(openPR) Kaffee ist nach Erdöl das wichtigste Welthandelsprodukt und das mit Abstand am meisten konsumierte Heissgetränk. In Form von Filterkaffee, Espresso und als moderne Variation wie z.B. Latte Macchiato ist es nahezu in aller Munde.
Seit Monaten steigt der Kaffeepreis dramatisch an, aber woran liegt es und warum erhöhen nicht alle Anbieter die Preise. Markus Kern, Gründer von Coffee-Nation und Geschäftsführer von Gourvita.com erklärt die Zusammenhänge.
Frage:
Steigt der Kaffeepreis weil die Angebotsmenge sinkt?
Kern:
Nur bedingt. Es gab schon immer Kaffeepreisschwankungen und leider vergessen viele, dass Kaffee in den letzten Jahren so günstig wie noch nie zuvor war. Korrekt wäre es zu sagen, dass der Kaffeepreis wieder zum sogenannten normalen 'Pricing' zurückfindet. Die geernete Menge ist nicht kleiner als früher und höchstens sind es zyklische und externe Faktoren, die den Preis aktuell treiben. Mal wird Kaffee eben teurer und mal günstiger, das ist ein normaler Zyklus. Aktuell steigen aber viele Finanzexperten ein und spekulieren auf Kaffeepreise wie z.B. auf Wertpapiere. Das verstärkt den Trend nach oben.
Frage:
Der Kaffeepreis steigt also ins Unermeßliche und keiner kann sich Kaffee bald mehr leisten?
Kern:
Nein, natürlich nicht. Die Märkte entspannen sich momentan etwas. Man würde es auch merken, wären das nicht die gravierend steigenden Energiekosten. Kaffee muss nun mal transportiert und geröstet werden - mittlerweile ein teurer Spaß für den Anbieter, denn bedingt durch den Wettbewerb können die Preissteigerungen nicht so ohne weiteres umgelegt werden. Nicht zu vergessen, dass in jedem Kilo Kaffee neben der Mehrwertsteuer noch rund 2,20 Euro Kaffeesteuer enthalten sind. Wenn man alles rausrechnet, dann wird einem schnell klar, dass Kaffee eigentlich nicht teuer ist.
Frage:
Na, immerhin ist Kaffee bald doppelt so teuer wie vor einem Jahr.
Kern:
Kommt darauf an, wo sie ihn kaufen. Dort wo Massenware im Markt angeboten wird, stimmt ihre Beobachtung; man kalkuliert hier auf den Cent genau. Bei unserer Edelmarke Coffee-Nation sind die Preise seit 4 Jahren gleich geblieben.
Frage: Woran liegt das?
Kern:
Weil wir eine Premiummarke sind und Preisschwankungen tolerieren. Der Preis ist bei uns nicht das erste Kriterium, sondern eher die Qualität. Um diese zu sichern, haben wir schon immer etwas mehr verlangen müssen und so zum Beispiel auch vielen Kaffeebauern mehr für die Ware bezahlt. Dafür bekamen wir aber auch besonders gute Qualitäten. Unsere Verarbeitung in kleinen Chargen kostet dabei ein Vielfaches der Massenproduktion. Wir finden, dass sich das alles lohnt, denn Coffee-Nation gilt heute als die Marke der Kenner. Preiskonstanz und Verläßlichkeit ist sehr wichtig für uns.
Frage:
Das ist aber eine Zwickmühle für Sie, oder?
Kern:
Aber eine bequeme! Wissen Sie, unsere Marke Coffee-Nation konzentriert sich auf Kaffeeliebhaber. Für diese zu arbeiten ist schön, aber anstrengend: die Kunden gehen keine Kompromisse ein und alles muss röstfrisch sein. Auf der anderen Seite sind dies die treusten Kunden und sichern langfristig unseren Premiumanspruch. Und weil diese Kunden auch lange bei uns bleiben sollen, haben wir alle Preiserhöhungen in den letzten Monaten selbst geschultert. Mal hat man etwas mehr, mal gibt man ab. Das ist eben so bei einer langfristigen Freundschaft.
Frage:
Kann man sich Kaffee in einem Jahr also noch leisten?
Kern:
Natürlich. Aus einem Kilo Kaffee brüht man ca. 100-110 Tassen. Macht es da wirklich den großen Unterschied, ob die Tasse 14 Cent oder 20 Cent kostet? Sparen ist sinnvoll, wo man etwas erreicht! Wenn Sie wenig ausgeben und dafür umso weniger erhalten - dann haben Sie nicht erreicht. Genießen Sie Kaffee bewußt und mit Spaß - dann ist es das ausgegeben Geld sowieso doppelt wert.
Vielen Dank für das Gespräch.
Über Gourvita:
Das Versandhaus Gourvita bietet mit über 110 Sorten frisch gerösteten Kaffee und Espresso ein in Europa führendes Sortiment. Als Tochterunternehmen der Firmengruppe J.J. Darboven versteht man sich als Markenanbieter mit Kaffeekompetenz. Markus Kern leitet das Unternehmen zusammen mit Arthur E. Darboven und bietet alle Sorten im Internet zum Verkauf an. Das Angebot ist an Endverbraucher und Firmen gerichtet.








