(openPR) Samthandschuhe und Fingerspitzengefühl
Dr. Friedhelm Bürger nimmt Patienten die Angst vorm Zahnarzt
Alzey, 23.02.2012 - Laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstutes Forsa hat fast jeder fünfte Deutsche Angst vor einer zahnärztlichen Behandlung. Ein Teil davon hat sogar panische Angst. Für Patienten, die allein schon beim Gedanken an den Zahnarzt Schweißausbrüche oder Magenschmerzen bekommen, gibt es spezielle Behandlungsmethoden und Tipps von Dr. Friedhelm Bürger, Zahnarzt im Rheinland-pfälzischen Alzey.
Am besten ist es natürlich, wenn man den Zahnarztbesuch als eine Notwendigkeit akzeptiert und die Behandlung gelassen über sich ergehen lässt. Doch leider gelingt das vielen nicht. Aus unterschiedlichen Gründen, die Dr. Bürger benennt: „Viel hängt davon ab, welche Erfahrungen bei den ersten Arztbesuchen gemacht wurden, welches Bild Eltern ihren Kindern vom Zahnarzt zeichnen und selbstverständlich auch, wie ängstlich oder schmerzempfindlich jemand ist.“
Angenehme Atmosphäre schaffen
Neben denjenigen, die Angst haben, gibt es auch solche mit panischer Angst. Dr. Bürger weiß aus Erfahrung, dass diese Patienten behandlungswillig sind, wenn man ihnen zeigt, dass sie mit ihrer Angst ernst genommen werden. Vom gesamten Personal ist Einfühlungsvermögen gefragt. Angefangen bei der Rezeption, die den ängstlichen Patienten einem Behandler zuweist, der in diesem Moment auch ausreichend Zeit hat, richtig zuzuhören. Das Team sollte informiert sein, dass es sich um einen Angstpatienten handelt, damit entsprechende Vorbereitungen getroffen werden können. So sollte auf jeden Fall als erstes ein Gespräch mit dem Arzt stattfinden. Dieser kann dann bestimmen, wann und welche Behandlung stattfinden kann. Generell müssen Situationen vermieden werden, die die alten Ängste wecken oder in der sich der Patient ausgeliefert und hilflos beziehungsweise machtlos fühlt „Zuerst versuche ich eine beruhigende Atmosphäre zu schaffen, in der der Patient sich wohl fühlt. Ich rede mit ihm in ruhiger Tonlage. Wenn ich das Gefühl habe, dass ich mit der Behandlung beginnen kann, dann erkläre ich dabei, was ich tue, wenn der Patient das wünscht. Am Ende jeder Sitzung gebe ich ihm eine positive Rückmeldung und fordere ihn auf, aus seiner Sicht über die Behandlung zu sprechen.“ In vielen Fällen stoße diese Art der sanften Behandlung, die hypnotische Ansätze beinhaltet, auf positive Resonanz, erzählt Dr. Bürger. Allerdings gäbe es auch schwierigere Fälle und Menschen, die schon beim Betreten der Praxis Schweißausbrüche bekommen. Hier ist dann seine Kollegin, Dr. Andrea Bohnke, gefragt, die unter anderem auf phobische Patienten spezialisiert ist.
Patienten mit Phobie – zum Zahnarzt gehen neu lernen
Das Problem der Phobiepatienten ist, dass sie in einem Teufelskreis von Angst und Scham gefangen sind, der sie über Jahre davon abhält zum Zahnarzt zu gehen. Dieses Verhaltensmuster gilt es abzulegen, wobei Dr. Andrea Bohnke hilft: „Durch ein ausführliches Gespräch finde ich zuerst zusammen mit dem Patienten heraus, wovor er konkret Angst hat.
Es gibt Ängste, die sind unbegründet, andere sind sehr real. Ich gebe dem Patienten Hilfestellungen, wie er diese differenzieren kann.“ Erfahrungsgemäß bleiben letztendlich nur ganz wenige Situationen übrig, die Angstauslöser sind. „Diese kann ich dann vermeiden oder wenn nicht möglich, den Patienten behutsam damit konfrontieren und somit langsam seine Ängste abbauen.“ Voraussetzung dafür ist, erzählt Dr. Bohnke, eine stabile Vertrauensbasis zwischen dem Patienten und ihr. Sie nimmt ihn ernst und vereinbart Zeichen, mit der er jederzeit die Behandlung stoppen kann. Ziel dieser Vorgehensweise ist es, dass der Patient lernt seine Ängste zu analysieren und seine Reaktionsmechanismen zu erkennen. So kann er seine Verhaltensmuster ändern und lernt das „zum Zahnarzt gehen“ neu. Bohnkes Bilanz: „Es funktioniert. Bereits nach wenigen Behandlungssitzungen kommen die Patienten relativ angstfrei und entspannt zum Zahnarzt.“
Angst verlieren – den richtigen Zahnarzt finden
Wer panische Angst vorm Zahnarzt hat, dennoch aber einsieht, dass ein Besuch unumgänglich ist, dem rät Dr. Bürger folgendes: „Bei dieser Patientengruppe ist es besonders wichtig, dass sie einen Zahnarzt findet, zu dem sie Vertrauen aufbauen kann und einer, der idealerweise auf Angstpatienten spezialisiert ist." Im ersten Schritt kann hier eine Internetrecherche Auskunft geben, im nächsten Schritt empfiehlt Dr. Bürger, einen Kennenlerntermin zu vereinbaren. „Am besten, man geht zum Zahnarzt, wenn es nicht akut ist, sondern nur, um ihn kennen zu lernen und zu beurteilen, ob die Chemie stimmt und man ein gutes Gefühl hat.“ Bestenfalls nutzt man den ersten Besuch für eine kleine, harmlose Zahnstein-Behandlung: „So nähert man sich schrittweise an und bekommt ein Gefühl dafür, ob der Zahnarzt auch für schwierigere Behandlungen in Frage kommt."










