(openPR) WEBLOGS, PODCASTING & VIDEOJOURNALISMUS –
NEUE MEDIEN ZWISCHEN DEMOKRATISCHEN UND ÖKONOMISCHEN POTENTIALEN
Tagung am ZKM | Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe
23. & 24. September 2005
Die wachsende Verbreitung von drei neuen Kommunikationsformen – Weblogs, Podcasting und Videojournalismus – revitalisiert Erwartungen, die bereits in den 1990er Jahren mit dem Internet und einer möglichen Zunahme der direkt-demokratischen Teilhabe verknüpft waren. Scheinbar entgegengesetzt hierzu, werden die Potentiale derselben interaktiven und barrierefreien Medien gegenwärtig zunehmend auch für die strategische Kommunikation der Public Relations entdeckt.
Die Einsatzmöglichkeiten Neuer Medien wandeln sich derart rasant, dass eine wissenschaftliche Analyse ihnen nur im Austausch mit den eigentlichen Nutzern gerecht werden kann. Ziel der von der Fritz Thyssen Stiftung unterstützten Tagung ist es deshalb, die Vorgehensweise, Motive und Ziele der Anwender sowohl aus dem non-profit als auch aus dem for-profit Bereich vorzustellen. Im Anschluss daran wird mit Hilfe von Forschungsvertretern aus verschiedenen Wissenschaftsgebieten die aktuelle Entwicklung von neuen Kommunikationsmedien in ihrer Wechselwirkung mit demokratischen und ökonomischen Potentialen analysiert.
Die Tagung WEBLOGS, PODCASTING & VIDEOJOURNALISMUS – NEUE MEDIEN ZWISCHEN DEMOKRATISCHEN UND ÖKONOMISCHEN POTENTIALEN behandelt demnach das bislang vernachlässigte Spannungsfeld der privaten, politischen und ökonomischen Ausrichtung neuer Kommunikationstechnologien. In enger Verbindung hierzu steht auch der mögliche Einfluss jener Medien auf einen Wandel der Öffentlichkeit.
Erwartungen, die eine grundlegende Veränderung von Kommunikationsprozessen durch neue Technologien betreffen, sind jedoch mit Vorsicht zu genießen: Zur kritischen Diskussion stehen sowohl quantitative Zugangschancen als auch Auswirkungen auf die inhaltliche Qualität. Abseits von utopischen und apokalyptischen Prognosen wird im Rahmen der Tagung folglich die Frage diskutiert: Wie wirkt sich die Verbreitung neuer kommunikativer Spielarten auf politische, soziale und wirtschaftliche Diskurse aus und welche Konsequenzen zieht eine zunehmende Verschmelzung jener Diskurse nach sich?
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ZKM | Zentrum für Kunst und Medientechnologie
ZKM | Institut für Medien und Wirtschaft
Lorenzstr. 19
D-76135 Karlsruhe
Kontakt und Information
Vanessa Diemand
Tel. 0721-8100-1032
Fax. 0721-8100-1039
Das Institut für Medien und Wirtschaft am ZKM | Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe:
Das ZKM|Institut für Medien und Wirtschaft widmet sich im Rahmen von Auftragsforschung der Untersuchung der durch die verstärkte Nutzung der Neuen Medien in Gang gesetzten wirtschaftlichen und sozialen Prozesse. Dabei gewonnene Kenntnisse stellen auch eine wichtige Basis für eigene medientechnologische Entwicklungen dar.
Die Einbindung der Wirtschafts- und Sozialforschung in das ZKM ermöglicht es, die Entwicklungstendenzen der Neuen Medien früh zu erkennen und diese Erkenntnisse für unterschiedliche Forschungsdisziplinen sowie für Wirtschaft und Politik fruchtbar zu machen. Die Wirtschafts- und Sozialforschung muss so nicht zu einem späteren Zeitpunkt von Außen an den Gegenstand "herangetragen" werden, wie es bei traditioneller Forschung der Fall ist, sondern ist bereits in der Entstehungsphase mit dem Gegenstand verbunden.
Diese enge Verknüpfung von Wirtschafts- und Sozialforschung mit der Medientechnologie bringt in mehrerer Hinsicht entscheidende Vorteil. So kann die wissenschaftliche Politikberatung die verantwortlichen Akteure frühzeitg und detailliert über relevante Veränderungen in den Neuen Medien informieren. Eventuell notwendige Steuerungsmaßnahmen können auf diese Weise rasch, mit geringem Aufwand und ordnungspolitisch schonend realisiert werden. Für private Unternehmen, Verbände, die Öffentlichkeit und auch die Politik erschließen sich durch die Integration der Wirtschafts- und Sozialforschung mit aktuellen medientechnologischen Entwicklungen innovative Anwendungsmöglichkeiten der Neuen Medien.
Um diese Ziele erreichen zu können, sind ausser einer interdisziplinären und antizipativen Forschungsausrichtung eine enge Wechselbeziehung zwischen wissenschaftlicher Theoriebildung, empirischer Forschung und anwendungsorientierter Beratung erforderlich. Für die praktische Umsetzung dieser Forschung bietet das ZKM mit seinen zahlreichen Kompetenzen in medientechnologischen Schlüsselbereichen eine ideale Arbeitssituation.
Das vor diesem Hintergrund bearbeitete Forschungsprogramm weist ein interdisziplinäres Spektrum mit den folgenden aktuellen Schwerpunkten auf:









