(openPR) Er liegt auf einem goldenen Brett, eingeschlossen in ein Vakuum. Schon seine Abbildung auf dem Geschenkkarton macht einem den Mund wässrig, auf das, was sich in der gekühlten Styroporpackung verbirgt: Ausgerechnet am Rande des Odenwalds, in der 3000 Seelen-Gemeinde Wilhelmsfeld im Rhein-Neckar-Kreis, macht einer der mit Medaillen ausgezeichnetsten Räucherlachse Norwegens Halt, bevor er deutschlandweit ausgeliefert wird. Bei der Firma norgelachs (www.norgelachs.de). Aber warum bestellen beispielsweise Nordlichter im Odenwald ihren Lachs? „Schuld daran" ist die Familie Gläser, das sind das Ehepaar Wolfgang und Margarete sowie die beiden Töchter Sandra und Simone, die mit ihrer Firma norgelachs Simone Gläser seit 1996 erfolgreich die besondere Fischart vertreibt.
Angefangen hatte alles mit einer Lachsprobe in einer kleinen norwegischen Räucherei 1992: „Aus Neugierde entschieden wir uns im Urlaub dazu", erinnern sich Wolfgang und Margarete Gläser. Dabei sprach eigentlich alles gegen Räucherlachs, denn der heute 62-jährige machte, wie er sagt, nach unzähligen, berufsbedingten Hotelaufenthalten bis dahin stets einen Bogen um jedes Lachsbüfett. Drei Worte genügten ihm, um den Fisch zu beschreiben; "Salzig, wabbelig und fettig."
Der Fisch-Test in Norwegen erstaunte Wolfgang und Margarete: „Dieser schmeckte wesentlich besser!" Weil man im Sommer dort auch Wildlachse kauften konnte, bekamen die Gläsers eine ausschlaggebende Erkenntnis: Der Wildlachs sagte ihnen weniges zu als der Zuchtlachs, obwohl sie zuvor der Ansicht waren, besser als die Natur kön-ne man es eigentlich nicht machen.
Doch jetzt hatten die Gläser „Blut geleckt", nahmen auch für Bekannte, Freunde und Familienangehörige in Deutschland die Delikatesse aus Norwegen mit. „Der hat noch wirklichen Rauch gesehen", sei beispielsweise ein befreundeter Koch begeistert gewesen. Fortan nah¬men die Besorgungen solche Ausmaße an, dass die Feinschmecker ihre Geschäftsidee plötzlich vor Augen hatten: Sie wollten ausschließlich hochwertigen Lachs vertreiben.
Noch heute schmunzelt Wolfgang Gläser, der der seinen Töchtern beim Lachsvertrieb mit Rat und Tat zur Seite steht und seine Ideen in den Lachsvertrieb miteinbringt, wenn er an die erste Lieferung mit 600 geräucherten Filets zurückdenkt: „Eine Spedition hatte uns die Ware aus Norwegen geliefert und ich transportierte die Fracht in meinem Geländewagen nach Hause." „Wir bekamen den Lachs auf Paletten zusammengedrückt, ohne Zollabfertigung und zum Teil ohne Vakuum", erzählt das Familienoberhaupt von den ersten Gehversuchen des kleinen Unternehmens. Fragen und Probleme wie „In welcher Verpackung verschickt man den Lachs am besten?" oder „Wie bekommt man ihn unversehrt nach Deutschland?' erforderten von allen Flexibilität und Organisationstalent.
Nach der Existenzgründung verteilten sich die Aufgaben von selbst: Während Sandra den kaufmännischen Teil des Betriebes abwickelt, kümmert sich die Kommunikationsdesign-Studentin Simone um die Werbung.
Um für den reibungslosen Ablauf des Vertriebes zu sorgen, packt jedes einzelne Familienmitglied im wahrsten Sinne des Wortes mit an. „Unser Hauptgeschäft spielt sich in der Winterzeit ab", spricht Jungunternehmerin Simone aus Erfahrung. Neben Räucherlachs haben die Wilhelmsfelder Feinschmecker ihr Angebot mittlerweile mit den Sorten Graved Lachs, Pfefferlachs und Stremellachs ausgebaut. Neu im „Programm" ist Lachs-Konfekt.
Rund 1500 Privatpersonen der 150 Firmen und eine Verfünffachung des Umsatzes: Dass der wirtschaftliche Erfolg auf den Qualitätsanspruch der Lachs-Renner zurückzuführen ist, bestätigen jedes Jahr vereidigte Fischsachverständige: Typischer Geruch nach Rauch, typischer Geschmack und Fischfleisch ansprechend zart, nicht fett". Die Zeitschrift „Essen und Trinken" vergab in ihrer Ausgabe 10,2002. beste Kritiken für das skandinavische Erzeugnis.
Beste Kritiken von Fachleuten
Trotz dreimaligen Räuchereien-Wechsels ist die Firma ihrer Philosophie treu geblieben: Seit 2000 ist Simone Gläser einer der größten Kunden einer kleinen Räucherei, die laut der norwegischen Fischereizeitung „Norsk Ferke Oppdratt" als beste Räucherei Norwegens mit Goldmedaillenprämierungen gilt.
Nicht nur das Produkt, ihr Firmenkonzept habe sich ebenso bewährt, sagt Sandra: ihre Ware .kommt, nur mit Zwischenstopp in Wilhelmsfeld, exakt an einem vorher vereinbarten Liefertermin beim Kunden an. Neben dem deutschen möchten die innovativen Fischhändler aber noch den Schritt auf einen völlig anderen Markt wagen. Das große Ziel ist die Belieferung des Hotels „Burj Al Arab" in Dubai. Das alleinige Vertriebsrecht für Dubai haben sie sich bei ihrem norwegischen Lieferanten bereits beantragt.









