(openPR) Das TV-Magazin „Gong“ berichtet:
Schleichwerbung: Neue, schwere Vorwürfe
gegen MDR
Rundfunkrat spricht von zurückgehaltenen Informationen: „Wir bekommen nur ausgewählte Berichte“
In der neuen Ausgabe des TV-Magazins „Gong“ (Erstverkaufstag Freitag, 02.09.2005) erhebt das Rundfunkratsmitglied des MDR, Heiko Hilker, schwere Vorwürfe gegen den MDR.
Im Skandal um Schleichwerbung und Bestechung hatte der öffentlich-rechtliche Sender eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mit der Untersuchung der Vorfälle beauftragt. Doch diese Berichte sind offenbar dem Rundfunkrat nur in Auszügen vorgelegt worden. Die Zensur diene dazu, höhere ARD-Mitarbeiter zu schützen, so eine interne Quelle.
Bisher haben die ARD-Verantwortlichen alle-samt eine Kenntnis der Schleichwerbungspraxis dementiert. Doch die neuen Aussagen des Rundfunkratsmitglieds Heiko Hilker werfen ein anderes Licht auf den ARD-Skandal. „Wir Gremienmitglieder bekommen nur ausgewählte Berichte vorgelegt“, zitiert das Blatt Hilker.
Zudem schreibt „Gong“, bei der jüngsten MDR-Rundfunkratssitzung sei es zu einem missglückten Stützungsversuch des MDR-Intendanten Udo Reiter gekommen. So habe der Reiter nahe stehende Ratsvorsitzende Klaus Husemann den Versuch unternommen, eine Resolution durchzubringen, die Reiter in Sachen Schleichwerbung reingewaschen hätte. Doch der Resolutionsentwurf fiel unter Protest bei den Mitgliedern des Rundfunkrats durch.
Auch der bereits mit kritischen Äußerungen in Erscheinung getretene Ex-Fernsehspielchef des Saarländischen Rundfunks, Martin Buchhorn, legt im „Gong“ nach. „Dass sich nun alle unwissend geben, ist eine Heuchelei sondergleichen“, so Martin Buchhorn.







