(openPR) Die Galerie KOELN-ART zeigt unter dem Ausstellungstitel
"UNTER HOCHDRUCK"
AKTUELLE POSITIONEN DES HOLZ- UND LINOLSCHNITTS
vom 27.01. bis 09.03.2012
aktuelle Arbeiten von
FRANCA BARTHOLOMÄI / HALLE
PHILIPP HENNEVOGL / BERLIN
GENARO STROBEL / LEIPZIG
LUISA SCHATZMANN / KÖLN
und Arbeiten von Christina Sauer, Bernhard Eberle und Julia Siegmund sowie Beispiele aus der grafischen Sammlung der Galerie.
Ausstellungseröffnung: Freitag, der 27.01.2012 ab 18 Uhr
Ausstellungsdauer: 27.01. bis 09.03.2012
Die grafische Kunst des Hochdrucks kennen die meisten Sammler eher aus den Zeiten der „Brücke" - also Arbeiten z.B. von Kirchner, Schmidt-Rottluff, Heckel oder Moeller. Dann vielleicht auch noch die Holzschnitte von Feininger, Campendonck, Masereel oder nicht zuletzt auch das große Werk des HAP Grieshaber. In den letzten Jahrzehnten spielte die Kunst des Linol- oder Holzschnitts jedoch nur eine untergeordnete Rolle auf dem Kunstmarkt, da viele Privatsammler an Papierarbeiten aufgrund deren konservatorischer Empfindlichkeit nur wenig interessiert waren - nun scheint diese Scheu mehr und mehr zu schwinden. Neue Positionen auf diesem Gebiet gab es wenige, bedingt auch dadurch, dass etliche Hochschulen die Ausbildung in druckgrafischen Techniken vernachlässigt hatten.
Dies änderte sich jedoch in den vergangenen Jahren, unterstützt durch die hervorragende Ausbildung junger Künstler z.B. an der Hochschule für Kunst und Design in Halle sowie an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig, wo diese Traditionen solide gepflegt werden.
So schreibt auch die Kunstzeitschrift „ART" in ihrer Novemberausgabe 2011: „Auf dieser Grundlage sind Höhenflüge möglich, auch wenn die grafische Ausbildung während des Studiums vielen Studenten eher lästig war. Ob Holzschnitt, Radierung oder Linolschnitt, all diese Techniken erleben gegenwärtig eine Renaissance, von der nicht nur Sammler profitieren. Vor allem spezialisierte Werkstätten können sich vor Anfragen kaum retten. Nach dem Boom der Malerei grassiert in Leipzig nun ein regelrechtes Druckfieber."
Aus Leipzig kommt auch GENARO STROBEL, der an der Hochschule bei Heribert C. Ottersbach studiert. Er zeigt in der KOELN-ART-Ausstellung „Unter Hochdruck" großformatige Holzschnitte, die mit unterschiedlichen Techniken bearbeitet wurden - neben der üblichen Sticheltechnik kommen bei Strobel auch Lasergravurtechniken zum Einsatz.
FRANCA BARTHOLOMÄI aus Halle, die als Dozentin auf der Burg Giebichenstein arbeitet, zeigt in ihren ungewöhnlichen, z.T. großformatigen Drucken auf Japanpapier „irreale Bildräume, in denen traumhafte Zustände, Erinnerungen und Visionen ausdrucksstark und überzeugend sowohl präsentiert als auch reflektiert werden" (aus der Würdigung von Dr. Jürgen Pech zur Verleihung des 1. Preises der Grafiktriennale Frechen 2011 an Franca Bartholomäi).
Durch zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland und nicht zuletzt durch die Verleihung des Preis des Mainzer Stadtdruckers 2010/11 wurde PHILIPP HENNEVOGL in den letzten Jahren bekannt. Seine bis zu zwei Meter großen Holzschnitte zeigen urbane Gerüststrukturen, von Technik dominierte Interieurs oder auch stilllebenhafte „Haufen" von Abfall, deren Vorlagen er in Berlin und an anderen Orten fotografiert hat. Zusammen mit Holzschnitten der Künstlerin Christiane Baumgartner und des Schweizer Künstlers Franz Gertsch hatte er in 2011 eine vielbeachtete Ausstellung im Franz-Gertsch Museum. Hennevogls Arbeiten sind in etlichen Museen und Sammlungen vertreten.
LUISA SCHATZMANN aus Köln, die Ende der 70er Jahre bei Prof. Karl Marx, Prof. W. Schriefers und Daniel Spoerri studierte, hat in ihrer langjährigen künstlerischen Tätigkeit neben der Malerei auch immer ausdrucksstarke Linolschnitte geschaffen, in denen sie sich mit Themen wie Landschaft, Kosmos, Mythen und alten Kulturen auseinandersetzte. Luisa Schatzmanns Arbeiten sind in zahlreichen Sammlungen vertreten.
Neben den genannten Künstlern zeigt die Galerie KOELN-ART im Rahmen dieser Ausstellung noch aktuelle Arbeiten von Christina Sauer, Bernhard Eberle und Julia Siegmund sowie Arbeiten aus der grafischen Sammlung der Galerie.
www.koeln-art.de













