(openPR) Die Taipeh Vertretung protestiert gegen die irreführende und falsche Länderbezeichnung, unter der Taiwan auf der Berlinale geführt wird.
Zunächst ist es eine große Freude, dass es zwei Filme aus Taiwan auf die Berlinale geschafft haben. Der Spielfilm „Spider Lilies“ läuft im Panorama und „Mei“, eine taiwanisch-amerikanische Koproduktion, bei den Kurzfilmen.
Von der Berlinale werden beide Filme präsentiert unter der Bezeichnung „Taiwan, China“. Diese Bezeichnung ist nicht nur falsch, sondern auch in hohem Grade beleidigend, und zwar vor allem aus drei Gründen:
1. Die Volksrepublik China hat auf Taiwan niemals hoheitliche Rechte besessen oder ausgeübt. Taiwan war zu keinem Zeitpunkt Teil der Volksrepublik China. Es hat sich aus eigener Kraft zu einem demokratischen, souveränen Staat entwickelt.
2. Zu den Errungenschaften der offenen Gesellschaft Taiwans gehören auch die Meinungs- und Pressefreiheit. Die Filmindustrie arbeitet natürlich auch ohne die Last staatlicher Vorgaben oder Zensur. Von solchen Bedingungen kann man in der Volksrepublik China nur träumen.
3. Es ist eine schwere Beleidigung für die Demokratie Taiwans, formal der autoritären Volksrepublik China zugeordnet zu werden, die zudem fast 1000 Raketen, Tendenz steigend, auf Taiwan gerichtet hat. Die Länderbezeichnung „Taiwan, China“ verspottet die Realität. Die beiden taiwanischen Filme auf der Berlinale sind nicht in China entstanden. Die Filmfeste in Cannes und Venedig haben dies verstanden. Dort werden Filme aus Taiwan auch unter „Taiwan“ geführt.










