(openPR) Die Diskussion um die Reduktion der Einspeisevergütung für Strom aus Photovoltaik-Anlagen hat ein wenig den Blick dafür verstellt, dass selbst genutzter Solarstrom heute schon für weite Teile des gewerblichen Mittelstandes wirtschaftlich attraktiv ist.
Die Kosten für Energie aus fossilen Brennstoffen steigen nach wie vor, da der Energiehunger in weiten Teilen der Welt ungebrochen ist. Dies wird sich aller Voraussicht nach auch in den nächsten Jahren bzw. Jahrzehnten mit steigendem Wohlstand in Südamerika, Asien und Afrika nicht ändern.
Ein Unternehmen mit einem Jahresverbrauch von 200.000 kWh Strom und einer ausreichenden Dachfläche für eine Photovoltaik-Anlage mit 230 kWp Leistung entscheidet sich für eine Investition in die eigene Stromerzeugung, um sich zukünftig von Preissteigerungen auf dem Energiemarkt weitestgehend unabhängig zu machen. Natürlich muss in der sonnenarmen Zeit Strom vom Energieversorger nachgekauft werden, der nicht verbrauchte Solarstrom wird eingespeist, zukünftig zu 16,5 Cent/kWh.
Die Investition in Höhe von ca. 350.000 € wird langfristig zu einem günstigen Zins refinanziert, Zins und Tilgung machen jährlich 25.400 € aus, für Versicherung und Wartungsaufwendungen werden knapp 1800 € jährlich angesetzt, nur dieser Beitrag wird pro Jahr mit einer Kostensteigerungsrate von 3 % versehen.
Das Unternehmen zahlt heute 18 Cent/kWh mit allen Nebenkosten für seinen Strombezug, im Jahr etwas über 34.000 €. Die Photovoltaikanlage verursacht etwas über 27.000 € Gesamtaufwendungen , das sind pro kWh knapp 14 Cent/kWh. Eingespeist werden kann zu 16,5 Cent/kWh. Schon mit der Inbetriebnahme der Anlage sieht es gut aus - auch ohne Subvention für die Eigennutzung. Mit der Zeit allerdings wird der Vorteil der Photovoltaik-Anlage gegenüber Fremdbezug des Stromes richtig groß.
Bei einer angenommenen durchschnittlichen Preissteigerung von 7% jährlich für den Bezug von Strom steigt die Stromrechnung aus dem Beispiel von 34.125 € auf 123.414 €. Die Kosten für den eigenen, solar erzeugten Strom steigen dagegen nur gering, nämlich für die Kostenposition Wartung und Versicherung. Hier angenommen mit 3 % jährlich, dies bedeutet dann konkret in Zahlen ausgedrückt eine Steigerung von 27.145 € auf 28.471 € nach 20 Jahren. Natürlich muss extern Strom zugekauft werden und dafür fallen dann auch die hohen externen Kosten an, aber eben nur für einen Teil des Strombedarfes.
Werden die Kostendifferenzen zwischen eingekauftem und selbst erzeugten Strom Jahr für Jahr aufaddiert, ergibt sich hier ein Betrag von 844.000 € für den Zeitraum der im Diagramm dargestellten Zeitspanne von 20 Jahren. Selbst wenn ein Viertel dieser Differenz für den Zukauf von Strom notwendig würde, bliebe noch ein beträchtlicher Vorteil von mehr als 600.000 €. Das Diagramm und die kumulierten Mehrkosten zeigen bildhaft und mit konkreten Zahlen das Kostenrisiko auf, wenn kein eigener Strom aus erneuerbaren Energien erzeugt wird. Für den Nutzer einer Photovoltaik-Anlage sinkt das Kostenrisiko für die Stromversorgung beträchtlich. Die Rahmenbedingungen für die Finanzierung dieser Anlagen sind sehr günstig - und die Sonne stellt keine Rechnung aus.














