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Weihnachten mehr als ein Familienfest oder christliche Tradition?

Quelle: Thommy Weiss  / pixelio.de
Quelle: Thommy Weiss / pixelio.de

(openPR) Kurz vor Weihnachten möchte ich Sie auf eine Weihnachtsreise einladen zu den Kräften Ihrer Seele. Möge Ihnen diese Betrachtungsweise ein neues Fenster öffnen, sich diesem Fest einmal von einer ganz anderen Seite her zu nähern.

Unsere Seele lenkt weit mehr unser menschliches Leben, als wir vermuten.



Sie kennen sicherlich viele Tools aus dem Coaching und dem NLP, die Menschen inspirieren, sich dem Leben durch eine positive Haltung zu verschreiben, die eignen Ressourcen zu heben und zu ankern, um ihre Ziele zu erreichen.

Ich möchte diese Zeit vor Weihnachten nutzen, Ihnen jene Kräfte vorzustellen, die unser gesamtes Leben bewegen.
Interessanterweise leben in uns genau jene „Geschöpfe“, die Sie aus der Weihnachtsgeschichte kennen: Maria, Josef und das Kind.

Es handelt sich nicht um Personen, sondern um Kräfte, die sich in den Personen der Weihnachtsgeschichte abbilden.

Als erster hat sie C.G. Jung entdeckt, der uns Menschen die Türen zur Tiefenpsychologie geöffnet hat, anders als Freud, weil er eine weitere Instanz in unserer Seele entdeckt hat, das so genannte Selbst.

Von C.G. Jung stammt der Satz: „Ziel jeder Menschwerdung, ist die Gottesgeburt im Menschen.“

Vielleicht denken Sie: „Was für ein hoher Anspruch, oder wie darf ich denn das verstehen?“

Lassen Sie sich einfach überraschen:

Unsere Seele spricht in Bildern zu uns, in Träumen oder in der Erfahrung der Meditation, in Kunstwerken, der Musik oder der Malerei, in der Begegnung mit Menschen, in der Liebe.

Oft bleiben wir fasziniert vor dem Bild eines Künstlers stehen, lauschen den Klängen einer zauberhaften Sinfonie, die uns zutiefst bewegt.

Das geliebte Du bewegt uns so sehr in den Tiefen unseres Selbst, dass wir plötzlich verborgene Talente entdecken und wahre Schätze heben.

Auch Weihnachten berührt uns, etwas in uns beginnt sich zu bewegen: Kinderträume werden wach, Erinnerungen steigen auf, wir haben das Bedürfnis, anderen Menschen eine Freude zu machen, unsere Familie zu treffen, mit Freunden beisammen zu sein.



Wer ist denn diese „Heilige Familie“ und was habe ich als Person damit zu tun?

Diese Dreiheit aus Mann, Frau und Kind zeigt uns deutlich, das in der Seele des Menschen wirkende Prinzip in seinen Schöpfungs- und Gestaltungsaspekten.

Die äußeren Abbilder in Maria, Josef und dem Kind entsprechen unseren inner­psychischen Seelenkernen, die Carl Gustav Jung als Archetypen bezeichnet.

Maria verkörpert das Bild unserer weiblichen Seelenkräfte.

Maria leitet sich von „Mare“ ab und bedeutet das Meer.

Alles Leben kommt aus dem Meer.

Maria ist das Bild für unsere Seele, hier wohnen unsere Gefühle.

Hier wohnt unsere Empfänglichkeit, die zarte Seite unserer Seele, unsere Empfindsamkeit, unser Mitgefühl, unsere Verbundenheit.

Maria folgt dem Ruf Gottes.

Dieser Ruf zeigt sich in Form eines Engels, der sie wissen lässt, dass sie ohne das Zutun eines Mannes ein Kind bekommen wird.

Was könnte das für den modernen Menschen bedeuten?

Das Wort Ruf findet sich in den Worten Beruf und Berufung.

Wer ruft uns und wohin?

Wir kennen die Erfahrung der Intuition: Plötzlich „wissen“ wir genau, was wir zu tun haben. Wir kennen das aus den Augenblicken, die für uns ganz stimmig sind.

Die modernen Engel haben keine Flügel, sie kommen zu uns als Inspiration, als Gedankenblitz.

Es ist der Geist, der Spirit, dem wir folgen.

Maria sagt „Ja“, gibt dem Neuen, das ihr angekündigt wird und in ihr heranwachsen will, Raum und vertraut der Verheißung des himmlischen Boten.

Für uns könnte das heißen, wir folgen unseren tiefsten Wünschen und ergreifen den Beruf, von dem wir uns gerufen fühlen.

Wir malen das Bild, das jetzt auf die Leinwand will.

Wir schreiben das Buch, dessen Thema jetzt seinen Ausdruck finden will, mit anderen Worten, wir „erlauben“ die „Zeugung“ durch den Geist und öffnen den Raum, damit „es“ in und durch uns geschehen kann.

Das griechische Wort „Ecclesia“ steht für unseren Seelengrund, welcher den „Geist“ empfängt.

Es geht darum, der Weisheit unserer Seele, der „Sophia“ zu vertrauen.

Im Schoß der Maria wächst im Dunkeln die Frucht ihres Leibes heran.

In diesem Zusammenhang scheint es kein Zufall zu sein, dass das Gotteskind in Bethlehem geboren wird.

Bethlehem heißt übersetzt „Haus des Brotes“.

Um welches Brot geht es, das dort gebacken wird?

Unsere Seele bedarf der Nahrung, wie auch unser Körper.

Wenn wir lernen, uns selbst gut zu nähren, unser „Brot“ selbst zu backen, durch einen sinnstiftenden Beruf, eine erfüllte Liebesbeziehung, ein Kunstprojekt, das Pflegen von Freundschaften, dann werden wir uns selbst und den Anderen zur „Nahrung.“

Im Hebräischen finden wir für diesen Schöpfungsakt den Namen Synagoga, was deutlich macht, dass der Geist – „Spirit“ in jedem von uns Wohnung nehmen möchte.

Im Außen stehen die hierfür entstandenen Gotteshäuser, die Synagogen, unsere Kirchen.

Maria kommt in Bedrängnis, ist doch das erwartete Kind mit Sicherheit keinem Zeugungsakt mit Joseph entsprungen. Für die damalige Zeit eine Zumutung.

Heute könnte es sich vielleicht so äußern:

„Was willst Du mit diesem Beruf?

„Kannst Du denn damit genug Geld verdienen?“

„Bücher schreiben, ist eine brotlose Kunst.“

„Dein Engagement ist ja schön und gut, aber was hast Du davon?“

Hier gilt es der eigenen inneren Autorität zu vertrauen.

Unsere Seele spricht eine deutliche Sprache. Sie will etwas Neues hervorbringen, ganz aus sich selbst heraus.

Da ist Josef, Marias Gefährte.

Joseph wird durch einen Engel darauf hingewiesen, Maria zur Seite zu stehen und das Kind anzunehmen.

Ein eindruckvolles Bild für eine wesentliche Aufgabe des Männlichen (des Animus), das Weibliche, also das Seelische (die Anima) zu unterstützen, um dem neuen Leben Raum zu geben, als „Vater“ für das Kind zu sorgen.

In unserer Zeitqualität ausgedrückt, bedeutet es, wenn wir etwas Kreatives erschaffen, brauchen wir einen Rahmen, eine Struktur und eine Strategie, um unser Buch auf den Markt zu bringen, das Bild in der Galerie vorzustellen, unsere Projekte erfolgreich zu verwirklichen.

Hier handelt es sich um unsere inneren Kräfte, nicht um die äußeren.

Alle drei Kräfte wollen in uns ausgewogen entfaltet werden, eben bis sie eine „Familie“ geworden sind.

Natürlich ist es beglückend, wenn in einer Paarbeziehung diese Kräfte ebenso ausgewogen sind, wie im eigenen Innern, so dass sich die Partner gegenseitig unterstützen, damit ein Jeder seine Lebensvision zur vollen Entfaltung bringt.

Dann wird es eine Sinfonie, ein Tanz der Kräfte.

Es scheint auch hier kein Zufall zu sein, dass Maria und Joseph keinen Platz in der Herberge fanden. Mitten in der Nacht, fernab der Menschen, wird das göttliche Kind im Stall geboren. Hier zeigt sich das Bild, des Menschen, der rückhaltlos dem Ruf seiner Seele folgt.

Der Stall, kann die Mühen und widrigen Lebensumstände repräsentieren, die eine solche Geburt mit sich bringt, inmitten der Nacht, kommt das Licht zur Welt.

Was auch immer geschieht, der Mensch, der dem Ruf seiner Seele folgt, erreicht mit Gewissheit sein Lebensziel.

Solch ein Mensch wird von seinen mütterlichen und väterlichen Kräften, der Maria und dem Joseph unterstützt.

Wie schon zu damaliger Zeit, findet dieser Akt im Haus des Brotes statt, im Backhaus des Lebens, dem Urgrund unserer Seele, bildlich gesprochen im Schoß der Maria. Hier wird das Brot des Lebens gebacken.

Welch eine Freude, wenn das Kind dann geboren wird. Vertrauen Sie sich und Ihren Seelenkräften, Ihren schöpferischen Quellen. Mir scheint, als seien wir nicht nur zu Weihnachten auf dem Weg nach Bethlehem.

Folgen Sie Ihrem Stern, so wie die Hirten und die drei Weisen aus dem Morgenland.

Die Hirten als die Hütekräfte unserer Seele, sind die ersten, die das Paar zur Geburt Ihres Kindes beglückwünschen.

Kennen Sie den Augenblick, wenn Sie vor Entzücken über Ihr gelungenes Werk jauchzen?

Da sind noch die drei „Heiligen Könige“, die ebenfalls nach Bethlehem wollen.

Diese Kräfte in uns repräsentieren die Verschiedenheit unserer Selbst, drei Königreiche, unterschiedliche Kulturen.

Wir benötigen auf diesem Weg immer wieder die Kräfte der Integration und Verwandlung.

(Weihrauch, Gold und Myrrhe)

Als König Herodes erfährt, dass mit dem Christuskind ein Rivale geboren wurde, befiehlt er den Kindermord zu Bethlehem. Und auch diese Kräfte des Herodes leben in unserer Seele, wo wir das, was gelingen will, kurzerhand „ermorden“, weil uns mitunter der Mut fehlt und wir nicht zu dem stehen, wer wir sind und wofür wir gehen.

Es gilt, unsere weniger aufbauenden Lebenskräfte in eine kraftvolle Energie zu wandeln, nach den Sternen zu greifen und das Unmögliche möglich zu machen.

In diesem Sinn wünsche ich Ihnen Zeit Ihres Lebens, dass sie Ihrem Stern folgen, dem Ruf Ihrer Seele vertrauen und erlauben, dass „es“ in und durch Sie geschieht, und Ihr neugeborenes Kind wahrhaft Wesentliches zum Gelingen des Lebens vieler Menschen beiträgt.

Ihre Theresia Maria Wuttke

Vorstandsvorsitzende Theos Consulting AG

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