openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Maschinen wie eine App bedienen

15.03.201216:54 UhrIT, New Media & Software
Bild: Maschinen wie eine App bedienen
Touchoberfläche für Tonregieanlagen
Touchoberfläche für Tonregieanlagen

(openPR) Am Software Competence Center Hagenberg (SCCH) werden individuell angepasste Touchscreen-System entwickelt. Nicht nur Smartphones und Tablets werden per Touchscreen bedient, sondern auch bei Industrieanlagen und anderer spezialisierter Technik greift man seit bald 20 Jahren auf die Eingabe per berührungssensitiven Bildschirmen zurück. Dort kamen jedoch dort bisher relativ ungenaue, sogenannte resistive Touchscreens zum Einsatz, die nicht mehrere Berührungseingaben zu einem Zeitpunkt verarbeiten konnten.



Wolfgang Beer, Forscher am SCCH arbeitet daran, die Bedienkonzepte von zeitgemäßen Smartphones mit ihren fortschrittlichen Touchscreens auch bei industriellen Benutzerschnittstellen anzuwenden. Alte Systeme bestehen oft aus überfüllten und unübersichtlichen Eingabemasken mit umständlicher Menüsteuerung. "Neue Interfaces sollen mit jenen Mehrfingergesten, die man von Smartphones kennt, durch aktivitätsgetriebene Dialoge gesteuert werden", erklärt Beer.

Das Interface soll "mitdenken" und nur jene Optionen anbieten, die aktuell zielführend sind. Keine unnötigen Informationen sollen von der momentanen Aktion ablenken. Ähnlich wie bei Smartphone Apps haben die Eingaben auch ein entsprechendes grafisches oder akustisches Feedback zur Folge. "Kunden erwarten etwa, dass das Scrollen durch eine Liste genauso läuft und bremst, wie das momentan auf dem iPad der Fall ist", so Beer.

Mit dem Salzburger Tontechnikanbieter Acousta Engineering entwickelte Beer beispielsweise ein neues Bedienkonzept für professionelle Tonregieanlagen, die unter anderem beim Rundfunk verwendet werden, um Mikrofone und andere Audioquellen zu koordinieren und live zu schalten. Früher waren auf den Touchscreens solcher Anlagen die abgebildeten Equalizer ihren nicht virtuellen Vorläufern nachempfunden und die angezeigten Drehregler waren mühsam zu bedienen. Bei den neuen Interfaces modifiziert der Tontechniker direkt die Equalizerkurve und zieht sie zu einem Punkt seiner Wahl.

Mit einem oberösterreichischen Steuerungshersteller arbeitet Beer zudem am Interface für Spritzgussmaschinen, in denen Kunststoff unter hohem Druckk in Formen gespritzt wird. Hier sollen Anwender künftig per Fünffingergeste von einem Eingabebildschirm zum nächsten wechseln, um die Maschine umzurüsten oder Fehler in der Produktion zu erkennen.

"Um zu einem neuen Interface zu kommen, müssen zuerst die bestehenden Eingabemethoden analysiert werden, um Schlüsselaktionen zu erkennen", erklärt Beer. Darauf basierend entwirft er mit seinem Team ein durchgängiges, konsistentes Interaktionsmodell. "Man muss darauf achten, dass eine Aktion etwa immer mit derselben Wischbewegung ausgeführt wird." Die Anwendungen unterscheiden sich dabei sehr: "Ein Interface in einer lauten Produktionshalle, wo das Interface mit einem Handschuh bedient wird, muss anders aussehen als in einem Tonstudio."

Entwickler haben bei industriellen Geräten auch keine Programmierumgebung wie beim Smartphone zur Verfügung, wo das System die Gestenerkennung übernimmt, die man dann für das Erstellen einer App verwenden kann. Da und dort versuchen Maschinenhersteller aber bereits, das App-Konzept selbst abzuschauen: Eine Heizungssteuerung, auf der Apps eingebettet sind, könnte auch den Ertrag der Solaranlage, den Stromverbrauch und die Wettervorhersage anzeigen.

Mehr Information auf www.scch.at und www.acousta.at

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 616728
 163

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Maschinen wie eine App bedienen“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von Software Competence Center Hagenberg (SCCH)

Bild: Transfer Learning ermöglicht die Nutzung von KI auch mit wenig DatenBild: Transfer Learning ermöglicht die Nutzung von KI auch mit wenig Daten
Transfer Learning ermöglicht die Nutzung von KI auch mit wenig Daten
Daten sind das neue Öl, sagt man. Was tun, wenn die nötigen Daten fehlen, um KI-basiert Prognosemodelle, zum Beispiel im industriellen Bereich, effizient nutzen zu können? In solchen Fällen setzt das Software Competence Center Hagenberg (SCCH) Transfer Learning ein. Beim Transfer Learning bedient man sich vortrainierter Modelle aus anderen Kontexten, wodurch ein Mangel an Trainingsdaten kompensiert und die KI daher günstiger und leichter eingesetzt werden kann. "Seit 2010 setzen wir im Bereich Data Science Methoden des Transfer Learning ein.…
Bild: Prof. Dr. Robert Wille ist neuer wissenschaftlicher LeiterBild: Prof. Dr. Robert Wille ist neuer wissenschaftlicher Leiter
Prof. Dr. Robert Wille ist neuer wissenschaftlicher Leiter
Das Software Competence Center Hagenberg (SCCH) hat mit Prof. Dr. Robert Wille einen neuen wissenschaftlichen Leiter: Der Informatiker aus Bremen wurde 2015 als einer der jüngsten Professoren an die JKU geholt, leitet seit 2019 das LIT Secure and Correct Systems Lab und ist zudem weiterhin als Senior Researcher mit dem Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) verbunden. „Das SCCH ist durch seine Forschung in den Bereichen Data & Software Science ein wesentlicher Innovationspartner der heimischen Wirtschaft und eine zentra…

Das könnte Sie auch interessieren:

Bild: Linstep Service-App optimiert technischen Kundendienst im MaschinenbauBild: Linstep Service-App optimiert technischen Kundendienst im Maschinenbau
Linstep Service-App optimiert technischen Kundendienst im Maschinenbau
Das Thema Industrie 4.0 ist gegenwärtig in aller Munde, denn die Digitalisierung bietet viele neue Chancen für die Vermarktung von Produkten. Hersteller von Maschinen und Anlagen stehen dafür ein, dass ihre Maschinen jederzeit einsatzbereit sind und legen deshalb größten Wert auf einen erstklassigen Kundenservice. Für die Maschinenwartung hat die Linstep …
Bild: klickrent erobert die Smartphones seiner KundenBild: klickrent erobert die Smartphones seiner Kunden
klickrent erobert die Smartphones seiner Kunden
… in Richtung vollständiger Digitalisierung des Mietmarktes. Mit der jüngst entwickelten App wird nun auch der mobile Zugriff auf die Mietangebote des Marktplatzes für Baumaschinen und Equipment erleichtert. Das erklärte Ziel des Unternehmens ist die Vereinfachung des gesamten Mietprozesses für den Kunden. Seit Dezember 2015 ist die kostenlose klickrent …
Bild: Industrieautomation 4.0: Apps entwickelt zur Gerätesteuerung für Siemens SIMATIC S7Bild: Industrieautomation 4.0: Apps entwickelt zur Gerätesteuerung für Siemens SIMATIC S7
Industrieautomation 4.0: Apps entwickelt zur Gerätesteuerung für Siemens SIMATIC S7
… Industrie-Steuerungen für Tablets. Das AppPlusMobile Systemhaus zeichnet neben der eingehenden Beratung verantwortlich für die Spezifikation und App Entwicklung. Mit den Apps kann der Maschinenführer oder auch der Schichtleiter die Maschinen analysieren & visualisieren sowie steuern & warten. So erhält man jederzeit und verzögerungsfrei den Überblick …
DiIT präsentiert Dashboard-App zur gezielten Optimierung der Kabelproduktion
DiIT präsentiert Dashboard-App zur gezielten Optimierung der Kabelproduktion
… Endgerät, das mit einem aktuellen Webbrowser ausgestattet ist. Die Kennzahlen stehen auf drei Ebenen zur Verfügung: unternehmensweit, für die einzelnen Werke und für die individuellen Maschinen. Per Drillthrough haben die Verantwortlichen die Möglichkeit, die Kennzahlen von der globalen Sicht über die Werke bis auf die einzelne Maschine herunterzubrechen. So …
Bild: Industrieautomation 4.0: Hohe Kostenersparnis durch Apps für IndustriesteuerungenBild: Industrieautomation 4.0: Hohe Kostenersparnis durch Apps für Industriesteuerungen
Industrieautomation 4.0: Hohe Kostenersparnis durch Apps für Industriesteuerungen
… und in der Galvanotechnik. Das AppPlusMobile Systemhaus zeichnet neben der eingehenden Beratung verantwortlich für die Spezifikation und App Entwicklung. Mit den Apps kann der Maschinenführer oder auch der Schichtleiter die Maschinen analysieren & visualisieren sowie steuern & warten. So erhält man jederzeit und verzögerungsfrei den Überblick …
Bild: Die Sichtkontrolle ist ein unerlässlicher Bestandteil im InstandhaltungsprozessBild: Die Sichtkontrolle ist ein unerlässlicher Bestandteil im Instandhaltungsprozess
Die Sichtkontrolle ist ein unerlässlicher Bestandteil im Instandhaltungsprozess
… oder auch sogenannte Sichtprüfungen sind in der Wartung und Instandhaltung unerlässlich und dienen der visuellen Überprüfung von beispielsweise elektrischen Anlagen und Maschinen. Dies gilt natürlich auch für sonstige Betriebseinrichtungen und Betriebsmittel, wie zum Beispiel Regalsysteme, Leitern und Tritte, Flurförderzeuge, etc.. Hierbei prüft der …
Bild: Sichtkontrollen sind in der Instandhaltung unerlässlichBild: Sichtkontrollen sind in der Instandhaltung unerlässlich
Sichtkontrollen sind in der Instandhaltung unerlässlich
Mit einer Software wird die Sichtprüfung und der Prüfungstermin nicht verpasst.In ihrem Unternehmen werden Maschinen, Geräte und Betriebsmittel verwendet? Dann sind Sie von der Prüfpflicht nach Betriebssicherheitsverordnung direkt betroffen.Ergebnisse der Sichtprüfung mobil und rechtssicher dokumentierenRegelmäßige Sichtkontrollen oder auch sogenannte …
DiIT präsentiert Dachmarke 4Wire und neue Produkte auf der productronica
DiIT präsentiert Dachmarke 4Wire und neue Produkte auf der productronica
… des bestehenden Portfolios stellt DiIT auf der productronica zwei neue Produkte vor. Das Messinstrument 4Wire RPM (Real Production Meter) erfasst die Auslastung von Maschinen und stellt sie in Echtzeit dar. Damit können Kabelsatzhersteller auf mögliche Fehlfunktionen sofort reagieren und gleichzeitig die Maschinenauslastung optimieren. Sensoren an den …
Bild: Industrielle IoT-Lösungen für kleine DigitalisierungsbudgetsBild: Industrielle IoT-Lösungen für kleine Digitalisierungsbudgets
Industrielle IoT-Lösungen für kleine Digitalisierungsbudgets
Maschinendaten in Echtzeit aufs Smartphone? Und das zu jeder Zeit und überall? Was auf den ersten Blick als Privileg von Großunternehmen mit großzügigem Digitalisierungsbudget erscheint, macht Mobile2b aus Köln jetzt auch für Produktionsbetriebe mit kleinerem Portemonnaie möglich. Denn für Maschinen und Anlagen von produzierenden Unternehmen bietet die …
Bild: Secure Remote Monitoring – Mit SeReMo Maschinen und Anlagen sicher im Blick!Bild: Secure Remote Monitoring – Mit SeReMo Maschinen und Anlagen sicher im Blick!
Secure Remote Monitoring – Mit SeReMo Maschinen und Anlagen sicher im Blick!
Betreiber von Maschinen und Anlagen verzichten häufig aus Sicherheitsbedenken auf ein Remote Monitoring ihrer Systeme. Damit bleiben Potenziale für einen optimalen Betrieb und eine reibungslose Wartung ungenutzt. SeReMo ist eine neuartige Lösung, die mit öffentlicher Förderung entwickelt wurde und nun erstmals auf der Productronica 2019 der breiten Öffentlichkeit …
Sie lesen gerade: Maschinen wie eine App bedienen