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Rückblick: 2011 hat garanbo 221 Produktrückrufe veröffenlticht

Bild: Rückblick: 2011 hat garanbo 221 Produktrückrufe veröffenlticht

(openPR) Giftig, defekt, gefährlich – auch 2011 haben zahlreiche Rückrufe von Herstellern und Importeuren für Verunsicherung bei den Verbrauchern geführt. Allein bei Garanbo wurden im letzten Jahr 221 Rückrufe veröffentlicht.

Dabei gelangen in den meisten Fällen nur besonders spektakuläre oder teure Rückrufe in den Fokus der öffentlichen Aufmerksamkeit. Man erinnert sich beispielsweise an die Rückrufe der Brustimplantate des französischen Unternehmens PIP. Der Hersteller verwendete für die Implantate minderwertiges Silikon. Der amerikanische Chip-Gigant Intel musste im vergangenen Jahr sogar mit dem teuersten Rückruf der Firmengeschichte kämpfen.



Das fehlerhafte Design einer neuen Chipgeneration machte Probleme. Der Konzern musste nicht nur die Chips zurückrufen (300 Millionen Dollar Kosten), sondern auch seine gesamte Produktion anpassen um den Fehler künftig zu vermeiden (geschätzte 700 Millionen Dollar Kosten). Auch bei den PKWs gab es in Deutschland wieder zahlreiche Rückrufe. Für das Jahr 2011 meldete das Kraftfahrtbundesamt 185 Rückrufe der Hersteller - jeden zweiten Tag im Jahr ein Rückruf.

Für Schlagzeilen sorgten dabei japanische Autohersteller. Toyota musste im Februar 2011 aufgrund von Problemen mit einer undichten Gasleitung weltweit 1,7 Millionen Fahrzeuge in die Werkstätten zurückrufen. Damit setzte sich die Serie von massenhaften Rückrufen beim ehemals weltgrößten Autokonzern auch im vergangenen Jahr fort. Honda sorgte mit einem Rückruf für 2,5 Millionen Fahrzeuge aufgrund eines Defekts am Automatikgetriebe ebenfalls für einen negativen Höhepunkt.

Vorsicht bei chinesischen Produkten

Im gut dokumentierten deutschen Markt bleibt dem betroffenen Verbraucher für gewöhnlich ein Rückruf seines PKWs nicht verborgen. Spätestens über die Benachrichtigung durch das Kraftfahrtbundesamt erfährt man vom möglichen Defekt und kann das Problem in einer Werkstatt beheben lassen. Bei allen anderen Produkten erfordert es einen wachsamen und informierten Verbraucher. So beispielsweise bei Produkten die aus China importiert wurden. Auch in diesem Jahr bezogen deutsche Firmen und Importeure aus dem Reich der Mitte unzählige Produkte, die allermeisten in gutem Zustand. Doch es gibt auch negatives zu berichten. Bei Lederartikeln sind chinesische Produkte häufig mit dem giftigen Chrom VI belastet, eine Substanz, deren Verwendung in der europäischen EU stark eingeschränkt ist, da sie giftig ist und krebserregend wirkt. Immer wieder veröffentlicht Garanbo auch Rückrufe aufgrund giftiger Substanzen wie Weichmachern (z.B. sogenannte Phthalate), die oftmals in Spielzeug eingesetzt werden. Eine weitere Gefahr für Kleinkinder, die von Spielzeugen ausgehen, ist die mangelhafte Fertigung der Produkte. Eine große Anzahl der Rückrufe aus diesem Bereich geht darauf zurück, dass sich Kleinteile von den Spielsachen lösen können, die Babys und Kleinkinder verschlucken können. Dann droht sogar Erstickungsgefahr.

Elektronik, Kosmetik, und Bienen – Gefahr für Mensch und Tier

Aus dem Bereich Technik und Elektronik erreichen uns immer wieder Rückrufe von Akkus. Ob in Notebooks, Handys oder Smartphones - das Problem ist häufig dasselbe. Die Akkus können überhitzen, bei einigen besteht dann sogar Brandgefahr. Packard Bell vermeldet im Dezember 2011 beispielsweise eine solche Gefahr für Notebooks einer bestimmten Baureihe aus dem Jahr 2007.

Besonders tückisch sind Rückrufe bei Produkten, die eigentlich Sicherheit versprechen sollten. So etwa bei Rückrufen für Brand- oder Kohlenstoffmonoxidmelder. Garanbo veröffentlichte Rückrufe von Herstellern solcher Geräte, die mögliche erhöhte Konzentrationen von Kohlenmonoxid gar nicht erkannten – und stumm blieben. Solche Produkte dürfen nicht auf den Markt!

Aus dem Bereich Kosmetik und Pflege lässt sich ein anderer gefährlicher Trend herauslesen. Neben den schon bekannten risikoreichen hautaufhellenden Crèmes, rücken auch Tätowierfarben in den Fokus. Problematisch ist hierbei oftmals die Belastung der Farben mit sogenannten polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK). Diese sind laut Bundesinstitut für Risikobewertung bei mehr als 0,5mg/kg eine "ernste Gefahr". Garanbo veröffentlichte 2011 mehrere Rückrufe, in denen diese Grenze deutliche überschritten wurde. PAK entfetten die Haut, führen zu Hautentzündungen und können Hornhautschädigungen hervorrufen sowie die Atemwege, Augen und den Verdauungstrakt reizen. Einige PAK sind beim Menschen außerdem eindeutig krebserregend.

Von fehlerhaften oder giftigen Produkten sind übrigens nicht nur Menschen betroffen. Auch Bienen kann schon mal mit einem Rückruf geholfen werden. So geschehen bei einem Verdunster, der zur Bekämpfung einer Milbenart von Imkern eingesetzt wird. Der Hersteller meldete einen Defekt des Verdunsters der, sobald er im Einsatz war, ganze Bienenvölker bedrohte.

Die Beispiele aus dem letzten Jahr zeigen, dass Verbraucher nach wie vor wachsam sein müssen, wenn sie Ihre Ansprüche auf fehlerfreie Produkte durchsetzen wollen. Garanbo hält Verbraucher über aktuelle Warnhinweise und Rückrufaktionen über Produkte aus dem Non-Food-Bereich auf dem Laufenden.

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