openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Flurfunk und mentale Blockaden – Veränderungsstress in Unternehmen

23.09.2005 • 09:28 Uhr • Politik, Recht & Gesellschaft

(openPR) Bonn - Früher genügte es, auf Vorrat zu lernen; einmal Gelerntes reichte oft ein Leben lang. Heute hat Wissen nur noch begrenzte eine Haltbarkeit. „Beim Schulwissen liegt sie bei 20 Jahren, für das Wissen aus dem Studium bei 10 Jahren und für berufspezifisches Fachwissen nur bei fünf Jahren. In allen Berufszweigen ist neben einer fundierten Ausbildung eine kontinuierliche Fortbildung erforderlich“, so Gwendolyn Stoye-Mingers vom Bonner Mittelstandszentrum im Gespräch mit dem Onlinemagazin NeueNachricht http://www.ne-na.de.

Der beschleunigte gesellschaftliche Wandel erfordere die Bereitschaft, sich stetig weiterzubilden, und die Fähigkeit, sich in der Vielfalt der Lernangebote zurechtzufinden. „Es zählt nicht nur Faktenwissen. Gefragt sind Kompetenzen wie die Fähigkeit, Probleme zu lösen, teamübergreifend zusammen zu arbeiten und sich auf neue Anforderungen einzustellen, kurzum: das Lernen zu lernen“, weiß Stoye-Mingers.

Durch den schnellen technologischen Wandel müsse vor allen Dingen in Unternehmen die Bereitschaft geweckt werden, dass Veränderungen zum täglichen Leben gehören. Nur Mitarbeiter die sich anpassen könnten und flexibel seien, unterstützen ihr Unternehmen, um auf dem Markt wettbewerbsfähig zu bleiben.

„Auch dauerhaft erfolgreiche Unternehmen fällt es immer schwerer, kontinuierliche überdurchschnittliche Ergebnisse zu erreichen. Hat ein Unternehmen früher mit einer ein mal entwickelten Strategie Jahrzehnte arbeiten können, ist der Wandel in der heutigen Zeit so schnell, dass auch bei dauerhaften Produkten mindestens ein Facelifting durchgeführt werden muss“, sagt die Weiterbildungsexpertin Stoye-Mingers. An der Erfolgsstory des Mobilfunks könne man die Schnelllebigkeit der Zeit erkennen: „Das erste Handy kam erst 1983 auf den Markt und war wegen seines hohen Preises den Chefetagen vorbehalten. Inzwischen ist die Penetration mit Handys in manchen Staaten höher als 80 Prozent und die Möglichkeit zur ständigen Kommunikation verändert auch unsere Lebensgewohnheiten“, betont Stoye-Mingers.

Viele Menschen würden sich nach Stabilität und Beständigkeit sehnen, trauern der scheinbar „guten, alte Zeit“ nach und assoziieren damit Sicherheit, Verlässlichkeit und Ruhe. „Alleine die Umgestaltung der Büroräume oder die Einführung eines neuen Formulars empfinden Mitarbeiter als Eingriff in die alltägliche ‚geordnete Welt: Selbst ‚kleine’ Veränderungen können zu einem Proteststurm führen. Das zeigt auch das Beispiel eines mittelständischen Unternehmens, das ein neues Zeitsystem einführen wollte. Jeder Mitarbeiter wurde angehalten, seine effektive Arbeitszeit in einer Tabelle einzutragen. Schon in der Planungsphase brodelten die Gerüchte. Die Mitarbeiter fürchteten schärfere Kontrollen und Repressionen. Die Geschäftsleitung hat bei der Präsentation des neuen Tools dann auch noch versucht, die Bedenken der Belegschaft unter den Teppich zu kehren und begrenzte die Diskussion auf 15 Minuten. Entsprechend groß war die Empörung“, sagt Stoye-Mingers.

Geheimniskrämerei führe zu schlechten Geschäften. Auf diese Formel lassen sich auch die Ergebnisse einer Studie des internationalen Personalforschungs- und Beratungsunternehmens ISR http://www.isrsurvey.com bringen, für die Mitarbeiter aus 41 Ländern befragt wurden. In Deutschland gaben 61 Prozent der Befragten an, dass sie von wichtigen Veränderungen im Unternehmen nur über den Flurfunk erfahren. Damit belegt Deutschland einen der letzten Plätze. Wesentlich mehr Offenheit herrscht in den skandinavischen Ländern. In Dänemark gaben nur 41 Prozent an, dass sie von wichtigen Unternehmensentscheidungen lediglich nach dem Prinzip der stillen Post informiert werden.

Laut ISR-Studie besteht bei 57 internationalen, börsennotierten Konzernen ein Zusammenhang zwischen interner Kommunikation und Unternehmenserfolg. Firmen, in denen überdurchschnittlich viele Mitarbeiter angaben, gut informiert zu sein, verzeichneten auch deutlich steigende Aktienkurse. Wählt man an der Stelle von Offenheit Geheimniskrämerei, dann jagt eine Horrormeldung die nächste. „Die Mitarbeiter werden mental blockiert“, weiß die Beraterin Stoye-Mingers, die in Kooperation mit Justus Consulting http://www.justus-online.de Veränderungsprozesse in Unternehmen begleitet.

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 61674
 2011

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Flurfunk und mentale Blockaden – Veränderungsstress in Unternehmen“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von Medienbüro Sohn

Bild: Netzwerkeffekte verändern die Arbeitswelt
Netzwerkeffekte verändern die Arbeitswelt
Willkommen in den 50er Jahren: Personalentwicklungskonzepte aus dem letzten Jahrhundert lassen Unternehmen alt aussehen München/Wetter an der Ruhr - Die meisten deutschen Unternehmen versprühen noch den Charme der 50er Jahre, wenn es um Arbeitsstrukturen geht. Hoch qualifizierte Fachkräfte können sie damit in Zukunft nicht mehr halten: „Mit den gängigen Konzepten können Unternehmen keinen Blumentopf mehr gewinnen, und schon gar keine Top-Kandidaten“, so Uwe Zirbes, Chef von der Firma „hunting heads International" www.huntingheads.de in Wett…
Bild: Studie - Getränkeverpackung beeinflusst Handelsrendite - Kostenspreizung über 133 Prozent
Studie - Getränkeverpackung beeinflusst Handelsrendite - Kostenspreizung über 133 Prozent
Köln - Die Getränkeverpackung hat nach einer Studie des des EHI Retail Institute ehi.org gravierende Auswirkungen auf die Rendite. So verursacht eine 1-Liter-Mehrwegflasche durchschnittlich 7,82 Cent Kosten im Einzelhandel, PET-Einweg kommt auf 4,61 Cent und der Getränkekarton liegt bei 3,36 Cent. Treiber dieser Kostenspreizung von mehr als 133 Prozent sind neben Unterschieden in der Raumausnutzung die im Pfandsystem begründeten Aktivitäten zur Rücknahme und Sortierung von Leergut. Sowohl beim Transport als auch bei der Präsentation der Ware…

Das könnte Sie auch interessieren:

Trendmonitor „Interne Kommunikation 2011“: Social Media (noch) unwichtig
Trendmonitor „Interne Kommunikation 2011“: Social Media (noch) unwichtig
Berlin: Obwohl viele Unternehmen in den vergangenen Jahren auch in der internen Kommunikation Social Media wie Blogs und Wikis installiert haben, misst ihnen die Mehrzahl der internen Kommunikatoren derzeit noch wenig Bedeutung bei – so ein Ergebnis der Umfrage „Trendmonitor Interne Kommunikation“ der school for communication and management, des prmagazins …
Bild: Wenn der Flurfunk übernimmt
Wenn der Flurfunk übernimmt
Was Teamkonflikte mit Unternehmen machen, warum Führungskräfte oft zu spät reagieren – und weshalb Klarheit wichtiger ist als HarmonieVon Ralf HasfordMontagnachmittag in Berlin. Beim 18. Berliner Business Barcamp sitzt eine Gruppe von Unternehmerinnen, Führungskräften und Verantwortlichen aus Organisationen in einer 45-minütigen Session mit dem Titel …
Bild: Die MenschenerkennerBild: Die Menschenerkenner
Die Menschenerkenner
… neuen Buch den Finger in die Wunde und illustriert, wie unreflektiert und dilettantisch Personalauswahl betrieben wird und zeigt, wie man es besser machen kann.Unternehmen, die erfolgreich sein wollen, sind auf fähige Mitarbeiter angewiesen. Ganz gleich ob Führungskraft, Manager oder Spezialist – Fehlbesetzungen kosten Zeit und Geld. Warum erwischen …
Bild: Umgang mit der Komplexität – Kommunikation in der Wirtschaft
Umgang mit der Komplexität – Kommunikation in der Wirtschaft
„Es ist nie, wie es gesagt wird – sondern wie es verstanden wird“Warum Missverständnisse Unternehmen, Verwaltungen und Organisationen teuer zu stehen kommen? Ralf Hasford zeigt auf, wie Kommunikationstraining helfen wird, wieder handlungsfähig zu werden oder es im Wandel zu bleiben.Berlin, 5. Mai 2026. Ein Satz wird ausgesprochen – eine Bedeutung entsteht. …
Bild: Nachhaltig statt Zukunftsängste - das neue Selbstbewusstsein der Blogger
Nachhaltig statt Zukunftsängste - das neue Selbstbewusstsein der Blogger
… abschminken. Letztes Jahr wähnten sich Blogger noch im Hintertreffen. Schnell wachsende Neulinge, die auf Instagram mal kurz Zigtausende Follower bekamen, liefen ihnen den Rang ab. Klar investierten Unternehmen lieber in Influencer mit großer Reichweite. Nach dem Motto: Viel hilft viel. Was sich schön anhörte und zu einem schnellen Glücksgefühl für beide Seiten wurde, …
Bild: my:topic – Das interaktive Themen-Tool von schalk&friends schafft Transparenz in der UnternehmenskommunikationBild: my:topic – Das interaktive Themen-Tool von schalk&friends schafft Transparenz in der Unternehmenskommunikation
my:topic – Das interaktive Themen-Tool von schalk&friends schafft Transparenz in der Unternehmenskommunikation
… 18. Dezember 2009. Das neue interaktive Themen-Tool my:topic wurde von der Münchner Agentur für neue Medien schalk&friends entwickelt, um ein Standardproblem der Unternehmenskommunikation zu lösen: Wie lässt sich der Informationsbedarf einer Anspruchsgruppe schnell und eindeutig ermitteln? Durch den Einsatz von my:topic erhalten Management und Kommunikationsverantwortliche …
Bild: Buchneuerscheinung: „Wahnsinn Büro – Überleben zwischen E-Mail-Fluten, Gerüchteküche und Meetingmarathon“Bild: Buchneuerscheinung: „Wahnsinn Büro – Überleben zwischen E-Mail-Fluten, Gerüchteküche und Meetingmarathon“
Buchneuerscheinung: „Wahnsinn Büro – Überleben zwischen E-Mail-Fluten, Gerüchteküche und Meetingmarathon“
… Die Autorin Anne Katrin Matyssek ist Diplom-Psychologin und approbierte Psychotherapeutin. Sie arbeitet seit zehn Jahren als Rednerin und Management-Trainerin für Verwaltungen und Unternehmen der freien Wirtschaft. Bei ihrer Reise durch unterschiedlichste Arbeitswelten lernte sie alle Facetten des „Wahnsinns Büro“ kennen: vom brüllenden Chef über WWM …
Bild: Gründen ohne Chaos: Wie Brigitte Litzenberger Frauen den Weg in die Selbstständigkeit erleichtert
Gründen ohne Chaos: Wie Brigitte Litzenberger Frauen den Weg in die Selbstständigkeit erleichtert
… die sie brauchen – sei es privat finanziert oder über eine Förderung. Der wichtigste Schritt ist, ins Handeln zu kommen“, betont Brigitte Litzenberger.Gründer Flurfunk: Wertvolle Impulse für GründerinnenNeben ihrem Mentoring bietet Brigitte Litzenberger wertvolle Inhalte für Gründerinnen in ihrem 'Gründer Flurfunk' an – einer Serie kurzer Sprachnachrichten …
Bild: Flurfunk-App startet im April in Stuttgart und macht lokale Informationen auf neue Art verfügbar
Flurfunk-App startet im April in Stuttgart und macht lokale Informationen auf neue Art verfügbar
… wachsenden Startup-Szene in Stuttgart. Dank des Mentorennetzwerks und der Teilnahme an zahlreichen Startup-Veranstaltungen in Stuttgart und Region konnten Kontakte zu anderen Unternehmen geknüpft werden, daraus ergaben sich erste Partnerschaften. Das Startup sucht weiterhin nach Partnerschaften und Investoren und freut sich über die Kontaktaufnahme.
Flirt-Knigge für die Weihnachtsfeier: Fünf Dos & Don’ts
Flirt-Knigge für die Weihnachtsfeier: Fünf Dos & Don’ts
… ist, verbrennt sich meist die Finger. Da helfen im Nachhinein nur klare Worte, die den Ausrutscher entschuldigen und der Ausblick, sich künftig lediglich aufs Berufliche zu beschränken. 5. Flurfunk bedenken Bei allem was man tut, sollte man bedenken, dass man am nächsten Morgen wieder im Büro sitzt. Ein solcher Tag kann zur Qual werden, wenn man mit …
Sie lesen gerade: Flurfunk und mentale Blockaden – Veränderungsstress in Unternehmen