(openPR) Berlin, 22. November 2011 – Durchaus erstaunt schauten die Bewohner der Pro Seniore Residenz Wasserstadt, als zwei Kleinbusse vor ihrem Zuhause vorführen und eine zwanzigköpfige gut gelaunte Gruppe ausstieg. Die in Putzkleidung gehüllte und mit Eimern und Schwämmen bewaffnete Truppe sah schon witzig aus. Als die munteren „Putzkräfte“ dann noch singenderweise das Haus an der Havelspitze stürmten, fragten sich viele, was wollen die denn alle hier?
Was war passiert? Vor gut einem Jahr wurde das Gebäude vom Sozialtherapeutischen Wohnprojekt (STW) in der Meinekestraße kernsaniert. Dort wohnen Menschen mit einer seelischen Behinderung und werden bei der Bewältigung ihres Alltages unterstützt und gefördert. Die Pro Seniorenresidenz Wasserstand hatte diesen Bewohnern für die Zeit der Renovierung großzügig eine Heimat gewährt. An diesem Tag bot sich nun eine gute Gelegenheit, sich für die Gastfreundschaft von einst zu revanchieren.
In den letzten Wochen wurde der Wohnbereich – hier hatten die meist noch jüngeren Menschen damals gewohnt – renoviert und für ein neues Kurzzeitpflegekonzept hergerichtet. Nach viel Staub und Dreck fehlte nur noch eine gründliche Endreinigung, zu der viele helfende Hände benötigt wurden. Kein Thema für Barbara Friedrich, die Leiterin des STW: „Wir helfen immer gerne!“ Unter diesem Motto war die „Putzkolonne“ nunmehr angetreten.
Mit viel Musik und Spaß wurde dann kräftig angepackt. In drei Stunden wurden mehr als 200 Stühle, Tische und Kommoden vom Baustaub befreit. Und so plötzlich wie sie kamen, waren die „helfenden Hände“ auch wieder weg. Alle „Putzengel“ zeigten mit ihrem Einsatz ein großes Herz. „So ein Tag, so wunderschön wie heute“, schallte es zum Abschied noch durch den Eingangsbereich. Zurück blieb ein glänzender Wohnbereich, der sich jetzt auf neue Bewohner freut. Nicht zuletzt bleibt die Erkenntnis, dass Menschen mit einer seelischen Behinderung nicht nur Hilfe benötigen, sondern auch selbst gerne Hilfe von ganzem Herzen geben können.













