(openPR) BALLRECHTEN-DOTTINGEN. Das Glashaus an der Badischen Weinstraße in Ballrechten-Dottingen im Markgräflerland lädt wieder zur Jahresausstellung moderner Glaskunst ein. Unter dem Motto „Leichtigkeit und Schwere“ zeigen vier renommierte Glaskünstler aus Deutschland und erstmals auch aus Frankreich ihre neuesten Werke. Vernissage ist am 13. November 2011, um 11.00 Uhr. Die Ausstellung ist bis zum 15. Januar 2012 im Glashaus zu sehen.
Mit der diesjährigen Ausstellung geht das Glashaus erstmals neue Wege. „Wir wollen Glaskünstler präsentieren, die auf ganz unterschiedliche Art und Weise an das Glas herangehen“, betont der Glashausbesitzer Georg Krasztinat. Es liege ihm viel daran, den Besuchern die Vielfalt der modernen internationalen Glaskunst aufzuzeigen. Der Kontrast sei deshalb sehr groß – von leichten, filigranen Objekten bis hin zu schwer anmutenden, ausdrucksstarken Werken. Sie alle seien das Ergebnis von aufwändigen Verfahren des traditionellen und modernen Glasbläserhandwerks, was man nicht immer auf den ersten Blick erkennen könne. Denn oft seien gerade die leichten, filigran wirkenden Werke das Ergebnis von schwerer, technisch hoch anspruchsvoller Arbeit mit dem Werkstoff Glas, erklärt Krasztinat die Idee der Ausstellung.
Dies gilt insbesondere für die Werke von Nadja Recknagel. Für die thüringische Glaskünstlerin ist die Suche nach der Leichtigkeit ein zentrales Thema. Aus dem harten Material Glas bildet sie weiche, organische, fließende Formen. Ähnlich dem Häkeln verbindet sie Masche mit Masche, Glasfaden mit Glasfaden und erschafft so außergewöhnliche Gebilde und Skulpturen. Auch die hohlgeblasenen Objekte des Kunstglasbläsermeisters und Gestalters André Gutgesell aus Thüringen wirken zunächst leicht. Doch die farbenfrohen Gefäß-Objekte und Objektgruppen entstehen vorwiegend mit der anspruchsvollen Fadenglas- und Montagetechnik.
Einen Kontrapunkt zur optischen Leichtigkeit setzen die opulenten, voluminösen Werke des französischen Glasbläsers Pascal Lemoine. Seine teils bauchförmigen Skulpturen bestechen durch das ständig wiederkehrende Craquelée, einem maschenartigen Netz von Rissen oder Sprüngen auf der Oberfläche, das er durch Abschrecken des heißen Glases in Wasser erreicht. Zudem trägt er im kalten Zustand mit dem Sandstrahlen gezielt Teile der Oberfläche ab, um einen spannungsvollen Wechsel zwischen Opazität (Lichtundurchlässigkeit) und Transparenz zu erhalten.
Einen weiteren völlig anderen Zugang zu Glas hat Hedwig Emmert gefunden. Die Malerin aus Efringen-Kirchen befand sich bereits auf dem Höhepunkt ihrers künstlerischen Schaffens, als sie sich dem Erlernen des Glasmachens verschrieb. Glas sei für sie mystisch und lebe vom Licht. Ihre Arbeiten orientieren sich an der freien Skulptur und sind von der Malerei beeinflusst. Die farbenfrohen Gefäße, Skulpturen, Wandbilder sowie die bunt bemalten Stelen zeigen, dass sie mit dem Werkstoff Glas farbige Malerei in eine dritte, wirkungsvolle Dimension gebracht hat. Ihre Werke sind bereits auch als Kunst am Bau im Markgräflerland zu sehen wie zum Beispiel die Glasfenster im Friedhofshaus von Efringen-Kirchen.
Weitere Informationen unter www.dasglashaus.com
Öffnungszeiten:
Dienstag - Samstag 10:00 Uhr - 18:00 Uhr
Sonntag- und Feiertage 13:00 Uhr - 18:00 Uhr
Montag Ruhetag











