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Sanko Steamship Flotte droht finanzieller Kollaps

(openPR) Kaum eine Woche vergeht, in der die tausenden Anleger geschlossener Schiffsfondsbeteiligungen nicht mit Hiobsbotschaften kurz vor dem finanziellen Aus stehender Fondsschiffe konfrontiert werden. Die nicht abreißen wollende Krise auf dem Markt der Tank- und Bulkerflotten zieht zwischenzeitlich ganze Reedereien in den Abgrund. Jüngstes Beispiel: Die japanische Linienreederei Sanko Steamship.



Sanko Steamship Flotte vor finanziellem Aus

Wie das Fondstelegramm in dessen aktueller Ausgabe berichtet , begannen in der letzten Woche Sanierungsverhandlungen zwischen der in eine finanzielle Schieflage geratenen japanischen Reederei Sanko Steamship und deren Gläubigern – darunter auch einige namhafte Schiffsfonds Initiatoren wie beispielsweise HCI Capital, Dr. Peters, Salomon Invest sowie König & Cie . Hauptgründe für den finanziellen Niedergang der Sanko Steamship Flotte waren auch hier ein auf dem kriselnden Markt vorherrschendes Überangebot an Bulker- und Tankschiffen, mangelnde Charterauslastung und die auf den jeweiligen Schiffen lastenden hohen Darlehensverbindlichkeiten. Ob und inwieweit alle Gläubiger dem zur Rettung der Sanko Steamship Flotte benötigten und vornehmlich auf Notverkäufen und Zahlungsstundungen basierenden Sanierungskonzept zustimmen werden, ist derzeit noch völlig offen.

Sanko Steamship Krise für Schiffsfonds – Anleger nicht folgenlos

Fakt ist: Scheitern die derzeit angelaufenen Sanierungsgespräche, droht nicht nur dem japanischen Charterer von fast 200 Tanker- und Bulkerschiffen der finanzielle Kollaps, sondern auch den Anlegern etlicher unter der Sanko Steamship-Flagge fahrendenden Fondsschiffe der Totalverlust. Nach Recherchen des Fondstelegramms sind von dem drohendem Zahlungsausfall von Sanko Steamship unter anderem 14 Fondsschiffe des Initiators HCI Capital - darunter die vier HCI Plattformversorger PSV Hellespont Dawn, PSV Hellespont Defiance ,PSV Hellespont Drive sowie PSV Hellespont Daring, der Panamax-Tanker Sunlight Venture (DS-Fonds 103) aus dem Hause Dr. Peters , der Salomon Invest Tanker Hellespont Tatina sowie der Capesize Bulker King Robert aus dem Hause König & Cie. betroffen.

Fazit: Schiffsfondsanleger zahlen die Zeche

Trotz aller Sanierungsbemühungen müssen sich die ohnehin bereits auf Ausschüttungen verzichtenden Schiffsfonds Anleger der betroffenen Fondsinitiatoren aller Voraussicht nach mit hohen Verlusten abfinden. Gelingt es – ähnlich wie im Falle des insolventen Reeders Beluga Shipping – nämlich nicht, eine Weiterbeschäftigung der betroffenen und bereits bislang weit unter den Erwartungen gefahrenen Fondsschiffe sicherzustellen, müssen die Schiffsfondsanleger schlimmstenfalls mit dem kompleten Verlust des ihrerseits investierten Geldes rechnen.

Haftung für falsche Beratung

Von der Sanko Steamship Krise betroffene Schiffsfonds-Anleger sollten sich mit deren Situation nicht abfinden, sondern umgehend den Rat eines auf Bank- und Kapitalanlagerechts spezialisierten Rechtsanwalts suchen.
Sollten betroffene Schiffsfonds-Anleger von Ihrem Anlageberater oder von Ihrer Bank nicht umfassend über die Risiken einer Beteiligung an einem Schiffsfonds aufgeklärt worden sein, so bestehen möglicherweise Schadensersatzansprüche. Des Weiteren kommt für die Anleger von Schiffsfonds in Betracht, gegen die Initiatoren der Fonds und gegen den Vertrieb Schadensersatzansprüche geltend zu machen. Die Schadensersatzansprüche können sich zum einen aus Prospekthaftung, zum anderen aufgrund Falschberatung ergeben.
In zahlreichen Gerichtsurteilen wurde zudem festgestellt, dass die beratende Bank beim Verkauf von geschlossenen Fonds die Rückvergütungsgebühren offenlegen muss. Deshalb kann im Fall der Zahlung von versteckt geflossenen Innenprovisionen (Kick-back) und mangelnder Information hierüber der Anleger verlangen, so gestellt zu werden, als hätte er die Beteiligung nicht geschlossen.


Was können von der Sanko Steamship Krise betroffene Schiffsfonds-Anleger jetzt tun?

Anleger der von der Sanko Steamship Krise betroffenen Schiffsfonds haben die Möglichkeit, deren in Betracht kommenden Ansprüche umfassend überprüfen lassen. Die rechtliche Einschätzung und Empfehlung kann dabei anhand des jeweiligen Falles unterschiedlich ausfallen.

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