(openPR) Tirschenreuth/Neualbenreuth. Gute Zahlen konnte Werkleiter Gerhard Geiger bei der turnusmäßigen Frühjahrssitzung der Aufsichtsgremien berichten. Im Tirschenreuther Landratsamt trafen sich die Kommunalpolitiker des Zweckverbandes Sibyllenbad - Bezirk Oberpfalz, Landkreis Tirschenreuth, Städte Mitterteich Tirschenreuth und Waldsassen sowie der Marktgemeinde Neualbenreuth.
Auf der Tagesordnung der öffentlichen Sitzung standen der Jahresbericht 2011, der Haushalt für 2012, der Status der geplanten Modernisierungsmaßnahmen und der Bericht des ärztlichen Leiters des staatl. anerkannten Heilquellenkurbetriebes.
Verbandsvorsitzender und Bezirkstagspräsident Franz Löffler eröffnete die Sitzung mit sehr anerkennenden Worten für die Ergebnisse des abgelaufenen Haushaltsjahres. „Zwei gute Jahre in Folge gab es noch nie, drei gute Jahre erst Recht nicht“, so der Chamer Landrat. „Unser Bad hat durch engagierte Arbeit trotz mancher Widrigkeiten seinen guten Platz unter den bayerischen Heilbädern gefunden“, so Löffler.
286.000 Besucher in 2011
Wie für 2009 und 2010 konnte Geiger von positiven Veränderungsraten im Vorjahresvergleich berichten. „4,5 Prozent mehr Gäste und sogar 15 Prozent mehr verkaufte Anwendungen“ zeige die Bilanz für 2011. Mit 286.000 Besuchern habe das Kurmittelhaus das zweitbeste Ergebnis seiner Geschichte seit 1996 erreicht. Sehr deutlich zur guten Bilanz trug auch 2011 der Kundenbereich Medizin bei. „Die ortsgebundenen Heilmittel Kohlensäure und Radon sowie die Kompetenz unserer Therapeuten waren erneut sehr wichtig für das Gesamtergebnis“, so der Sibyllenbadchef. Mit 2.600 Präventionsgästen hätte das Kurmittelhaus seine Stellung auf diesem wichtigen Marktsegment weiter ausgebaut.
Im Bericht des ärztlichen Leiters konnte Badearzt Prof. Dr. Dr. Wolfgang A. Grunewald auf über 14.000 medizinische Einzelbäder in 2011 verweisen. Gegen den Trend bei den Vorsorgemaßnahmen („Kuren“), die seit dem Jahr 2000 in Bayern um 70 Prozent zurückgingen, habe Sibyllenbad lediglich eine Reduktion um 22% zu verzeichnen.
Zehn Prozent weniger Defizit
Der gute Besucherzuspruch im abgelaufenen Jahr hat sich auch betriebswirtschaftlich positiv nieder- geschlagen. Der operative Betriebsverlust konnte gegenüber Vorjahr erneut, diesmal sogar um 10,3 Prozent, reduziert werden. Damit hätten die über 80 Mitarbeiter auch das realistisch geplante Haushaltsdefizit um 20% unterboten, führte der Sibyllenbadchef aus.
Natürlich fehlte in dem Bericht an das Aufsichtsgremium auch heuer nicht der Beitrag zu den Neualbenreuther Übernachtungszahlen. Die Gästeinformation der Tillengemeinde zählte mit 23.842 Ankünften 3,3 Prozent mehr als im Vorjahr. Auch 3,3 Prozent mehr Übernachtungen verzeichnete die Statistik der größten Touristikgemeinde im Landkreis, mit über 100.000 Übernachtungen sei wieder eine symbolische Marke überschritten worden.
Gesundheitstourismus stärkt Landkreis
„Der gesamte Landkreis profitiert nicht nur von Wanderern, Radlern und Fischfreunden sondern auch deutlich und signifikant vom Gesundheitstourismus“, ergänzte der Diplom-Kaufmann selbstbewusst seine Ausführungen zur Bedeutung des Sibyllenbades.
Nach intensiver Diskussion stimmten die Politiker auch dem Haushaltsplan für 2012 zu. Die Umlage der kommunalen Träger bleibt, einschließlich eines Aufwandes für die Modernisierung von 500.000 Euro auf Vorjahresniveau, 70 Prozent trägt der Bezirk der Oberpfalz.
Kaum Beeinträchtigung
Auch mit der Modernisierung des Kurmittelhauses 2012/2013 befassten sich erneut die Kommunalpolitiker. Welche Bausteine des Modernisierungskonzeptes konkret umgesetzt werden, kann erst nach dem Förderbescheid der Regierung entschieden werden. Die Werkleitung bleibt derzeit bei ihrer Zeitplanung, die den ersten Bauabschnitt für August 2012 vorsieht. Geiger betonte, dass 2012 kaum mit Nutzungseinschränkungen zu rechnen sei. „Wir werden die Kunden so früh wie möglich über Details informieren. Sie können sich bereits jetzt auf ein noch schöneres und moderneres Bad freuen“, versicherte der Referent im Landratsamt.











