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OP-Barometer 2011: FH-Professor befragt OP- und Anästhesie-Pflegekräfte

09.01.201213:22 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung

(openPR) An der Fachhochschule Frankfurt am Main (FH FFM) liegen erste Ergebnisse des OP-Barometers 2011 vor. Das OP-Barometer ist eine alle zwei Jahre durchgeführte Befragung zur Arbeitssituation der Pflegekräfte im Operations(OP)- und Anästhesie-Bereich an deutschen Krankenhäusern. Sie wurde 2008 von Prof. Thomas Busse, Direktor des Zentrums für Gesundheitswirtschaft und -recht (ZGWR) an der FH FFM ins Leben gerufen. Mehr als 2.000 OP- und Anästhesiepflegekräfte aus ganz Deutschland haben sich am OP-Barometer 2011 beteiligt, darunter rund 58 Prozent OP-Pflegekräfte, rund 29 Prozent Anästhesie-Pflegekräfte und rund 11 Prozent operationstechnische Assistent(inn)en.



Eine steigende Patientengefährdung in den letzten zwei Jahren bestätigen über 45 Prozent der Befragten und eine schlechte oder mittelmäßige Versorgung mit Sterilgütern sehen über 90 Prozent. „Dieser Wert ist alarmierend und birgt einen hohen Handlungsdruck, gerade im Hinblick auf die unzähligen Skandale mit verunreinigtem OP-Besteck im letzten Jahr“, erklärt Busse.

OP-Säle von Krankenhäusern litten zunehmend darunter, dass OP-Pflegepersonal qualitativ und quantitativ nicht ausreichend zur Verfügung stünde, um die steigenden Zahlen an Operationen dauerhaft bewerkstelligen zu können. „Bereits heute müssen viele Operationen – gerade auch wegen des Pflegemangels – verschoben oder von anderen Krankenhäusern erbracht werden“, betont Busse.

Laut OP-Barometer sind es nicht primär die Arbeitszeiten, Bereitschaftsdienste oder Überstunden, die die Attraktivität des Arbeitsplatzes für vorhandene oder potenzielle Pflegekräfte im OP-Bereich mindern. Als motivationsmindernd bezeichnen die Befragten die geringe Wertschätzung für ihre geleistete Arbeit. Außerdem kritisieren sie die organisatorischen Defizite, wie schlechte OP-Planungen oder die mangelnde Unterstützung durch OP-externe Leistungsstellen in den Krankenhäusern. Nur die Hälfte der Befragten ist mit der Organisation in ihrem OP-Saal insgesamt zufrieden, noch weniger, nur rund 37 Prozent, meinen, über eine gute und verlässliche OP-Planung zu verfügen. Ebenfalls nur die Hälfte der Befragten findet den vorhandenen Umgang miteinander in Ordnung.

Leicht gesunken gegenüber dem OP-Barometer 2009 ist die Zahl der Pflegekräfte aus den OP- und Anästhesiebereichen, die den Beruf nicht mehr oder nur noch in einem anderen Krankenhaus ergreifen würden. 2009 waren es noch rund 56 Prozent, 2011 sind es rund 52 Prozent. „Dieser Wert ist gerade im Hinblick auf die Gewinnung von zusätzlichem Pflegepersonal im OP-Bereich immer noch nicht zu akzeptierenden“, sagt Busse. Etwas mehr als 58 Prozent der Befragten halten ihren Arbeitsplatz mit Beruf und Familie für gut vereinbar.

Ausführliche Ergebnisse des OP-Barometers 2011 können ab Februar 2012 unter www.zgwr.de abgerufen oder über E-Mail angefordert werden.

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