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Autistischen Kindern den Spracherwerb erleichtern: Computergestütztes Studierenden-Projekt der FH FFM

14.02.201218:26 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung
Bild: Autistischen Kindern den Spracherwerb erleichtern: Computergestütztes Studierenden-Projekt der FH FFM
Ab in den Kochtopf: FH-Studierende entwickeln Konzept für computergestütztes Lernspiel
Ab in den Kochtopf: FH-Studierende entwickeln Konzept für computergestütztes Lernspiel

(openPR) An der Fachhochschule Frankfurt am Main (FH FFM) haben Studierende ein Konzept für ein computergestütztes Lernspiel entwickelt, das den Spracherwerb von autistischen Kindern über Körperbewegungen unterstützen könnte. Das Projekt „LYSA“ (Learning sYStem for Autistic children) wurde interdisziplinär von Studierenden der Pflege und Informatik im Master-Studiengang Barrierefreie Systeme (BaSys) durchgeführt. Microsoft Deutschland nahm LYSA in die Initiative „Chancenrepublik Deutschland“ auf. Anhand von 30 Projekten wird dort gezeigt, wie Lösungen für gesellschaftliche Herausforderungen mittels innovativer Informationstechnologie aussehen können.



Frühkindlicher Autismus ist weitgehend genetisch bedingt. Er beeinflusst unter anderem die Wahrnehmung und die Kommunikation. Der Spracherwerb läuft meist langsamer ab. „Wie kann man diese Kinder unterstützen?“ fragten sich die Studierenden der BaSys-Projektgruppe und konzipierten die Idee für das Lernspiel. Sie entwickelten eine Software-Demonstration, die zeigt, wie die Kinder gefördert werden könnten. Hierfür verwendeten sie den Kinect-Sensor von Microsoft. Mit diesem können die Kinder allein über ihre Bewegungen direkt mit dem Spiel interagieren. Der übliche Controller wird durch den eigenen Körper ersetzt. Alle Bewegungen lassen sich visuell auf einem Bildschirm abbilden. „Sprache setzt sich aus einem Objekt und einer dazugehörigen Bezeichnung zusammen. Die Kinder werden beispielsweise aufgefordert, für eine Mahlzeit eine Kartoffel in den Kochtopf zu werfen. Über ihre Handbewegungen greifen sie die virtuellen Objekte und legen sie in einen virtuellen Kochtopf“, erklärt David Heun, Sprecher der studentischen Projektgruppe, die Idee des Spiels. „Das fertige Programm würde später auf einem sogenannten intelligenten Tutor basieren. Er würde den aktuellen Zustand und den Bildungsgrad des Kindes erkennen und gezielt auf dessen Bedürfnisse eingehen“, erläutert Heun mit Blick in die Zukunft. „Derzeit konnten wir den Tutor leider noch nicht realisieren, dies könnte aber in einer nächsten Projektphase geschehen. Dabei würden uns dann Professoren der FH Frankfurt und der Goethe-Universität unterstützen.“

Das Projekt LYSA ist Teil einer langfristigen Kooperation zwischen dem FH-Studiengang BaSys und dem Lehrstuhl für Texttechnologie der Goethe-Universität Frankfurt. Ziel ist es, lernende intelligente Systeme für die Kommunikation mit Menschen zu entwickeln. „Den Absolventinnen und Absolventen von BaSys bietet die Zusammenarbeit die Möglichkeit, ihrem Master eine Promotion folgen zu lassen“, erläutert Prof. Dr. Gerd Doeben-Henisch, Leiter des Schwerpunktes „Intelligente Systeme“ im Studiengang BaSys. „ Im Januar 2012 konnte der erste Absolvent von BaSys seine Promotionsstelle an der Goethe-Universität antreten“.

Auf dem „Innovation Day“, einer Veranstaltung von Microsoft Deutschland, stellten die FH-Studierenden im Januar 2012 ihr Projekt vor. Ralph Haupter, Geschäftsführer von Microsoft Deutschland, nahm LYSA als Pilotprojekt in die „Chancenrepublik Deutschland“ auf. „Das Projekt LYSA zeigt, dass moderne IT den gesellschaftlichen Fortschritt vorantreiben kann. Genau das ist das Ziel unserer Initiative: Mit innovativen Pilotprojekten aus Industrie, Forschung und Lehre wollen wir konkret zeigen, dass Informationstechnologie Lösungen für zentrale gesellschaftliche Herausforderungen bietet. Mit der ‚Chancenrepublik Deutschland‘ wollen wir nicht nur den Beweis antreten, dass sich gesellschaftliche Innovationen lohnen, sondern auch für eine neue Innovationskultur werben, die Wirtschaft, Wissenschaft, Gesellschaft und Politik mit einbezieht und so den Standort Deutschland stärkt“, sagt Haupter.

Der Master-Studiengang Barrierefreie Systeme der FH FFM vereint drei eigenständige Profile mit unterschiedlicher fachlicher Ausrichtung. Je nach Schwerpunkt sind dies Barrierefreies Planen und Bauen, Intelligente Systeme zur Lebenshilfe oder Case Management für barrierefreies Leben. Absolvent(inn)en erwerben einen Master-Abschluss mit Hinweis auf den gewählten Schwerpunkt. Ein wichtiger Bestandteil des Studiums ist die Arbeit an einem schwerpunktübergreifenden Projekt. Der viersemestrige Studiengang richtet sich an Absolvent(inn)en aus den Bereichen Architektur, Städtebau und Innenarchitektur sowie Informatik und Ingenieurwesen oder Pflege- und Sozialwissenschaften, Gesundheits- und Rehawissenschaften, Sozialarbeit, Sozialpädagogik sowie Ergo- und Physiotherapie. Die Bewerbungsfrist für das Wintersemester 2012/13 endet am 15. September 2012.

Weitere Informationen zum Projekt LYSA unter: http://www.basys.fh-frankfurt.de/dokuwiki/de:home:kinder:projekt:lysa

Video zu LYSA unter: http://www.youtube.com/watch?v=1b4FXB8VVNM

Details zum Master-Studiengang BaSys unter: http://www.fh-frankfurt.de/de/fachbereiche/uebergreifende_angebote/basys.html

Mehr zur Initiative „Chancenrepublik Deutschland“ unter: www.chancenrepublik-deutschland.de und www.facebook.com/chancenrepublik

Kontakt: FH FFM, Fachbereich 2: Informatik und Ingenieurwissenschaften, Prof. Dr. Gerd Doeben-Henisch, Telefon: 069/1533-3007, E-Mail: E-Mail

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