(openPR) Traceability – also die Fähigkeit, Anforderungen oder Änderungen über den Prozessverlauf verfolgen zu können – gilt als wichtiges Qualitätskriterium. Entsprechende Werkzeuge sollten aber flexibel handhabbar sein.
In der Regel definiert ein Kommunikationsprozess in der Entwicklung, auf welchem Weg eine Änderung den Projektverantwortlichen erreicht und wie damit zu verfahren ist. Die Aufgabe des Projektleiters ist eine möglichst sichere Analyse, um zu evaluieren, welche Auswirkungen diese Änderung auf seine Planung hat. Nur wenn er weiß, welche Requirements, Spezifikationen, Code-Teile oder Tests betroffen sind, kann er eine Kostenabschätzung vornehmen und intern sicher planen. Nachvollziehbarkeit ist die Grundlage für eine solche Planung.
Hierfür gibt es Best Practices. Aber jede Firma hat gewachsene Strukturen, Mitarbeiter, die individuell ihre Aufgaben erledigen und Rahmenbedingungen, die oft vom Kunden vorgegeben werden. Es gibt unzählige Vorgehensweisen. Alle helfen auf Ihre Art bei Findung, Entwicklung und Realisierung von Prozessen.
Oft versuchen Tools, Entwicklungsprozesse in Form fester Regeln vorzugeben. Dabei wird vergessen, dass Menschen verschieden arbeiten und sich Vorgehensweisen oder Rahmenbedingungen ändern können. Ein Tool sollte daher helfen, Prozesse zu kontrollieren, zu verbessern und anzupassen, und nicht starr an Abläufen festhalten. Ein Werkzeug, das die Implementierung der definierten Prozesse unterstützt, muss entsprechend flexibel sein sowie auf bestehende Arbeitsweisen und Prozesse in Projekten anpassbar sein.
Die unterstützende Software muss für kleine Firmen ebenso geeignet sein wie für Großunternehmen, die sich mit Qualitätsstandards wie CMMI (Capability Maturity Model and Integration), Spice (Software Process Improvement and Capability Determination) oder Ähnlichem auseinander setzen. Denn die Projektgrößen mögen unterschiedlich sein, aber Aspekte wie Traceability, sichere Planung und Kostenabschätzung sind immer gleich.
Um außerdem gezielte Weiterentwicklungen zu gewährleisten, müssen alle Informationen zentral für die Planung und Projektorganisation bereitstehen. Dabei dürfen weder eine verteilte Standortentwicklung noch die Tatsache, dass Software nur ein Teil des Endproduktes ist, eine Hürde sein.
NCH International
Marion Eickmann
Dieselstr. 18/1
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