(openPR) Die Natur kann uns lehren – BonnSoir im Museum Koenig
Auf eine Reise zu den Tiefen des menschlichen Bewusstseins und den mit ihm verbundenen Grundlagen der Entscheidungsfindung gingen am gestrigen Abend die über 200 Gäste des Bonner Unternehmernetzwerks BonnSoir. Die Initiatoren hatten zur ihrer ersten Veranstaltung im Jahr 2012, die zugleich Finissage der Ausstellung „Darwin meets Business“ war, Unternehmerinnen und Unternehmer der Region Bonn/Rhein-Sieg in die Räume des Zoologischen Forschungsmuseums Alexander Koenig eingeladen. Die erfolgreiche Ausstellung und das begleitende Rahmenprogramm haben seit September 2011 gezeigt, dass die Natur ein Erfolgsunternehmen ist, von der Führungskräfte in allen Unternehmensbereichen lernen können.
Der Referent des Abends, Dr. Hans Georg Häusel von der Nymphenburg Gruppe München, beleuchtete in seinem Impulsvortrag das Thema Entscheidungsfindung und Kundenorientierung aus einer außergewöhnlichen Perspektive. Laut Häusel zeigen aktuelle Studien der Hirnforschung, dass 70 bis 80 Prozent aller Entscheidungen unbewusst erfolgen. „Alles, was keine Emotionen auslöst, ist für das Gehirn wert- und bedeutungslos“ erläuterte er den anwesenden Gästen. Erwarte ein Unternehmen, dass seine Kunden ihm Vertrauen schenken, die Produkte aus Überzeugung kaufen und sich an das Unternehmen gebunden fühlen, sei dies ein hochemotionaler Prozess, der an vielen Stellen gesteuert und unterstützt werden müsse. Die emotionale Verstärkung von Produkten und Dienstleistungen sei ein wichtiger, aber oft unterschätzter Erfolgsfaktor für eine zukunftsorientierte Unternehmensführung.
In der anschließenden Podiumsdiskussion gaben drei Unternehmer aus Bonn weitere Impulse aus ihrer erfolgreichen Betriebspraxis. Inga Koster, Geschäftsführerin der true fruits GmbH, sieht das Geheimnis Ihres Erfolges in einem „weniger ist mehr“. „In werbeüberfluteten Märkten erreicht man manchmal die Kunden am besten, wenn man ein einfaches, ehrliches Produkt ohne viel Schnick-Schnack zur Verfügung stellt“. Dr. Marco Weber, Geschäftsführer der seit 1920 in Bonn ansässigen Atlantic GmbH, einem Hersteller von innovativen Schleifwerkzeugen, sieht sein Unternehmen heute als eine hochpräzise Manufaktur. Es ginge dem Unternehmen darum, beim Kunden Werte zu schaffen, sich auf deren Bedürfnisse einzustellen und mit den Kunden gemeinsam weiter zu entwickeln. Ziel sei es, damit auch weltweit die Bindung an den Bonner „Hidden Champion“ zu gewährleisten. „Wir produzieren nicht nur Schleifscheiben, sondern technische Lösungen,“ fasst Weber seine Unternehmensphilosophie zusammen. Andreas Frintrup, Geschäftsführer der Hans Frintrup GmbH aus Bonn, erläuterte einen weiteren wichtigen Grundsatz für eine erfolgreiche Unternehmensführung. Der in dritter Generation geführte Familienbetrieb aus Bonn hat sich durch Spezialisierung von einem Großhandel für Siebdruck-Artikel hin zu einem führenden Hersteller von Siebdruck-Druckvorlagen entwickelt. Die tägliche Herausforderung zur Weiterentwicklung und Innovation fasste Frintrup fasste er plakativ zusammen: „Wer das Neue nicht will, wird das Alte nicht überleben“.
Zufrieden mit ihrer ersten Veranstaltung im Jahr 2012 zeigten sich die Veranstalter des Abends. „Ein außergewöhnlicher Veranstaltungsort, gebannte Zuhörer beim Impulsvortrag, eine anregende Podiumsdiskussion mit erfolgreichen Unternehmern der Region und interessante Gespräche beim anschließenden Get together am Buffet – genau dies möchten wir regionalen Unternehmern in unserem Netzwerk bieten“, fasst Andreas Domschke, Vorstand von BonnSoir, als Resümee zusammen.











