(openPR) Als unrealistisch bezeichnet Rudolf Ridiger, Vorstandssprecher des VdW südwest, die Zielsetzung des hessischen Energiegipfels, die Rate der energetischen Gebäude-Modernisierungen von derzeit etwa 0,75 Prozent auf bis zu drei Prozent jährlich anzuheben. Es wäre schon „ein riesiger Erfolg“, wenn es gelänge, die Sanierungsquote der vergangenen Jahre wieder zu erreichen, sagte Ridinger. Vor allem die Steigerung der Energieeffizienz bei den Immobilien spielte neben dem Ausbau der alternativen Energien bei den Beratungen zum hessischen Energiegipfel eine zentrale Rolle.
„Wir begrüßen die Grundtendenz des hessischen Energiegipfels, bei der energetischen Gebäudemodernisierung nicht auf gesetzlichen Zwang zu setzen. Die hochgesteckten Ziele zur Steigerung der energetischen Sanierungsquoten werden mit den angekündigten Maßnahmen allerdings nicht erreicht“, urteilte Ridinger.
Positiv bewertete Ridinger das klare Bekenntnis der Landesregierung im Abschlussbericht zur steuerlichen Förderung energetischer Sanierungen durch den Bund, die aktuell im Vermittlungsausschuss von Bundestag und Bundesrat immer noch strittig diskutiert wird. Dies wirke wie eine „Sanierungsbremse“. Das Land Hessen setze hier positive Signale, denen der Bund und die anderen Länder rasch folgen sollten, sagte Ridinger.
Der hessische Energiegipfel setze damit im Gegensatz zu den Diskussionen und Plänen in zahlreichen anderen Bundesländern vor allem auf Anreize anstatt auf gesetzlichen Druck. „Das ist der richtige Weg, denn schärfere Gesetze beim Energieverbrauch bewirken das Gegenteil, sie drücken die Sanierungsquoten“. So sei die Nachfrage nach einschlägigen Fördermitteln der kfw seit der letzten Novelle der Energieeinsparverordnung (EnEV) praktisch eingebrochen. Dies liege daran, dass sich viele Energie sparende Sanierungen schlicht nicht mehr rechneten, selbst wenn die Hauseigentümer Fördermittel in Anspruch nehmen könnten. So zeichne sich in diesem Jahr bei geförderten Energiespar-Sanierungen ein Rückgang von über 60 Prozent ab.










