(openPR) Gegen den Trend: Wegweisender Tarifabschluss in der HELIOS St. Elisabeth Klinik Hünfeld
Einmalzahlungen plus lineare Tariferhöhung - positives Signal in der Branche
Fulda/Hünfeld 25.08.2005. Die HELIOS Kliniken GmbH hat für die hessische HELIOS St. Elisabeth Klinik Hünfeld mit der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di sowie der Ärztegewerkschaft Marburger Bund eine Tarifeinigung erzielt. Die Mitarbeiter erhalten eine rückwirkende Einmalzahlung für das Jahr 2005 sowie lineare Steigerungen des Gehalts in den Jahren 2006 und 2007. "Eine solche Verbindung von Einmalzahlung und linearer Tariferhöhung ist derzeit einmalig in der Branche. Damit ist es uns gelungen, den eingeschlagenen Weg einer modernen Tarifpolitik trotz schwieriger Rahmenbedingung in der deutschen Krankenhauslandschaft erfolgreich fortzusetzen", erklärt Dr. jur. Francesco De Meo, Geschäftsführer der HELIOS Kliniken GmbH und Konzernarbeitsdirektor.
"Die Mitarbeiter der HELIOS St. Elisabeth Klinik haben 2003 Mut und Weitblick bewiesen, als sie mit uns den - zu dieser Zeit im Hinblick auf Inhalte und Struktur völlig neuartigen - Haustarifvertrag abgeschlossen haben. Mit der aktuell getroffenen Vereinbarung zollen wir dieser Tatsache Respekt - aber auch dem Engagement und der großen Anstrengung aller Mitarbeiter, die Leistungsfähigkeit der Klinik zu steigern und den Standort Hünfeld langfristig zu sichern. Unser Blick reicht aber weiter: Wir sehen das Hünfelder Tarifmodell als zukunftsweisend für unseren gesamten Konzern und die deutsche Krankenhauslandschaft. Mit ihm belegen wir, dass moderne Tarifstrukturen und eine leistungsgerechte Vergütung nicht nur Arbeitsplätze sichern, sondern auch ein erfolgreiches Wirtschaften zum Wohle aller Mitarbeiter erlauben", so Dr. De Meo weiter.
Der Abschluss zum Hünfelder Tarifvertrag läuft bis zum 31.12.2007 und enthält unter anderen folgende konkrete Vereinbarungen: Eine Einmalzahlung im Januar 2006 in Höhe von 80,00 Euro je Vollkraft und 40,00 Euro je Auszubildenden, eine lineare Tarifsteigerung ab Februar 2006 in Höhe von 1,1 Prozent und ab Januar 2007 in Höhe von 1,0 Prozent. Darüber hinaus wurde die Zulage für Notarztwageneinsätze der Ärzte erhöht. Wie bereits 2003 vereinbart, werden die Mitarbeiter weiter am Gewinn der Klinik beteiligt.
"Die Tarifvereinbarung ist umso bemerkenswerter, als die Situation im Gesundheitswesen und speziell im Bereich der stationären Versorgung insgesamt sehr angespannt ist", erläutert Dr. De Meo. Im öffentlichen Dienst wurden für 2006 und 2007 keine linearen Tariferhöhungen vereinbart, eine Mitarbeiterbeteiligung an Gewinnen gibt es dort nicht. Die angespannte wirtschaftliche Situation in den Krankenhäusern führt vor allem in kommunalen Kliniken aktuell dazu, dass bundesweit, nicht zuletzt auch in Hessen, Notlagentarifverträge abgeschlossen wurden, wobei die Mitarbeiter dort erhebliche Gehaltseinbußen bis zu einem Monatsgehalt hinzunehmen haben.
Vor dem Hintergrund der bundesweiten Ärzteproteste, die erst kürzlich die Gehaltssituation und die Arbeitszeitbelastung von Klinikärzten thematisierten, birgt die Vereinbarung, neben dem Aspekt der Vergütung, eine weitere wichtige tarifpolitische Botschaft: Die HELIOS Kliniken GmbH setzt in Hessen als privater Klinikkonzern ein Zeichen für die Bedeutung der Klinikärzte im deutschen Gesundheitssystem und sieht von einer Erhöhung der Arbeitszeitbelastung für Ärzte ab.
Die HELIOS Kliniken GmbH ist mit einem Umsatz von EUR 1,2 Mrd. einer der großen privaten Träger von Akutkliniken. Derzeit gehören zum Konzern 24 Kliniken, darunter vier Krankenhäuser der Maximalversorgung in Erfurt, Berlin-Buch, Wuppertal und Schwerin. Zurzeit beschäftigt das Unternehmen 18.000 Mitarbeiter bei einer Gesamtkapazität von 9.400 Betten und jährlich 330.000 stationär behandelten Patienten.
Pressekontakt:
Dr. med. Johann Peter Prinz
Telefon: +49 6 61 83 39 - 5 79
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