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Hilfe für Männer mit Brustkrebs

25.10.201113:38 UhrGesundheit & Medizin

(openPR) Selbsthilfe-Netzwerk bietet Betroffenen Informationen und Austausch

Bonn (sts) - Brustkrebs ist keine reine Frauensache. Auch Männer sind in seltenen Fällen betroffen. Bundesweit erkranken jährlich etwa 500 Männer neu an der häufigsten Krebsart der Frau. „Die betroffenen Männer leiden an einem weit verbreiteten Tumor und sind doch gleichzeitig eine Seltenheit“, betont Peter Jurmeister vom Netzwerk „Männer mit Brustkrebs“ anlässlich des diesjährigen Brustkrebsmonats. Die Diagnose ist für die Betroffenen auch psychisch eine sehr schwierige Situation. Hilfe bietet ihnen das bundesweite Netzwerk das der Frauenselbsthilfe nach Krebs (FSH) angegliedert ist. Es ermöglicht den Austausch mit anderen Betroffenen und stellt unter www.brustkrebs-beim-mann.de aktuelle Informationen zu medizinischen Themen und sozialen Leistungen bereit. Die Deutsche Krebshilfe ist die Schirmherrin der FSH und fördert diese seit mehr als drei Jahrzehnten.




Unter dem Dach der Frauenselbsthilfe nach Krebs haben sich Betroffene vor über einem Jahr zum Netzwerk „Männer mit Brustkrebs“ zusammengeschlossen. Es bietet den Erkrankten die Chance, sich gegenseitig zu unterstützen und Erfahrungen auszutauschen. Hierfür wurde eigens ein Chatforum im Internet initiiert. Zusätzlich finden regelmäßig bundesweite und regionale Treffen zu aktuellen Themen statt. Darüber hinaus setzen sich die Vertreter des Netzwerks auch auf gesundheitspolitischer Ebene für ihre Anliegen ein.

„Grundsätzlich sind die Heilungschancen von Männern mit Brustkrebs nicht schlechter als die betroffener Frauen“, erklärt Gerd Nettekoven, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krebshilfe. „Allerdings ist die Sterberate bei Männern in den vergangenen 25 Jahren im Gegensatz zu der bei Frauen nicht gesunken.“ Die Ursachen hierfür sind vielfältig: Häufig werden Tumore der Brustdrüse bei Männern zu spät entdeckt. Aus Scham wollen manche Betroffene die Krankheitssymptome nicht wahrhaben und gehen zu spät zum Arzt. Außerdem sind die zuständigen Fachärzte - in der Regel Gynäkologen - nicht die Ansprechpartner für ihre gesundheitlichen Belange.

Die Diagnostik und Therapie männlicher Brustkrebs-Patienten orientiert sich meist eng an den Erkenntnissen zur Behandlung von Frauen mit Mammakarzino¬men. Es gibt jedoch Unterschiede im biologischen Verhalten der Tumoren, die bei

der Therapie berücksichtigt werden müssen. Orientierung bietet eine Leit-
linie der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie zur Behandlung von Männern mit Brustkrebs. Sie unterstützt Ärzte und Patienten bei Entscheidungen zu Maßnahmen der Früherkennung, Diagnostik, Therapie und Nachsorge.

Die Deutsche Krebshilfe und das Netzwerk „Männer mit Brustkrebs“ bieten Interessierten allgemeinverständliche kostenlose Informationsmaterialien an. Diese können bei der Deutschen Krebshilfe, im Internet unter www.krebshilfe.de bestellt oder heruntergeladen werden sowie beim Netzwerk „Männer mit Brustkrebs“ unter www.brustkrebs-beim-mann.de.

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Brustkrebs bei Männern: Ursachen

Die meisten männlichen Brustkrebs-Patienten müssen davon ausgehen, dass sich nicht genau klären lässt, wodurch die Krankheit genau ausgelöst wurde. Zwei Faktoren scheinen jedoch eine besondere Rolle zu spielen:

Hormonelle Faktoren
Verschiedene Situationen können zu einem Ungleichgewicht männlicher und weiblicher Geschlechtshormone beim Mann führen. Sind die weiblichen Geschlechtshormone erhöht, begünstigt dies das Wachstum des männlichen Brustgewebes. Beispiele hierfür sind verschiedene Hodenerkrankungen, ex-tremes Übergewicht, Leberschäden und das Klinefelter-Syndrom, eine angeborenen Veränderung der Chromosomenzahl des Erbguts.

Erblicher Brustkrebs
Ebenso wie Frauen können auch Männer ein erhöhtes Risiko für Brustkrebs erben und an ihre Nachkommen weitergeben. Verschiedene Genveränderungen sind bekannt, die mit einem höheren Brustkrebsrisiko verknüpft sind. Zur Abklärung von Verdachtsfällen stehen den betroffenen Männern bundesweit zwölf Zentren für erblichen Brustkrebs zur Verfügung.


Bonn, 25. Oktober 2011

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