(openPR) Die Dr. Becker Rhein-Sieg-Klinik nimmt an dem Pilotprojekt „Selbsthilfefreundliche Rehaklinik“ teil und unterschreibt eine Kooperationsvereinbarung mit der Agentur Selbsthilfefreundlichkeit NRW.
Nümbrecht. Für Patienten und Angehörige sind Selbsthilfegruppen oft ein wichtiger Halt während und auch nach einer Erkrankung. In den Gruppen finden sie sowohl Erfahrungswissen im Umgang mit der Krankheit als auch emotionale Unterstützung durch Gleichgesinnte. „Selbsthilfegruppen spielen für den Genesungsprozess eine wichtige Rolle. Sie können verhindern, dass Patienten nach ihrem Rehaaufenthalt in ein Loch fallen, sich einsam und isoliert fühlen oder ihre Übungen vernachlässigen“, weiß Dirk Schaffrath, Verwaltungsdirektor der Dr. Becker Rhein-Sieg-Klinik. Sein Haus kooperiert deshalb seit Jahren mit vielen verschieden Selbsthilfegruppen wie zum Bei-spiel der Multiple-Sklerose-Selbsthilfegruppe AKTIV e.V., dem Bundesselbsthilfeverband für Osteoporose e. V., dem Interessenverband Contergangeschädigter und deren Angehörige e. V. oder der Rheumaliga.
Die bereits bestehende enge Zusammenarbeit der Klinik mit den verschiedenen Selbsthilfegrup-pen überzeugte jetzt auch die Agentur Selbsthilfefreundlichkeit NRW. Neben der Rehaklinik Bad Oexen wählte sie die Rhein-Sieg-Klinik für die Umsetzung des Pilotprojekts „Selbsthilfefreundliche Rehaklinik“ aus. Ziel des Projektes ist es, die Zusammenarbeit zwischen Selbsthilfe und professi-oneller Versorgung zu stärken. „Unsere bisherigen Erfahrungen mit Akuthäusern und Ambulanzen haben gezeigt, dass es sinnvoll ist, während der Pilotphase auf bestehende Strukturen zurückzugreifen. Die Rhein-Sieg-Klinik arbeitet seit Jahren mit etlichen Selbsthilfegruppen zusammen, sodass wir hier gut ansetzen können“, begründet Monika Bobzien von der Agentur für Selbsthilfefreundlichkeit NRW die Entscheidung.
In gemeinsamen Qualitätszirkeln soll es nun darum gehen, dass die Rehakliniken und ausgewählte Selbsthilfegruppen tragbare und transferfähige Kriterien für die Zusammenarbeit entwickeln. So wird die Rhein-Sieg-Klinik zum Beispiel intern einen festen Ansprechpartner für die Selbsthilfe benennen und an Schulungen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zum Thema Selbsthilfe arbeiten. „Wir wollen unsere bestehenden Strukturen in diesem Bereich nachhaltig optimieren und standardisieren“, fasst Schaffrath die zukünftigen Auf-gaben zusammen. „Unsere Rehamaßnahmen zielen ja immer darauf ab, die Patienten zu ‚Experten in eigener Sache’, also ihrer Krankheit zu machen. Die Zusammenarbeit mit Selbsthilfegruppen führt diese Arbeit logisch fort. Wir haben ja beide, Rehaklinik und Selbsthilfegruppe, das gleiche Ziel. Und das ist der mündige Patient, der die Kraft der Selbsthilfe zu nutzen weiß.“
Das Pilotprojekt, für das jetzt die Kooperationsvereinbarung unterschrieben wurde, soll Ende 2012 abgeschlossen sein. Sobald die Qualitätskriterien nachweislich umgesetzt werden, kann die Aus-zeichnung „Selbsthilfefreundliche Rehaklinik“ bei der Agentur für Selbsthilfefreundlichkeit NRW beantragt werden.









