(openPR) Lübeck, den 17.11.2011. Die 4. Beiratssitzung des Norddeutschen CyberKnife Wissenschaftsbeirats unter der Leitung von Prof. Dr. med. Dr. (mult.) h.c. Horst Klinkmann fand am Donnerstag, den 10. November 2011, im Institut für Robotik und Kognitive Systeme statt. Gastgeber war Prof. Dr. Ing. Achim Schweikard, Direktor des Instituts, und einer der ersten Ingenieure des CyberKnife. Als erste Tagesordnung wurden drei neue Mitglieder in den Wissenschaftsbeirat berufen: Prof. Dr. med. Dirk Rades, Leiter der Strahlentherapie am UKSH Lübeck, Prof. Dr. med. Henry W. Schroeder, Direktor der Neurochirurgie an der Uniklinik Greifswald, und Prof. Dr. med. Matthias Birth, Ärztlicher Direktor und Direktor der Chirurgie am Hanse-Klinik Stralsund. Damit sind nun jeweils drei hochrangige Experten auf dem Gebiet der Strahlentherapie und der Neurochirurgie und je zwei hochrangige Experten aus der Chirurgie und aus der technischen Entwicklung im CyberKnife Wissenschaftsbeirat vertreten.
Der Wissenschaftsbeirat zeigte sich bestärkt durch die gute regionale und überregionale Zusammenarbeit vieler großer Kliniken und den Krankenkassen hinsichtlich der CyberKnife Therapie und vor allem durch die durchweg positiven Ergebnisse der ersten Behandlungen am CyberKnife Zentrum in Güstrow. Bis heute wurden mehr als 140 Patienten vor allem mit gutartigen und bösartigen Tumoren in Kopf und Wirbelsäule und mit Lungen- und Lebertumoren behandelt. Der Wissenschaftsbeirat befand die CyberKnife Therapie bisher als klare Erweiterung des Behandlungsspektrums vor allem vor dem Hintergrund, dass in Güstrow mehr als 50% der Patienten sonst keine Alternative und mehr als 40% der Patienten nur eine bedeutend schlechtere Alternative zur Therapie gehabt hätten. Vor allem bei multiple-vorbehandelten Tumoren im ganzen Körper und bei inoperablen Lungen- und Lebertumoren konnte das CyberKnife die bereits international gezeigten Erfolge bestätigen.
Weitere wurden in dieser Sitzung vor allem klinische, technische und wirtschaftliche Studien diskutiert. In zukünftigen klinischen Studien am CyberKnife werden sich die Nord-Universitäten vor allem auf den Gebieten der Leber- und Lungen-Tumore, der spinale Metastasen und der Trigeminus Neuralgie als funktionale Behandlung bemühen. Angeschlossen zum Teil an große internationale Studien soll auch in Deutschland gezeigt werden, welches Potential des CyberKnife gerade für diese speziellen Indikationen hat. Auf der technischen Seite wurden vor allem neue Tracking-Verfahren diskutiert, die an der Universität zu Lübeck entwickelt wurden und die derzeit in Vorbereitung zur klinischen Erprobung sind. Weiter wurde das Forschungs-Projekt „Sekundärprävention nach CyberKnife Therapie“, welches den Ideenwettbewerb Mecklenburg-Vorpommern 2011 gewonnen hatte, präsentiert. Hier wird demnächst ein detailliertes Arbeitsprogramm erstellt werden. Geeinigt wurde sich abschließend auf weitere Fortbildungsveranstaltungen zur CyberKnife Technologie und Therapie.









