openPR Recherche & Suche
Presseinformation

DER DAX KANN WEIBLICHER WERDEN – ABER NICHT ALS POLITIK-PROJEKT

16.03.201211:27 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft

(openPR) Die verflixte Frauen-Frage: 30 Deutsche Top-Konzerne diskutieren am 16. März wieder mit der Bundesregierung – aber sie sprechen weder dieselbe Sprache, noch haben sie im Machtpoker das Wesentliche im Blick: erfolgreiche Strategien für mehr Gender Diversity.



Köln, 15. März 2012: Anlässlich des halbjährlichen Treffens der DAX30 mit der Bundesregierung zum Thema ‚Frauen in Führungspositionen’ benennt Michael Stuber („Deutschlands Diversity-Papst“, Wirtschaftswoche) fünf Erfolgsfaktoren, mit denen Wirtschaft und Politik Gender Diversity ökonomisch und politisch erfolgreicher umsetzen können. Er erklärt:

„Das Thema Gender Diversity genießt derzeit erfreuliche Aufmerksamkeit bei Vorständen und Bundesregierung. Allerdings muss dringend eine gemeinsame Linie gefunden werden, um männlichen und weiblichen Führungskräften und deren Nachwuchs die wirtschaftliche Bedeutung und praktische Auswirkungen des Ansatzes nahezubringen. Die Lagerbildung für und gegen Quoten ist hierbei schädlich. Noch bedauerlicher ist, dass in der politischen Diskussion wichtige Kernaspekte unbeachtet bleiben. Aus unserer langjährigen Forschung und der Arbeit mit führenden internationalen Konzernen konnten wir 5 wesentliche Punkte identifizieren, an denen akut umgedacht werden sollte:

1. Quotenfrauen bringen kaum Mehrwert, organisch entwickelte Managerinnen viel

Zahlreiche Studien sind sich mit der Praxis einig, dass Vielfalt nur in Verbindung mit Wertschätzung und Einbeziehung zu Verbesserungen führt. Wenn auch nur die Wahrnehmung entsteht, dass einige wenige Frauen politisch in Führungspositionen verordnet werden, haben es viele weibliche Führungskräfte ungleich schwerer akzeptiert und integriert ihre Potenziale einzubringen; eine Quote verschenkt wichtige Synergiepotenziale zugunsten kurzfristiger Profilierung.

2. Überzogene Erwartungen bewirken Abwehr, professionelle Steuerung sorgt für Fortschritt

Die Kritik der Politik, der Frauenanteil im Management verändere sich zu wenig und zu langsam ist realitätsfremd. Langfristige Auswertungen bei internationalen Unternehmen zeigen, dass ein 2%-iges Wachstum pro Jahr das doppelte der automatischen Erhöhung darstellt und nur mit höchsten Anstrengungen erreichbar ist, gerade bei geringer Fluktuation; lediglich in stark wachsenden Branchen oder Organisationen ist mehr Gender-Wachstum kurzfristig möglich. Ein feingliedriges Steuerungssystem auf allen Ebenen und in allen relevanten Prozessen hilft dagegen, realistische Ziele zu setzen und mit Objektivität und klarer Leistungsorientierung transparente und akzeptierte Verbesserung zu erzielen.

3. Separate Förderung von Frauen hilft wenig, Kulturveränderung mit Männern ist der Schlüssel

Unternehmensanalysen zeigen, dass die Hauptursachen für den relativ geringen Anteil von Frauen im Management in zahlreichen etablierten Prozessen und in den ‚herrschenden’ Unternehmens- und vor allem Führungskulturen liegt. Statt Frauen in Seminaren verändern und weibliche Konkurrenz-Netzwerke aufbauen zu wollen, muss gemeinsam mit den faktisch entscheidenden Männern an der zukunftsfesten Öffnung und Flexibilisierung von Organisationen und ihren Kulturen gearbeitet werden.

4. Machtpoker und Medienschlachten lenken vom Thema ab, Expertise und Praxis helfen weiter

Die Diskussion um die Frauenquote wird bislang von Medien-Profis beherrscht, zu denen sich jüngst noch Themen-Neulinge mit Ankündigungs-PR hinzu gesellten. Die stillen Stars unter den Großunternehmen, die seit Jahren solide Diversity-Arbeit leisten, kommen kaum zu Wort. Auch umfangreiche Erkenntnisse aus fundierter Forschung und bewährter Praxis bleiben ungenutzt. Erfahrene Experten müssten in einem Stakeholder-Ansatz zusammen gebracht werden, um einen ganzheitlichen Veränderungsansatz zu gestalten, der breit getragen wird.

5. Aus eng gefassten Fraueninteressen müssen strategisch gedachte Zukunftsperspektiven werden

Die fokussierte Forderung nach einem festen Frauenanteil in Führungspositionen beherrscht aktuell das schon länger etablierte Potenzial-Prinzip „Diversity Management“. Dieses basiert darauf, dass eine grundlegende Veränderung von Unternehmen, ihren Prozessen und Kulturen notwendig ist, um in einer globalisierten, virtualisierten und individualiserten Zukunft weiterhin erfolgreich sein zu können. Diese Themen müssen wieder in den Fokus rücken, um eine breitere Diskussion und mehr Unterstützung zu erlangen.“

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 616838
 944

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „DER DAX KANN WEIBLICHER WERDEN – ABER NICHT ALS POLITIK-PROJEKT“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von Ungleich Besser European Diversity Engineering D&I

Bild: KI beschleunigt Unternehmen – und fordert Menschen und Organisationen (Serie „Zukunft unter Spannung“ Teil 5)
KI beschleunigt Unternehmen – und fordert Menschen und Organisationen (Serie „Zukunft unter Spannung“ Teil 5)
_KI verschärft bestehende Spannungen in der Wirtschaft: Geschwindigkeit steigt, Orientierung sinkt. Wie Kultur und Führung jetzt zum entscheidenden Integrationsfaktor werden._ Köln, 20. Mai 2026 – Künstliche Intelligenz verändert Geschäftsmodelle, Arbeitswelt und Entscheidungen mit enormer Geschwindigkeit. Besonders die Tech- und IT-Branche erlebt einen tiefgreifenden Wandel: Sie wird von ihren eigenen Innovationen und Wachstumstechnologien unter Druck gesetzt. In vielen Organisationen gilt heute mehr denn je: Was als Fortschritt gefeiert wi…
Bild: Nur Kultur kann die Spannungen der Chancen-Ungleichheit lösen – neue Forschungsauswertung zur gläsernen Decke
Nur Kultur kann die Spannungen der Chancen-Ungleichheit lösen – neue Forschungsauswertung zur gläsernen Decke
_Warum der Gender-Konflikt feststeckt: Internationale Forschung zeigt, dass Kultur wichtiger ist als Quoten – und Polarisierung zunehmend den Fortschritt blockiert._ Köln, 19. Mai 2026 – Die unterschiedlichen beruflichen Erfolge von Frauen und Männern schaffen Unzufriedenheit auf allen Seiten: Quoten, umfangreiche Förderprogramme und zähe, zunehmend ideologische Debatten ernüchtern Politik, Unternehmen und Verbände. Eine neue Analysen zeigt nun: Man sollte nicht über die richtigen Instrumente streiten, sondern kulturelle Schieflagen und wide…

Das könnte Sie auch interessieren:

Hochschule Harz und Frauenzentrum Wernigerode zeigen „Philosophiegeschichte aus weiblicher Sicht“ü
Hochschule Harz und Frauenzentrum Wernigerode zeigen „Philosophiegeschichte aus weiblicher Sicht“ü
… herzlich in die „Papierfabrik“ (Haus 9, Am Eichberg 1) auf den Wernigeröder Campus zur Eröffnung der Poster-Ausstellung „Philosophinnen - Philosophiegeschichte aus weiblicher Sicht“ eingeladen. Die Wanderausstellung des Frauenzentrums Weiberwirtschaft/ Dornrosa e.V. Halle (Saale) wird in Kooperation mit dem Frauenzentrum Wernigerode gezeigt. 16 großformatige …
Bild: Women-MINT-Slam: Karrierewege, Führungsstrategien und Erfolgsfaktoren mal andersBild: Women-MINT-Slam: Karrierewege, Führungsstrategien und Erfolgsfaktoren mal anders
Women-MINT-Slam: Karrierewege, Führungsstrategien und Erfolgsfaktoren mal anders
… Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wird. Das Informationsportal www.komm-mach-mint.de bietet einen Überblick über das breite Spektrum von Angeboten zur Gewinnung weiblicher Nachwuchskräfte mit konkreten Tipps, Handlungsempfehlungen und einer bundesweiten Projektlandkarte. Mit bisher 1.000 Projekten ist es gelungen, bis heute mehr als …
Bild: Wird zu Guttenberg der neue Kanzler – oder der neue Gottschalk?Bild: Wird zu Guttenberg der neue Kanzler – oder der neue Gottschalk?
Wird zu Guttenberg der neue Kanzler – oder der neue Gottschalk?
… Ende 2013 zurück? Die Quote auf diese Art der wissenschaftlichen Wiedergutmachung liegt bei 4,00. Macht zu Guttenberg den Roland Koch und heuert in Vollzeit bei einem DAX-Unternehmen an? 5,00 lautet die entsprechende Wettquote. 10,00 beträgt die Quote auf ein Comeback als Kanzler vor Ende 2013. Und da heutzutage wirklich gar nichts mehr unmöglich …
Bild: DAX-Vorstände: Starre Strukturen hindern Frauen am Aufstieg
DAX-Vorstände: Starre Strukturen hindern Frauen am Aufstieg
… Vertrag +++ Aufgabenverteilungen und Ressortzuschnitte bleiben seit Jahren weitgehend unverändert +++ Digitalisierung bietet für Frauen eine Chance, um in den Vorstand zu wechseln Der DAX wird weiblicher. Seit 2012 hat sich die Anzahl von Frauen in den Führungsetagen der 30 wichtigsten deutschen Unternehmen von 13 auf 26 verdoppelt. Von einer gerechten …
Bild: PR-Profi Michael Oehme: Frauenquote erzielt keine merklichen ErfolgeBild: PR-Profi Michael Oehme: Frauenquote erzielt keine merklichen Erfolge
PR-Profi Michael Oehme: Frauenquote erzielt keine merklichen Erfolge
Der Anteil weiblicher Aufsichtsräte ist nur minimal gestiegen St. Gallen, 24.08.2015. PR-Profi Michael Oehme macht darauf aufmerksam, dass die gesetzliche Frauenquote leider noch keine merklichen Erfolge zeigt und bezieht sich dabei auf Zahlen des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI). Demnach besetzen Frauen in DAX-Unternehmen nur jeden vierten …
Bild: Kabarett im Restaurant Tucher/Salon am 02.12.09/ 20 Uhr mit Anny HartmannBild: Kabarett im Restaurant Tucher/Salon am 02.12.09/ 20 Uhr mit Anny Hartmann
Kabarett im Restaurant Tucher/Salon am 02.12.09/ 20 Uhr mit Anny Hartmann
… doch so amüsant sein! Glauben Sie nicht? Dann müssen Sie sich den Jahresrückblick von Anny Hartmann ansehen. Ein durchgängig persönlicher Rückblick aus weiblicher Sicht – ganz ohne sauertöpfisches Emanzengehabe. Anny Hartmann hat die gesellschaftliche Zusammenhänge intelligent beobachtet, höchst amüsant aufbereitet und präsentiert ihre Erkenntnisse charmant …
Die Wirtschaft wird weiblicher / Fazit TOTAL E-QUALITY auf der Fachmesse WoMenPower in Hannover
Die Wirtschaft wird weiblicher / Fazit TOTAL E-QUALITY auf der Fachmesse WoMenPower in Hannover
… Willms-Hoff, Mitglied der Geschäftsleitung Volkswagenstiftung diskutierten in der von Loréne Gensel vom Mitteldeutschen Rundfunk moderierten Talkrunde das Thema „Die Wirtschaft (soll) muss weiblicher werden“. Nach dem Spitzengespräch der Ministerinnen Schröder und von der Leyen mit den 30 DAX-Unternehmen Ende März wurde das Thema Selbstverpflichtung …
Aktien: Klettert der DAX weiter?
Aktien: Klettert der DAX weiter?
… Punkten. Damals hatte die Finanzkrise die weltweiten Aktienmärkte im Würgegriff. Banken standen am Abgrund. Die Politik schien überfordert. Etwas mehr als vier Jahre später feiert der DAX ein neues Allzeithoch. Danach aber setzten Gewinnmitnahmen ein. An den Märkten schaut man derzeit vor allem auf die Entwicklung der US-Wirtschaft. Denn sollte sich diese …
Souveränes Auftreten für Frauen in Führungspositionen
Souveränes Auftreten für Frauen in Führungspositionen
… es ein langwieriger Prozess ist Frauen zu Führungskräften auszubilden und in angemessener Anzahl zu etablieren. Trotzdem hat sich ein neuer Trend hinsichtlich weiblicher Führungskräfte in Unternehmen etabliert. Dies konnte auch Dr. Gunnar Kitzmann, Co-Geschäftsführer des Management-Instituts Dr. A. Kitzmann festellen: „Im Inhouse-Bereich gibt es eine …
And The Winners Are…
And The Winners Are…
Ein wenig Wissen war schon gefragt bei unserem Gewinnspiel im Rahmen der Firmenkontaktbörse an der OHM. Insgesamt haben 80 Studenten die drei Fragen aus dem Finanzbereich beantwortet. Wie viele Unternehmen sind im Dax gelistet? ? Dax? Was ist das? ? 30 ? 128 Was sind die Symbole der Börse? ? Tick, Trick und Track ? die Lehman Brothers …
Sie lesen gerade: DER DAX KANN WEIBLICHER WERDEN – ABER NICHT ALS POLITIK-PROJEKT