(openPR) Diözesanbischof Dr. Konrad Zdarsa kommt
Vom 24. Januar bis zum 5. Februar 2012 wird in Benediktbeuern der Ordensgründer Giovanni Bosco (1815–1888) mit verschiedenen Veranstaltungen und Gottesdiensten gefeiert – in diesem Jahr unter dem Motto: »Unterwegs mit jungen Menschen«
Den Auftakt der Feierlichkeiten bildet die Eucharistiefeier am Dienstag, 24. Januar, um 17.45 Uhr in der Hauskapelle des Klosters. An diesem Tag begehen die Salesianer Don Boscos das Fest des heiligen Franz von Sales (1567–1622), des salesianischen »Namenspatrons«, der Don Bosco wegen seiner Güte und Menschenfreundlichkeit als Vorbild diente.
Am Freitag, 27. Januar, findet das alljährliche Don-Bosco-Fest der Studierenden statt. Dieses beginnt um 17.00 Uhr mit einer Heiligen Messe in der Hauskapelle. Im Anschluss daran sind die Studierenden der beiden Benediktbeurer Hochschulen in den Speisesaal der Ordensgemeinschaft eingeladen, wo der »Patron der Jugend« – trotz der bevorstehenden Prüfungen – gebührend gefeiert wird. Unterstützt werden die Gastgeber dabei vom Studentischen Konvent, der Studierendenvertretung der Philosophisch-Theologischen Hochschule, der u. a. für das Programm des Abends verantwortlich ist.
Den Höhepunkt der Feierlichkeiten bildet der eigentliche Don-Bosco-Festtag am Dienstag, 31. Januar. Hauptzelebrant und Prediger bei der Eucharistiefeier um 9.30 Uhr in der Hauskapelle ist der Augsburger Diözesanbischof Dr. Konrad Zdarsa.
Am Sonntag, 5. Februar, findet schließlich ab 14.00 Uhr der beliebte Don-Bosco-Nachmittag mit »Magic Priest« Gert Smetanig im Allianzsaal des Maierhofs statt. Dazu sind die Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen aus Benediktbeuern und Umgebung ganz herzlich eingeladen.
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Giovanni Bosco: Priester, Jugendapostel und Sozialpionier
Giovanni Bosco wurde am 16. August 1815 in der Nähe von Turin als Kind einer armen, tief religiösen Familie geboren. Er war erst zwei Jahre alt, als sein Vater starb. Bereits in jungen Jahren arbeitete er, um den Lebensunterhalt der Familie zu sichern. Das Gottvertrauen, das im Rahmen der religiösen Erziehung durch die Mutter Margherita wachsen konnte, bestimmte Giovannis weiteres Leben. Zugleich prägte ihn die Erfahrung der Armut; seine spätere »Option für die ärmere Jugend« hatte darin eine ihrer wichtigsten Wurzeln.
Trotz finanzieller Schwierigkeiten absolvierte er sein Studium und empfing 1841 die Priesterweihe. Don Bosco begegnete in der Großstadt Turin jungen Menschen, die voller Hoffnung vom Land in die Stadt geströmt waren, dann aber von Arbeitslosigkeit und sozialer Entwurzelung bedroht waren. Don Bosco nahm sie in sein »Oratorium«, ein offenes Jugendzentrum, auf.
In der Folgezeit orientierte sich Don Bosco immer mehr an dem Genfer Bischof François de Sales (1567–1622), den er wegen seiner Menschenfreundlichkeit verehrte. Für die Erziehung seiner Jugendlichen betrachtete Don Bosco vier Elemente als wesentlich: Familie, Freizeit, Schule und Kirche. Ein wichtiges Merkmal seiner präventiven Pädagogik war die »Assistenz«, die liebend-interessierte Anwesenheit des Erziehers unter den jungen Menschen. Der ihm zugeschriebene Spruch »Fröhlich sein, Gutes tun und die Spatzen pfeifen lassen« spiegelt die für ihn und seine erzieherische Tätigkeit kennzeichnende Grundhaltung der Freude und der Lebensbejahung wider.
Don Bosco wurde zu einem modernen Heiligen, denn er erkannte die »Zeichen der Zeit«. Zum einen sah er die große Not der Turiner Jugendlichen, die sich in Gefahr befanden, auf die schiefe Bahn zu gelangen. Zum anderen nützte er zeitgemäße Mittel, um seine Sendung zu erfüllen: Er schaffte für seine Werkstätten die modernsten Maschinen an und er bediente sich der Massenmedien.
Don Bosco bildete Mitarbeiter aus und gründete 1859 eine religiöse Gemeinschaft, die er Salesianer nannte. Am 31. Januar 1888 starb er in Turin. Mit der Heiligsprechung am 1. April 1934 hat die Kirche das Leben und Wirken von Don Bosco als vorbildlich und nachahmenswert bestätigt. Heute wirken rund 16.000 Salesianer Don Boscos und 15.000 Don-Bosco-Schwestern in der ganzen Welt zum Wohl bedürftiger Jugendlicher.













