(openPR) Sigmaringendorf – Auf ein äußerst erfolgreiches Jahr blickte der Theaterverein Waldbühne Sigmaringendorf in seiner Jahreshauptversammlung am vergangenen Wochenende zurück. Dabei wurde den Dorfer Schauspielern vom Präsidenten des Landesverbandes Amateurtheater Rolf Wenhardt bescheinigt: „Ihr habt euch in den vergangenen Jahren klammheimlich nach oben in die Spitzengruppe der baden-württembergischen Amateurtheater gespielt. Ja, ich möchte sagen, ihr seid in der Champions League angekommen.“
Mit über 14.000 Zuschauern wurde 2011 das beste Ergebnis aller Zeiten erreicht. Der Stolz hierauf klang natürlich in den Jahresberichten der Vorstandsmitglieder immer wieder an. Rolf Wenhardt, der langjährige Präsident des Landesverbandes Amateurtheater in Baden-Württemberg war denn auch begeistert von der guten Entwicklung des Theatervereins: „Wenn man euch sieht, da geht einem das Herz auf“, teilte er mit, bevor er sich unter Anspielung auf das Kinderstück des vergangenen Jahres, Pippi Langstrumpf, den Spaß nicht verkneifen konnte: „Wenn man Pippi macht, läuft es halt!“
Bürgermeister Alois Henne schloss sich in seinem Grußwort den positiven Eindrücken Wenhardts an und bezeichnete die Waldbühne wiederholt als „Aushängeschild der Gemeinde“, auf das man stolz sein könne.
Vorsitzender Walter Kordovan berichtete, dass im abgelaufenen Spieljahr Investitionen in Bühnenanlage und Technik in Höhe von ca. 17.000 Euro vorgenommen wurden. Er sprach den Jugendlichen um Nadja Kiesewetter, die mit der eigenständig realisierten Winterproduktion „Die Welle“ einen erfreulichen Erfolg feiern durften, ein großes Lob für ihr Engagement und ihre Leistung aus. Als Wermutstropfen erwähnte Kordovan das nicht immer störungsfreie Miteinander zwischen Theaterverein und Anwohnern und appellierte an alle Mitglieder darauf zu achten, dass unnötiger Lärm vor und nach den Aufführungen vermieden wird.
Jugendspielleiter Matthias Henne machte darauf aufmerksam, dass in naher Zukunft durch Schulabschluss und Studienbeginn einige Mitwirkende des Kinderstücks nicht mehr zur Verfügung stehen werden und warb um neue Mitglieder ab etwa 12 Jahren. Diese könnten sich jederzeit mit ihm oder seiner Assistentin Esther Rebholz in Verbindung setzen.
Auf den Kassenbericht, der entsprechend den guten Zuschauerzahlen auch eine solide finanzielle Situation des Vereins darstellte, folgte die einstimmige Entlastung der gesamten Vorstandschaft.
Rolf Wenhardt durfte nun zwei Vereinsmitglieder für ihre langjährige Verbundenheit mit dem Theater ehren: Reiner Kernler ist seit 25 Jahren auf der Waldbühne aktiv, als Spieler und zuletzt vor allem als Mitarbeiter im Vorverkaufs- und Kassenteam. Johann, genannt Jack Speh stand mit 8 Jahren erstmals auf der Bühne und konnte so mit noch nicht einmal 60 Jahren Alter bereits die Ehrenurkunde für 50-jährige Mitgliedschaft in Empfang nehmen. Der Verein ernannte Speh, der als Hauptverantwortlicher den Technikbereich der Waldbühne betreut, zum Ehrenmitglied.
Dann kam für Walter Kordovan der „traurigste Teil“ des Abends: Nach rund 30 Jahren als Bühnenmeister der Waldbühne legte Alois Ott sein Amt nieder. Er wolle aber weiterhin für die Waldbühne aktiv bleiben, „nur eben nicht mehr mit der Verpflichtung eines Amtes“. Ott, der bereits vor zwei Jahren zum Ehrenmitglied des Theatervereins ernannt worden war, erhielt zum Abschied ein Sweatshirt des Theatervereins mit dem Aufdruck „Bühnenmeister im Ruhestand“.
Zu seinem Nachfolger wurde der ortsansässige Schreiner Achim Speker einstimmig gewählt. Die Erleichterung, wieder einen fachkundigen Mann für das Amt des Bühnenmeisters gefunden zu haben, stand den Vereinsverantwortlichen sichtlich ins Gesicht geschrieben.
Mit der Verabschiedung einer in den letzten anderthalb Jahren entwickelten Geschäftsordnung für den Theaterverein endete die Jahreshauptversammlung in heller Vorfreude auf das Spieljahr 2012, für das sich interessierte Neueinsteiger noch beim Theaterverein melden können.












