(openPR) In 72 Unterrichtsstunden zur qualifizierten Tagesmutter
Samstagmorgen 08.00 Uhr: im Stadtforum Ettlingen warten 25 angehende Tagesmütter auf den heutigen Referenten. Dieses Mal ist es der 27-jährige Oliver Knappe, der für das Karlsruher Ausbildungsinstitut medual einen Kindernotfallkurs abhält. Der gelernte Lehrrettungsassistent zeigt den Frauen an zwei Samstagen, wie sie Kinderkrankheiten und Unfälle einzuschätzen haben, wann sie den Arzt zuziehen müssen und welche Erste-Hilfe-Maßnahmen im Fall der Fälle notwendig sind.
Für die teilnehmenden Frauen sind diese Unterrichtseinheiten ein kleiner Schritt auf dem Weg zu einer Urkunde, die sie als qualifizierte Tagesmutter ausweisen soll. Seit Januar 2005 fordert der Gesetzgeber eine solche Ausbildung, doch es gibt Tageselternvereine, die schon seit Jahrzehnten Unterricht in Sachen Tagesmutter geben. Was bislang auf freiwilliger Basis gängige Praxis war, ist nun also Pflicht. Das begrüßt der Tageselternverein Ettlingen und südlicher Landkreis sehr, denn: „es garantiert zu einem gewissen Grad, dass die betreuten Kinder gut gefördert werden!“, so die Erste Vorsitzende Edeltraut Haas.
Seit 2002 bietet sie mit ihrem Tageselternverein pro Kurs 72 Unterrichtsstunden an. Die Mütter zahlen einen Obolus von 72 Euro, den Rest tragen die Kommunen Ettlingen, Rheinstetten, Malsch, Karlsbad, Pfinztal und Marxzell. Nur Waldbronn weigerte sich bislang, sich an den Kosten der Tagesmutterausbildung zu beteiligen.
Die Lehrinhalte sind vom Bundes- und Landesverband der Tageselternvereine festgelegt und werden in Ettlingen hautsächlich von den Diplom-Sozialpädagoginnen Barbara Biewer und Michaela Roskos vermittelt. „Wir klären mit den Frauen erst einmal die Fragen ab: Warum mache ich das überhaupt, denn Reichtümer sind als Tagesmutter nicht zu erwarten, oder aber: macht meine Familie mit? Werden meine Kinder vielleicht eifersüchtig? Hält meine Beziehung das aus? Schließlich streiten sich die meisten Paare der Kinder wegen!“ sagt Michaela Roskos und lacht: „Das weiß ich aus eigener Erfahrung!“.
Die angehenden Tagesmütter sollten sich auch darüber im Klaren sein, dass fremde Kinder nicht immer nur niedlich sind, sondern möglicherweise auch einmal schwierig werden. Daher wird im Vorfeld auch gefragt, ob die jeweilige Frau willens und in der Lage ist, eine so enge Beziehung mit der anderen Familie einzugehen, dass sie bei der Erziehung des fremden Kindes überhaupt behilflich sein kann. Wenn diese Punkte erst einmal alle geklärt sind, schließen sich im Tagesmutterkurs die praktischen Lehrinhalte an: Pädagogik, oder wie an diesem Morgen, ein Kindernotfallkurs.
Die Mütter sind begeistert. Hatte sich auch so manche Frau auch mit anfänglicher Skepsis für den Kurs angemeldet, so bleiben die meisten von ihnen bis zum Ende bei der Stange. Selbst Kindergärtnerinnen belegen den Kurs gerne, weil er sie auf Situationen vorbereitet, mit denen sie bislang noch nicht umgehen mussten.
Frauen, die den Kurs mit der Qualifizierung zur Tagesmutter abschließen, werden auch vom Tageselternverein weiterempfohlen und an suchende Familien vermittelt. „Tagesmutter wird sicherlich in nicht allzu langer Zeit ein Beruf wie jeder andere sein“, so die Prognose von der Vorsitzenden des Tageselternvereins Ettlingen und südlicher Landkreis, Edeltraut Haas. „Das ist eine große Erleichterung für alle Mütter, die trotz Kinder auch weiterhin im Beruf bleiben wollen – und sei es nur tages- oder stundenweise.“
Brigitte van Hattem
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