(openPR) Burnout und Depression mutieren zur neuen Volkskrankheit. Prominente „outen“ sich, eine steigende Zahl von Arbeitnehmern ist laut Studien der Krankenkassen betroffen. Wenn die Seele streikt, leidet auch die Haut. Doch die Verbindung von Psyche und unserem größtem menschlichen Organ ist bislang kaum erforscht. Dabei ist die Haut sichtbarer Spiegel für das, was innen belastet und bewegt. Pickel durch Stress, juckender Hautausschlag durch Ängste – die Wechselwirkung zwischen einem psychologischen Faktor und dem, was wir als „Spiegelbild der Seele“ bezeichnen, ist vielen Menschen nicht bewusst. Entstellende Hautkrankheiten können dann auch noch Spannungen im Privatleben oder am Arbeitsplatz verstärken und Betroffene noch mehr belasten.
„Oftmals wird den Signalen des Körpers zu wenig Beachtung geschenkt. Dabei spielen bei jedem vierten Patienten seelische Probleme eine Rolle. Hauterkrankungen können sich dadurch verschlechtern oder umgekehrt“, erklärt Hautarzt Dr. Thilo Evers vom Dermatologikum Hamburg. Der Experte auf dem Gebiet der psychosomatischen Dermatologie hat sich auf den bislang noch wenig beachteten Aspekt der Behandlung von Hautkrankheiten spezialisiert.
Stress am Arbeitsplatz ist meist nicht der einzige Grund für Hautreaktionen – auch Ängste und akute Lebenskrisen wie Liebeskummer werden sichtbar nach außen kommuniziert. Wenn es uns nicht gut geht, das Leben aus der Balance gerät, kann dies uns „jucken“ oder ist „zum aus der Haut fahren“, so die Redewendungen im Volksmund.
Wie kann die Sprache der Haut verstanden werden? Dr. Thilo Evers vom Dermatologikum Hamburg hat einen 3-Punkte-Plan entwickelt:
1. Beachten und erkennen: Wenn Pickel, Ausschläge oder Ekzeme auf der Haut sichtbar werden, wird geschmiert, gecremt, gepeelt, um diese Veränderungen unsichtbar zu machen. Diese Strategie kann aber immer nur eine Säule der Therapie sein. Genauso notwendig ist es aber, sich selbst zu fragen, ob die aktuelle Lebensphase mit den Hautsignalen zu tun hat. Hier ist es dringend notwendig, genau hinzuschauen und sich selbst kritisch zu prüfen.
2. Begreifen und reden: Wer den Verdacht hat, das psychische Belastungen Ursache für die Veränderung des Hautbildes sind, sollte mit seinem Hautarzt vertrauensvoll darüber reden. In psychosomatischen Sprechstunden wie am Dermatologikum Hamburg können mögliche Wechselwirkungen geklärt werden. Das ist besonders dann eine gute Lösung, wenn alle Selbsthilfemaßnahmen nicht den gewünschten Erfolg erzielen. Dr. Thilo Evers: „Oft ist eine Psychotherapie beispielsweise zur Krisenintervention bei privaten Turbulenzen oder einer angespannten Situation im Job sehr empfehlenswert.“
3. Trainieren und entspannen: Konflikte in Partnerschaft und Beruf können durch Entspannungstechniken wie Qui Gong, Progressive Muskelentspannung oder Autogenes Training eine Entspannung erfahren. „An kleinen Schrauben zu drehen wie sich ausreichend Schlaf zu gönnen, bringt Körper und Seele manchmal wieder in Einklang“, so Hautarzt Evers. Eine Auszeit vom Alltag durch einen Kurzurlaub bietet die Chance, sich in aller Ruhe mit den akuten „Störungen“ zu beschäftigen und Lösungsstrategien zu entwickeln.













