(openPR) Claus Friede*Contemporary Art präsentiert im Kunstforum Markert neue Werke des in Hamburg lebenden Künstlers Till Nowak.
Eröffnung: 24.3.2012 um 18 Uhr
Laufzeit: 25.3. bis 28.4.2012
Öffnungszeiten nach Vereinbarung. Eintritt frei.
Mit freundlicher Unterstützung der Markert Gruppe.
Kunstforum Markert
Droopweg 31
20537 Hamburg
www.kunstforum-markert.de
„The Experience of Fliehkraft”: Seit 2007 sammelt Nowak Filmsequenzen von Fahrgeschäften von Jahrmärkten verschiedener Städte und manipulierte diese. Das Werk besteht aus sieben einzelnen kurzen Videoclips von physikalischen Unmöglichkeiten, die allerdings so wirklichkeitsnah dargestellt sind, dass der Betrachter staunend davor steht. Sieben große Pläne der einzelnen Phantasiegebilde ergänzen den Zyklus. Schon seit seiner Kindheit faszinieren den Künstler die Fahrgeschäfte, die sich nun in einem eigenen Kunstwerk katalysieren. In modernen Vergnügungsparks verbinden sich gigantische Industriemaschinen mit oberflächlich blinkender Unterhaltungsfassade zu einem bizarren Gemisch. Zwei Facetten unserer Zivilisation treffen bei “The Experience of Fliehkraft” besonders intensiv aufeinander und erzeugen eine Gefühlsmischung aus Faszination, Belustigung, Angst und Staunen. „Für mich sind diese Maschinen Ausdrucksformen des Verlangens dem Alltag zu entkommen und Glücksgefühle zu generieren“, sagt Till Nowak dazu.
„Sus”: Das Musikvideo zum gleichnamigen Stück der norwegischen Ambient-Elektronik-Band “Pjusk” präsentiert die schneebedeckte Berg- und Fjordwelt Norwegens in einer manipulierten, traumartigen Version. Die Oberflächen der Landschaft verflüssigen sich als ob sie chemischen Prozessen unterzogen würden. Zudem wird bewusst mit der Verzerrung von Größenverhältnissen gespielt. Riesige Formen erscheinen plötzlich mikro- und makroskopisch, wodurch der Mensch als winziges Wesen in Bezug auf unsere Umwelt thematisiert wird – einer Idee der sich die norwegische Nationalromantik schon bediente.
„Habitat“ ist die neuste Arbeit des Künstlers. Sie ist die Extremform einer zivilisatorischen Schichtung. Sowohl architektonisch-urbane als auch sozio-kulturelle Schichten unterschiedlicher Epochen sind in ihr zu sehen. Von den Villen und Kuppeln in der Oberstadt über einen breiten ‚Äquator’ bis hin zu schattigen Wohnungen, Antennengärten und der Kanalisation der Unterstadt.
„Was in einem sozialwissenschaftlichen Diagramm eine Pyramide wäre, ist in meinen Träumen eine Kugel“, sagt der Künstler. „Die Kugelform fasziniert mich seit Jahren und ich gehe experimentelle Wege mit ihr. Die Kugelstadt „Habitat“ kann als selbstironischer Kommentar des Baubooms der globalen Mega-Cities gesehen werden, während sie gleichzeitig Ausdruck utopischer Phantasien ist.“













