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Viviane Gernaert, Florian Breetzke: "Schichten"

10.10.201108:23 UhrKunst & Kultur
Bild: Viviane Gernaert, Florian Breetzke: "Schichten"
Florian Breetzke:
Florian Breetzke: "Landschaft 4", 2007, Öl auf Leinwand, 200 x 150 cm

(openPR) Das Kunstforum Markert zeigt in seiner neuen Ausstellung „Schichten“ Werke zweier junger, in Hamburg lebender Künstler. Viviane Gernaert (*1976) studierte Kunst am Institut Superieur de Peintre in Brüssel und an der Hochschule für bildende Künste. Florian Breetzke (*1974) absolvierte sein Kunststudium an der University British Co-lumbia Canada und an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Hamburg.



Laufzeit: 28. Oktober 2011 bis 15. Januar 2012
Eröffnung: Donnerstag 27. Oktober um 19:00 Uhr
Kuratiert von Claus Friede
Zur Ausstellung erschienen zwei Kataloghefte.

Kunstforum Markert
Droopweg 31
20537 Hamburg
www.kunstforum-markert.de
Im Rahmen des Kunstförderprogramms der Markert Gruppe

Öffnungszeiten nach Vereinbarung: Tel. (04321) 8701-0
Eintritt frei

Für weitere Informationen und Bildmaterial wenden Sie sich bitte an:
Claus Friede, E-Mail


Zu den Künstlern:
Momente von Bewegung: Viviane Gernaert bezieht sich in ihrem plastischen und zeichnerischen Werk auf zeitgenössische Filme des Genres Martial Arts und auf das Kampfspiel abgerichteter Hunde. Beide Interessensgebiete sind mit dem Begriff Ge-walt zu fassen.
Schaut man sich allerdings die Plastiken und Zeichnungen aufmerksam an, so ver-liert sich dieser Begriff schnell, denn die eingefrorenen, kraftvollen Bewegungsmo-mente, die sichtbar bleiben, wirken derartig ästhetisch, dass jedes Moment von Ge-walt, Brutalität und Kampf ausgeblendet erscheint.
Ihre, aus fixierten Geweben und Stoffen bestehende Figuren sind Momentaufnah-men eines Bruchteils von Bewegung. Bewegung und Handlung gehen dabei eine kausale Beziehung ein, weil sie einen entscheidenden Moment der filmischen Vorla-ge repräsentieren. Wie der tatsächliche Ablauf weitergehen könnte bleibt nur dem Filmkenner vorbehalten, den anderen verbleibt ihre Fantasie.
Die Objekte sind keine klar umrissenen Figuren, vielmehr suggeriert die Art und Wei-se der „wehenden“ Erscheinungen Bewegungen sowie das zeitliche Vorher wie Nachher.

Die in Zellan gegossenen und glanzlackierten Hundeskulpturen bestätigen trotz un-terschiedlicher Materialität auf gleichem Wege die Ästhetisierung von Kampfszenen ohne deren Idealisierung. In ihnen spielt jedoch gegensätzlich zu den Gewebeskulp-turen nicht die Instabilität den Tenor, sondern das ineinander verkeilte Kraftspiel. Das gegeneinander zweier kämpfender Hunde ist zeitgleich das miteinander der physi-schen Bewegungsrichtung, die sich in den festgebissenen Köpfen als Knoten ver-dichtet. Verstärkt wird dieser Eindruck durch den von der Künstlerin gewählten Ver-zicht von Farbigkeit. Die Hunde sind porzellanhaft weiß oder klavierlackfarben schwarz.

Die Handzeichnungen – Kohle auf Papier – sind gegenüber den Objekten feine, filig-rane Linienführungen und Schraffuren. Sie dienen nicht der bloßen skizzenhaften Überlegung für Skulpturen, sondern sind als eigenständiger serieller Werkbereich anzusehen. Allein wie Viviane Gernaert die miteinander ringenden Hunde auf den Papierträger komponiert und vergleichbar den Skulpturen, eine ungeheure Dynamik kreiert, bestätigt diese Behauptung. Auch in ihren Zeichnungsreihen sind Aufmerk-samkeitszentren zu finden, die Bewegung bündeln oder hervorheben: die Stärke der Schraffur, die Ausarbeitung der Details und die ihr gegenübergestellte Fragmentie-rung.


Vielschichtig: Florian Breetzkes Werk ist kaum älter als zehn Jahre, zählt man seine Studienzeit in Hamburg und Kanada hinzu. Was sich allerdings in diesem Zeitraum künstlerisch entwickelt hat ist bemerkenswert und zeigt eine breite Facette der sen-siblen malerischen und zeichnerisch-grafischen Kraft des Künstlers.

Seine Bildwerke sind thematisch dual an der Tierfigur und der Landschaft orientiert. Letztgenannte kann äußerst farbig, manchmal sogar schrill und beißend sein, und seine Formensprache reicht innerhalb eines Bildes vom amorphen, nebulösen Far-braum bis zur festen geometrischen und architektonischen Gegenfigur. Dennoch hat die Mehrzahl seiner Bilder auch eine düstere, mystische, bedrückende Seite. Die dadurch ausgelöste Gefühlsambivalenz beim Betrachter führt wie bei einem guten Film dazu ‚dran’ zu bleiben, sich magisch angezogen zu fühlen und das Interesse den Dingen der Bilderwelt Breetzkes auf den Grund zu gehen. Allerdings wird man den Grund weder erblicken noch erreichen, dafür hat der Künstler gesorgt, denn er benutzt Stilvariationen und -kombinationen. Zudem scheinen viele seiner Betitelun-gen auf reinen visuellen Inspirationen zu beruhen, die erst nach Fertigstellung des jeweiligen Bildes bestimmt werden.
Lediglich die eine erwähnte Motiv-Art will sich immer wieder deutlich neben dem Landschaftsraum in den Vordergrund rücken: die eines Tieres. Diese Modellierungen der animalischen Formen kehren in allen Werkkomplexen immer wieder seriell oder punktuell auf.

Für alle Arbeiten gilt gleichermaßen, dass Florian Breetzke wie ein Alchemist vor-geht, das Experimentieren dem wissenschaftlichen Forschen vorzieht. Diese Ar-beitsweise ist immens erfrischend, denn sie zeigt Seiten der Kunst, die auf dem ab-wechslungsreichen Verhältnis von Prinzip und Zufall, von Humor und Ernsthaftigkeit und von Naivität und Erfahrung beruht.

Claus Friede

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