(openPR) Erfurt, 13. Januar 2012. Nachdem bereits Ende des vergangenen Jahres ein Insolvenzverfahren über die Südfinanz Finanzanlagen Vertriebs-Aktiengesellschaft (Frankfurt am Main) eingeleitet wurde, fragen sich nun viel Anleger: „Was ist los bei der Südfinanz Holding AG? Gibt es das Unternehmen überhaupt noch? Was ist mit unserem Geld?“
„Wir befürchten das Schlimmste“, betont Claudia Lunderstedt-Georgi, Geschäftsführerin des DVS Deutschen Verbraucherschutzrings e. V. aus Erfurt. „Wir versuchen bereits seit einiger Zeit, das Büro der Südfinanz Holding AG zu erreichen, bekommen aber keine Verbindung. Es geht niemand ans Telefon. Das sind meist keine guten Anzeichen. Wir befürchten, dass viele Menschen, die bei der Südfinanz Holding AG ihr Kapital angelegt haben, ihr Geld werden buchstäblich abschreiben können“, unterstreicht die DVS-Geschäftsführerin.
Die Südfinanz Holding AG hatte im vergangenen Jahr ihren Firmensitz von Regensburg nach Frankfurt verlegt. Damals titelte die Mittelbayerische Zeitung: „Südfinanz kracht zusammen“ und berichtete ausführlich über die finanziellen Probleme des Unternehmens. So hat das Unternehmen seit November 2010 keine Zinsen mehr an die Anleger bezahlt und diese immer wieder vertröstet.
Dass bei dem Unternehmen manches im Argen liegt, zeigt auch die Tatsache, dass die Südfinanz Holding AG keine Jahresabschlüsse für die Jahre 2009 und 2010 mehr vorgelegt hat. Und die Internet-Links zu den Tochterfirmen der Südfinanz Holding AG sind nahezu alle abgeschaltet. Lediglich die Multicon AG aus Leipzig ist derzeit noch erreichbar.
Die Südfinanz Holding AG hatte im Jahr 2008 Teilschuldverschreibungen mit einer Verzinsung von neun Prozent und einer Laufzeit bis 2015 herausgegeben. Das geplante Volumen lag bei 25 Millionen Euro.
„Es wird sich zeigen, ob sich die Verantwortlichen einfach nur auf Kosten der Anleger die Taschen gefüllt haben, oder ob die Anleger zumindest noch einen Teil ihres Geldes zurückerhalten können“, erklärt Claudia Lunderstedt-Georgi.
Gegen Franz Nerb, dem Vorstand der Südfinanz, hat die Staatsanwaltschaft Regensburg laut eines Berichts einer Zeitung strafrechtliche Ermittlungen u. a. wegen des Verdachts auf Insolvenzverschleppung eingeleitet.
Geschädigte Anleger können sich an den DVS Deutscher Verbraucherschutzring e.V. wenden
Der Deutsche Verbraucherschutzring e.V. (Erfurt) hat die für die Fondsanleger eine Arbeitsgemeinschaft „Südfinanz Holding AG“ gegründet. Geschädigte Anleger können sich der DVS-Arbeitsgemeinschaft „Südfinanz Holding AG“ anschließen. Die Aufnahme in diese DVS-Arbeitsgemeinschaft kostet lediglich eine einmalige Aufnahmegebühr in Höhe von 59,50 Euro (inkl. MwSt.). Die Mitglieder einer DVS-Arbeitsgruppe erhalten eine professionelle Einschätzung (Erstbewertung) ihres Falles bzw. ihrer Unterlagen durch einen DVS-Vertrauensanwalt.





