(openPR) Im ausverkauften Saal des Schlosses Friedrichsfelde war am 21.01.2012, drei Tage vor dem 300. Geburtstag Friedrichs des Großen, die Premiere des Tanztheaterprojektes „Fritz von China – ein preußisches Capriccio“. Die Vorlage für das Stück stammt von keinem geringeren als dem preußischen König Friedrich II. Die Briefsatire wurde von Friedrich II. möglicherweise in der Zeit des Siebenjährigen Krieges (1756-63) verfasst, editiert wurde sie 1760.
Die künstlerische Leitung hatte Klaus Abromeit, der auch Autor der Rahmenhandlung ist und die Tänze choreographiert hat.
Das Tanztheaterprojekt bezieht sich auf Friedrich II. von Preußen, seine Motivation als Autor einer Briefsatire, seine Haltung zu europäischen Verhältnissen, aber auch zum Orient, besonders zu China. Der König ist gleichzeitig Kriegsherr, Autor des ‚Bericht des Phihihu’ und hier präsent als Theaterfigur „Fritz von China“ als künstlerische Erfindung.
Von Zeit zu Zeit wird Friedrich II. das Regieren sauer – besonders dann, wenn sich militärische Niederlagen und persönliche Kränkungen häufen. Wenn er doch der Kaiser von China wäre... Dieser denkt aufgeklärt und vernünftig wie er. Doch im Gegensatz zur eigenen oft misslichen Lage stellt sich der König von Preußen die Herrschaft eines Kaisers von China völlig unangefochten vor.
Heute will er “Fritz von China“ sein! Er will keinen Aderlass, keinen Einlauf und keine Schröpfgläser. Als “Fritz von China“ will er abrechnen und ihm ist jede Kanaille recht.
Die sechs Briefe des Phihihu wurden in einer kurzweiligen Mischung aus barockem Tanz, Elementen chinesischer Kampfkunst und Spielhandlung, live begleitet von einem jungen Cembalisten, aufgeführt.
Das Publikum bedankte sich mit lang anhaltendem Applaus bei dem Ensemble für den
gelungenen Theaterabend.









