(openPR) LEIPZIG. (Ceto) Im Dezember bewegten sich die Rohölnotierungen äußerst lebhaft. Nordseeöl (Brent) verlor zur Monatsmitte hin rund 6 US-Dollar je Barrel. Zum Monatsende holte es die Verluste komplett auf und landete wieder knapp unter der 110-Dollar Marke. US-Leichtöl (WTI) schwankte noch stärker. Hier betrugen die Verluste bis zu 7 Dollar. Doch auch diese wurden zum Jahresende komplett ausgeglichen. Die Einbrüche erfolgten nach der Ankündigung der OPEC, die Förderquote dauerhaft über 30 Millionen Barrel je Tag zu heben – ein Wert, der schon zuvor erreicht wurde, jedoch vom Kartell nicht abgesegnet war. Dieses reichliche Angebot trifft nach Einschätzung von IEA und OECD auf eine Nachfrage, die nicht ganz so stark steigt wie ursprünglich erwartet. Zum Monatsende jedoch wuchs bei Anlegern wieder die Zuversicht. Und so konnten die Verluste wettgemacht werden.
Heizöl deutlich günstiger
De zu Mitte Dezember einsetzenden Verluste beim Rohöl prägten den hiesigen Heizölpreis, zumal der Euro sich ab diesem Zeitpunkt relativ stabil zeigte und sogar leicht erholte. Erst kurz vor Jahresende ging es bei schwächelnden Eurokursen mit dem Heizölpreis wieder nach oben. 2.577,50 Euro waren im Dezember für die 100-Liter-Partie HEL zu zahlen gegenüber 2.711,68 Euro im November (für eine Gesamtabnahmemenge von 3.000 Litern HEL). Die Preise fielen damit um 5,1 Prozent. Ein Preisunterschied zu Heizöl schwefelarm ist wie in den Vormonaten nicht mehr festzustellen.
Erdgas etwas teurer
Erdgas verteuerte sich zum Jahresende weiter. Bei einem Verbrauch von 33.540 Kilowattstunden kostete Erdgas 2.252,55 Euro gegenüber 2.239,99 Euro im Vormonat, inkl. Grundpreis und Mehrwertsteuer. Die Preise beziehen sich auf eine Gasmenge von 33.540 kWh, die einem Energieäquivalent von 3.000 Litern HEL, bezogen auf den Brennwert, entspricht. Sie enthalten den Arbeits- und Grundpreis. Falls der Grundpreis nach Leistung berechnet wird, wurde eine Leistung von 13 kW angenommen. Für Januar und Februar haben laut Verbraucherportal preisvergleich.de weitere Versorger Preiserhöhungen angekündigt.
Flüssiggas günstiger
Beim Flüssiggas gab es im Dezember Abschläge. Es kostet nunmehr 2.493,80 Euro und damit gut 1,5 Prozent weniger als im November, als 2.529,80 Euro fällig wurden. Dieser Preis bezieht sich auf eine zu 3.000 Litern Heizöl EL energieäquivalente Menge von 4.603 Litern.
Pellets stabil
Die Preise für Pellets blieben weitgehend stabil und sanken minimal. Eine Lieferung von 6.100 Kilogramm schlug mit 1.460,11 Euro gegenüber 1.464,12 Euro im November zu Buche.
Braunkohlenbriketts deutlich günstiger
Braunkohlenbriketts verbilligten sich insbesondere durch massive Niedrigpreis-Angebote im Einzelhandel. Der Marktpreis je 25-kg-Bündel hochgerechnet auf eine Gesamtabnahmemenge von 5.500 kg lag im Dezember bei 1.326,13 Euro gegenüber 1.402,43 Euro im November, was einem Minus von 5,7 Prozent entspricht. Damit ist Braunkohle der günstigste Brennstoff im Wärmemarkt.
Wieder minimale Mehrkosten bei Fernwärme
Wie schon im Vormonat verteuerte sich Fernwärme minimal auf 2.403,74 Euro von 2.398,85 Euro im November, gerechnet auf eine Liefermenge von 28.426 kWh, inkl. Grundpreis und Mehrwertsteuer.
Strompreis deutlich rauf
Die Preiserhöhungen zum Jahresende wirkten preistreibend auf den Strompreis. Die Bezugskosten für eine 3.000 Liter Heizöl entsprechende Menge elektrischer Wärmeenergie von 28.426 kWh stiegen von 4.834,66 Euro im Vormonat auf 4.692,26 Euro im Dezember. Das entspricht 2,8 Prozent. Strom bleibt die teuerste Heizenergieform in Deutschland.
Der vollständige Beitrag mit Grafik und Tabelle findet sich hier: http://www.brennstoffspiegel.de/energiemarkt.html?newsid=11395&title=Energiemarkttrend+Dezember+2011&start=0











