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ROT als Lebensfarbe - Prachensky und Peters im Dialog

27.02.201211:28 UhrKunst & Kultur
Bild: ROT als Lebensfarbe - Prachensky und Peters im Dialog
Markus Prachensky, Cinque Terre, 2003, Acryl/Leinwand, 105 x 160 cm
Markus Prachensky, Cinque Terre, 2003, Acryl/Leinwand, 105 x 160 cm

(openPR) GALERIE RIEDER

Erstmals zeigt die Galerie Rieder in einer spannenden Gegenüberstellung Malerei des 2011 verstorbenen Markus Prachensky und Bildhauerei von Herbert Peters.

Prachenskys Umgang mit Farbe ist großzügig, tektonisch-gestisch, radikal. In seiner Aktion „Peinture Liquide“, die 1959 im Theater am Wiener Fleischmarkt, 1960 im eigens dafür angemieteten Aschaffenburger Stadttheater inszeniert wurde, schüttete er rote Acrylfarbe kübelweise über meterhohe Leinwände, bis diese komplett bedeckt waren, stimuliert durch die parallel dazu uraufgeführte, elektronische Musik Hermann Heises.


Zwischen Ordnung und Chaos, Zufälligkeit und Autonomie soll sich die Farbe frei, aber kontrolliert artikulieren; der Künstler behält die Aufsicht über ihre vom Gegenstand, jedoch nicht von seiner Hand und seiner Inspiration losgelöste Entwicklung.
Von ihm als Lebensbilder bezeichnet, dokumentieren die Werke Abschnitte seines Daseins. Kontinuierlich erscheint in ihnen Rot, von Prachensky als die Farbe seines Lebens verinnerlicht, der Emotionales, Leidenschaftliches, Unruhiges und Gefährliches immanent ist, und die zugleich differenzierte Momente und Stimmungen der Wirklichkeit vermittelt.

Im Zentrum des in Wien ausgebildeten Architekten und Malers steht die Auseinandersetzung mit der Landschaft: Ägypten, Kalifornien, Japan, Frankreich und besonders Italien animieren ihn zu Darstellungen mit kräftigem Kolorit und sensibler Lichtführung unter dem Einfluss balinesischer Musik, Dixie, Jazz und Bach’schen Barockkantaten, die ihn bei seiner Arbeit begleiten. Nach dem Ort der Bildentstehung und der während des Malvorgangs aufgenommenen Musik betitelt Prachensky seine Serien und Suiten.

Gesehenes und Erfahrenes wird in Chiffren transformiert. Prachenskys Bilder sind Abbreviaturen für Wahrgenommenes, Anspielungen auf ihn Faszinierendes wie Elemente der Architektur: Grundrisse, Fassadendetails, Friese und Säulen. Das ungegenständliche, in einer individuellen, gestisch-emotionalen Formensprache geschaffene Bild tritt gleichberechtigt dem tatsächlich Vorgefundenen gegenüber, ist Landschaftsassoziation.

Im Oeuvre von Herbert Peters (1925-2006)
findet seit den 1960er Jahren eine intensive Beschäftigung mit der menschlichen Figur statt. Er thematisiert die Kohärenz zwischen den als Stele, Torso, Bozzetto, Ombra, Prisma und Dreiteilig bezeichneten Körpern und ihrer Tektonik, Stabilität und Labilität.

Ausgehend von organischen Strukturen fasziniert den aus Ostpreußen stammenden Bildhauer das fragmentarische, blockhafte des Torso. Er erfährt betonte, Raum greifende Rundungen, Dreidimensionalität, erscheint als eigenständiger, abweisender Monolith, der durch seine weich ausformulierten Kanten, die zurückgenommenen sanften Kurven und die nuanciert bearbeiteten Oberflächen Subtilität vermittelt.
Die Außenhaut seiner Bronzen symbolisiert Verletzbarkeit, macht die Spuren des Bearbeitungsprozesses nachvollziehbar.

Unter Berücksichtigung menschlich bedingter und geometrischer Gestaltungsprinzipien entwickelt Herbert Peters die Form über Dezennien hin zur Abstraktion. Der Verzicht, das virtuose Weglassen alles Prätentiösen sowie die bevorzugt eingesetzten Materialien Sandstein, Bronze, Eisen, Zementguss und Gips akzentuieren die Komplexität, Strenge und Reduktion seiner Stelen, Torsi und Scheibenformen.

Dauer.: 8. März bis 8. Mai 2012
Preview: 7. März 2012, 19 Uhr,
Einführung: Dr. Hanne Weskott

Öffnungszeiten: Di-Fr 11--13 Uhr/14-18 Uhr,
Sa 11-15 Uhr

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