(openPR) Der so genannte " Aktionsrat Bildung", welchem 9 führende Bildungsexperten angehören, hat im letzten Monat vorgeschlagen, die unterschiedlichen Abiturprüfungen der einzelnen Bundesländer vergleichbar zu machen. Das Gremium möchte ab dem Jahr 2018 einheitliche Prüfungen einführen. Es sollen " zusätzlich" zu den jeweiligen Abiturprüfungen der Länder 3 zusätzliche Prüfungen in den Fächern Deutsch, Mathe und Englisch von den Abiturienten abgelegt werden. Diese Prüfungen sollen für alle Schüler am selben Tag abgelegt werden. Diese 90 Minuten daurenden Tests sollen zum Teil in Multiple Choice-Form bearbeitet werden. Deren Ergebnisse sollen zu 10% in die Gesamtabiturnote einfliessen. Das soll wiederum ein Anreiz für Schüler und Lehrkräfte sein, sich ordentlich anzustrengen.
Der größte Kritikpunkt in dieser Form liegt meines Erachtens darin, dass die Abiturienten nicht nur den Stress mit deren Landestypischen Abitur haben werden, sondern auch noch die doppelte Anstrengung mit der Bundeslösung. Ich denke, dass es unsere G8-Schüler sowieso schon sehr schwer haben mit der verkürzten Lehrzeit und der Pflicht, in 5 Fächern Abitur machen zu müssen. Weshalb nun der Aktionsrat auf diesen Gedanken einer zusätzlichen Prüfung kommt, entzieht sich meiner Kenntnis.
Ich bin der Meinung, dass es insgesamt ein bundesweit einheitliches Abitur geben sollte. Dann wären die Abiturleistungen sämtlicher Schüler in Deutschland vergleichbar. Das wiederum würde aber bedeuten, dass die Bundesländer ihre ´Bildungshoheit´verlieren würden und der Bund diese Aufgaben erledigen würde. Aus meiner Sicht wäre das ein sehr großer und wichtiger Schritt in Richtung Bildungsgerechtigkeit in Deutschland.
herzlichst
Rochus-Marian Eder
















