(openPR) Die Energiewende bietet den Bürgern, den Unternehmen und den Öffentlichen Händen neue regionale Entwicklungsmöglichkeiten: vor Ort regenerative Energie gewinnen und vermarkten. In einer dynamischen Gründungswelle entstehen in Deutschland gegenwärtig mehr als hundert Energiegenossenschaften, jeweils im Besitz von ca. 50 bis 100 Beteiligten. Etwa 2000 Unternehmen dieser Art sind eine realistische Zielgröße, erwarten Prof. Dr. Wolfgang George (Gießen) und Thomas Berg (Wörrstadt).
Die Ökologie-Spezialisten beschreiben gemeinsam mit 23 weiteren Fachleuten in einem aktuellen Fachbuch, wie Energiegenossenschaften gegründet und betrieben werden. Klaus Töpfer sieht die boomende Entwicklung im Zusammenhang mit dem zunehmenden Verantwortungs- und Umweltbewußtsein in der Bevölkerung. Dabei stehen mehrere Ziele gleichzeitig im Fokus:
- ökologische Vorteile
- Energiegewinnung und Vermarktung auf kurzem Weg
- ökonomische Vorteile für die regionale Wirtschaft und Kommunen
- verantwortliche Bürgerbeteiligung
Zwischen Idee und Realisierung können große Lücken klaffen mit dem Ergebnis desaströser Fehlinvestitionen. Daher betont George: "Um umfassendere Energieprojekte auf ihre Durchführbarkeit hin zutreffend bewerten zu können, ist die Anwendung einer ganzheitlichen Methode unverzichtbar." Der Wissenschaftler stellt das Verfahren einer energieerschließenden Machbarkeitsanalyse vor. Das Scoresystem umfasst die entscheidenden acht Bereiche: Energieträger, Energieeffizienz, Markt- und Wettbewerbsbedingungen, ökonomische Bedingungen, Makrosoziologie, Mikrosoziologie, rechtliche und rahmenpolitische Bedingungen, Projektdurchführung.
Wolfgang George, Thomas Berg (Hrsg.) Energiegenossenschaften gründen und erfolgreich betreiben. (Bd. 5 der Reihe Regionales Zukunftsmanagement) Pabst, Lengerich/Berlin, 230 Seiten, ISBN 978-3-89967-729-4









