. So sind Apotheker stets auf dem neuesten Stand der Wissenschaft. Die Kammer als Berufsaufsicht sorgt nicht nur für das Fortbildungsprogramm, sondern auch für die Kontrollen. So muss jeder Apotheker immer mit Testkäufen rechnen. Ebenso sind Apotheker wie Ärzte und Anwälte Angehörige freier Berufe, deren wichtigstes Ziel nicht die eigene Profitmaximierung sein darf, sondern das Handeln zum Wohle des Patienten.

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