(openPR) Berlin: trem- "Jin líng Shi San Chai" oder "The Flowers Of War" resp. "Die Blumen des Krieges", von Zhang Yimou.
Abgesehen von der filmischen Leistung von Zang Yimou und seinem Team veranschaulicht der Film das gewachsene und stets ungebrochene Bedürfnis in China, sich mit der eigenen , sehr leidvollen Geschichte auseinanderzusetzen. In diesem Beispiel unzensiert, da die Japaner darin vorkommen so wie sie waren. Deren tatsächliche Herrschaft wird indes kein Film auch nur ansatzweise erfassen können. Dennoch ist das Werk Zhang Yimous wohl das Eindrucksvollste, was Menschen bei diesem Vorbehalt vermögen.
Der Film, der Millionen Chinesen in die Kinos führte, spielt 1937. Wieder ist Nanking der Spielort. Nanking, offene Wunde in der chinesischen Geschichte und noch immer nicht verziehen. Von den Japanern noch immer nicht entschuldigt. Der deutsche Beitrag in dieser Tragödie, "John Rabe", ist bekannt. Der deutsche Film war nett. Filmischen Wert hat er nicht. Ganz anders "Die Blumen des Krieges". Hervorragendes Kino, Kino, das unter die Haut geht und Darsteller, die die Helden von damals in Szene setzen.
Die Beschreibung der Film-Geschickte im Berlinale Katalog dagegen ist nüchtern. Zu nüchtern und es hat den Anschein, als habe ihn der Autor der Beschreibung nicht gesehen:
"Nanking 1937: Die Invasion japanischer Truppen stürzt die chinesische Hauptstadt in Chaos und Verderben. Eine Gruppe von Schülerinnen kann die relativ sicheren Mauern der Winchester Cathedral erreichen, wo sich die Mädchen im Keller verstecken. In der Kathedrale sucht auch der Amerikaner John Miller Zuflucht. 13 Prostituierte aus einem nahe gelegenen Bordell flüchten sich ebenfalls in die Kirche. Als die Japaner das Haus stürmen, entgehen die Schülerinnen nur durch Millers beherztes Eingreifen der Vergewaltigung. Miller, der sich anfangs nur für die Wein- und Geldvorräte des Konvents interessiert, wächst immer mehr in die Rolle des Beschützers hinein. Als allerdings die Schülerinnen zum „Vorsingen“ zu einer japanischen Feier abkommandiert werden, kann nur noch eine List ihr Leben retten. Statt der Mädchen gehen die Prostituierten, verkleidet in Schuluniformen, in den sicheren Tod.
Chinas Regie-Star Zhang Yimou war bereits mehrfach zu Gast bei der Berlinale. Basierend auf Yang Gelings Roman 13 Flowers of Nanjing bringt der Regisseur mit dem Massaker von Nanking ein tragisches Kapitel der chinesischen Geschichte auf die Leinwand. Etwa 200.000 Menschen fielen dem Massaker zum Opfer."
Kein Film für schwache Gemüter. Aber ein Film, den man gesehen haben muss, um die geschändete Seele Chinas zu verstehen.










