(openPR) 22. Juni 2012 - Die Kliniken und Einrichtungen der ehemaligen Damp Gruppe haben am Mittwoch sämtliche Verträge mit der ZSG gekündigt. Aufgrund der von Verdi initiierten unbefristeten Streiks war die Versorgung der Kliniken und Einrichtungen durch die ZSG nicht mehr sicher gestellt. Infolge dessen werden heute 1000 ZSG-Mitarbeiter vorsorglich eine Kündigung erhalten.
Die ZSG ist eine eigenständige Gesellschaft und erbringt Dienstleistungen für die Kliniken der ehemaligen Damp Gruppe, etwa im Bereich Reinigung und Verpflegung. Verdi hatte sich in den vergangenen Wochen bei den Tarifauseinandersetzungen maßgeblich auf die ZSG fokussiert und unerfüllbare Forderungen gestellt. Am 18. Juni hat Verdi unbefristete Streiks für alle Standorte der ehemaligen Damp Gruppe einschließlich der ZSG angekündigt.
Bei der Wiederaufnahme der Tarifgespräche am vergangenen Mittwoch hatte Verdi sich geweigert, die Streiks während der Verhandlungen auszusetzen. Verdi setzt bewusst darauf, dass durch diese Streiks Patienten nicht mehr mit der gewohnt hohen Qualität versorgt werden können.
Die ZSG ist streikbedingt nicht mehr in der Lage, ihre vertraglich vereinbarten Leistungen zu erbringen. Die Kliniken sahen sich daher gezwungen, die Verträge mit der ZSG zu kündigen und erforderliche Dienstleistungen anderweitig zu beauftragen. Daher wurden die Dienstleistungsverträge mit der ZSG am Mittwoch außerordentlich unter Einräumung einer Auslauffrist zum 31. Juli 2012 gekündigt. Im Zuge dieser Entwicklung sah sich die ZSG gezwungen, heute 1000 Mitarbeitern vorsorglich zu kündigen, da deren weitere Beschäftigung nicht sicher gestellt werden kann.
„Uns ist bewusst, dass dies ein tiefer Einschnitt für jeden einzelnen der betroffenen Mitarbeiter ist und wir bedauern dies zutiefst“, sagt Jörg Reschke, HELIOS Regionalgeschäftsführer Nord-West. „Wir haben bis zuletzt versucht, in den Gesprächen mit Verdi eine Lösung zu finden, mit der dies hätte vermieden werden können. Letztlich konnten wir die Gewerkschaft aber nicht dazu bewegen, wenigstens für die Dauer der weiteren Verhandlungen alle Streikmaßnahmen bei der ZSG auszusetzen und damit den Grund für die Vertragskündigung durch die Damp Einrichtungen zu beseitigen. Aufgrund der gekündigten Dienstleistungsverträge können wir ab sofort nicht mehr sicher stellen, die Mitarbeiter der ZSG künftig weiter zu beschäftigen“, so Reschke. Der Ausspruch der Kündigungen erfolge vorsorglich. „Wir hoffen auf eine Lösung des Streikkonflikts bis Ende Juli. Wenn wir in dieser Zeit zu einer Einigung mit Verdi gelangen, werden wir die Situation neu bewerten und die Rücknahme der Kündigungen prüfen.“
Die ZSG wird mit dem Betriebsrat nun einen freiwilligen Sozialplan aushandeln und sich dafür einsetzen, dass möglichst vielen Mitarbeitern ein neues Beschäftigungsverhältnis bei einem zukünftigen Dienstleister angeboten werden kann. „Wir werden in der nächsten Woche in den Kliniken damit beginnen, über Perspektiven für betroffene Mitarbeiter zu informieren“, so Reschke.











