openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Krebsforscher vernetzten sich gegen Hautkrebs

24.10.201115:07 UhrGesundheit & Medizin

(openPR) Deutsche Krebshilfe fördert Forschung mit weiteren 3,2 Millionen Euro

Bonn (gb) – Das Maligne Melanom, auch Schwarzer Hautkrebs genannt, ist die aggressivste Form des Hautkrebses. Der Tumor bildet bereits zu einem frühen Zeitpunkt der Erkrankung Metastasen, die sich schnell im ganzen Körper ausbreiten. Häufig sind diese Tochtergeschwülste unempfindlich gegenüber Chemo- oder Strahlentherapien. Zahlreiche Wissenschaftler aus ganz Deutschland haben sich daher 2008 in einem von der Deutschen Krebshilfe mit 2,8 Millionen Euro geförderten nationalen Forschungsverbund zusammengeschlossen, um neue Therapieverfahren gegen den Schwarzen Hautkrebs zu entwickeln. Aufgrund der sehr guten Ergebnisse der ersten Förderperiode wird der Verbund von der Deutschen Krebshilfe für weitere drei Jahre mit 3,2 Millionen Euro gefördert.



Gemeinsames Ziel der Wissenschaftler ist es, die zellulären Vorgänge aufzuklären, die dazu führen, dass ein Tumor entsteht und sich im Körper ausbreitet. Denn gerade die Mechanismen in den Krebszellen, die für die Tumorausbreitung und das anschließende Anwachsen gestreuter Tumorzellen verantwortlich sind, machen den Schwarzen Hautkrebs so gefährlich. „Nur wenn wir die grundlegenden Regulationsmechanismen in der Zelle verstehen, ist es möglich, neue Medikamente zu entwickeln, um das Krebswachstum dauerhaft zu stoppen“, erklärt Frau Professor Dr. Anja Boßerhoff, Institut für Pathologie der Universität Regensburg. Sie ist Sprecherin des Forschungsverbunds.

Im Rahmen dieses Verbundprojekts arbeiten 14 universitäre Kliniken und Institute in Berlin, Bonn, Essen, Heidelberg, Jena, Köln, Leipzig, Lübeck, München, Regensburg, Rostock, Tübingen und Würzburg eng zusammen. „Alle beteiligten Arbeitsgruppen sind seit langem in der Melanomforschung aktiv und haben bereits nachhaltig zu neuen Erkenntnissen auf diesem Gebiet beigetragen, in den letzten drei Jahren maßgeblich im Rahmen des Verbundes“, so Boßerhoff. Die nationale Vernetzung ermöglicht gemeinsame Untersuchungen aus unterschiedlichen Blickpunkten sowie einen intensiven inhaltlichen und methodischen Wissensaustausch.

„Auf diese Weise können über die Leistungen von Einzelprojekten hinaus entscheidende neue Erkenntnisse erzielt werden, die das Krankheitsverständnis deutlich voranbringen und es so ermöglichen, neue Therapien gegen den schwarzen Hautkrebs zu entwickeln“, hält Boßerhoff fest. „Die Verlängerung der Förderung durch die Deutsche Krebshilfe bestätigt die Qualität der Forschung, die wir in den letzten Jahren im Melanomverbund geleistet haben und motiviert uns sehr.“

Gerd Nettekoven, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krebshilfe, betont: „Jedes Jahr erkranken in Deutschland mehr als 195.000 Menschen an Hautkrebs, 24.000 davon am gefährlichen Malignen Melanom. Es ist daher von besonderer Bedeutung, hochwirksame Therapien gegen diese Erkrankung zu entwickeln und die Therapiestrategien zu verbessern.“

Interviewpartner auf Anfrage!

Hintergrund-Information: Malignes Melanom

Am Malignen Melanom — dem Schwarzen Hautkrebs — erkranken in Deutschland jedes Jahr 24.000 Menschen neu. Diese besonders gefährliche Hautkrebsart führt bei jährlich rund 3.000 Betroffenen zum Tod. Im Vergleich zu anderen Hauttumoren bildet das Maligne Melanom relativ früh Absiedlungen in anderen Organen (Metastasen). Das durchschnittliche Erkrankungsalter liegt für Männer bei 64 Jahren und für Frauen bei 58 Jahren. UV-Strahlen sind der größte Risikofaktor für das Tumorleiden. Zunehmend erkranken junge Erwachsene an einem Malignen Melanom. Denn wer vor dem 35. Lebensjahr regelmäßig Solarien nutzt, steigert sein Risiko, an Schwarzem Hautkrebs zu erkranken, um bis zu 75 Prozent. Wie bei den meisten anderen Krebsarten gilt auch hier: Je früher die Erkrankung erkannt wird, desto besser sind die Heilungschancen. Daher ist es sinnvoll, regelmäßig den eigenen Körper zu untersuchen und sich ab dem 35. Lebensjahr über die Hautkrebs-Früherkennung zu informieren. Die Kosten für die Inanspruchnahme der Hautkrebs-Früherkennung werden alle zwei Jahre von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.


Projektnr.: 109716

Bonn,24. Oktober 2011

Abdruck honorarfrei
Beleg erbeten

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 581159
 1394

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Krebsforscher vernetzten sich gegen Hautkrebs“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von Deutsche Krebshilfe e.V.

Stiftungsprofessur: Selbsthilfe im Fokus
Stiftungsprofessur: Selbsthilfe im Fokus
Neuer Lehrstuhl in Freiburg erforscht Arbeit der Krebs-Selbsthilfe Bonn/Freiburg (mas) – Besuche am Krankenbett und Gespräche mit Gleichbetroffenen, Onlineberatung, Gremienarbeit: Die Krebs-Selbsthilfe hat sich seit ihrem Bestehen in den letzten vier Jahrzehnten sehr stark entwickelt. Nicht nur in der Rolle des individuellen Beraters für Betroffene und Angehörige, auch in der Gesundheitspolitik ist sie ein wichtiger Akteur. Allerdings blieb die Erforschung der Selbsthilfearbeit bisher auf der Strecke: Wie wirken die Angebote der Selbsthilfe …
3,2 Millionen Euro für krebskranke Menschen
3,2 Millionen Euro für krebskranke Menschen
Zehn Jahre „Willkommen bei Carmen Nebel“ zugunsten der Deutschen Krebshilfe Berlin/Bonn (hg) – Bereits zum zehnten Mal präsentierte Carmen Nebel am vergangenen Samstag, dem 29. September, die ZDF-Spendengala „Willkommen bei Carmen Nebel“ live aus dem Velodrom Berlin. Mit großem Erfolg bat die Moderatorin bei ihren über 3,6 Millionen Zuschauern um Spenden für die Deutsche Krebshilfe. Unterstützt wurde sie dabei von zahlreichen prominenten Gästen. „Es ist wichtig, dass wir die Eltern auffangen. Sie brauchen den Austausch mit anderen Eltern, d…
01.10.2018

Das könnte Sie auch interessieren:

Fatale Verwechslung - Wissenschaftler verwendeten offenbar Hautkrebszellen für die Brustkrebsforschung
Fatale Verwechslung - Wissenschaftler verwendeten offenbar Hautkrebszellen für die Brustkrebsforschung
München - Jahrzehntelang verwendeten Krebsforscher offenbar aus einem Melanom (Hautkrebs) stammende Tumorzellen für die Brustkrebsforschung. Leidtragende der folgenschweren Verwechslung sind vor allem weibliche Patienten, deren Brustkrebstherapien sich somit auf vermutlich falsche Erkenntnisse stützen. Der Biologe James Rae hatte die Fehlschlüsse ganzer …
Weniger Hautkrebstote in Schleswig-Holstein
Weniger Hautkrebstote in Schleswig-Holstein
Pilotprojekt „Hautkrebs-Test“ senkt Sterblichkeit am malignen Melanom Bonn/Hamburg (gb) – Deutlich weniger Menschen sterben an einem malignen Melanom, wenn ihnen kostenlos eine systematische Hautkrebs-Früherkennung angeboten wird. Dies belegt die Auswertung der Daten des einjährigen Pilotprojektes in Schleswig-Holstein. Das Projekt fand von 2003 bis …
Bild: Lokal-fokussierte Hyperthermie als Komplementärtherapie bei bösartigem HautkrebsBild: Lokal-fokussierte Hyperthermie als Komplementärtherapie bei bösartigem Hautkrebs
Lokal-fokussierte Hyperthermie als Komplementärtherapie bei bösartigem Hautkrebs
Sommerzeit: Lebensstilbedingte Krebserkrankungen wie „schwarzer Hautkrebs“ nehmen zu Der schwarze Hautkrebs nimmt nach aktuellen Beobachtungen zu: Laut Gesellschaft der epidemiologischen Krebsregister in Deutschland (GEKID, 2018) erkranken jährlich etwa 35.000 Menschen in Deutschland am malignen Melanom. Bei Hautkrebs vermehren sich bösartige Zellen …
Hautkrebs - Vorsicht vor chronischer UV-Belastung und Sonnenbrand
Hautkrebs - Vorsicht vor chronischer UV-Belastung und Sonnenbrand
München, 13. Juni 2012 - Durch den sorglosen Umgang mit der Sonne ist die Zahl der Hautkrebserkrankungen in den letzten Jahrzehnten rapide angestiegen. Repariert der Körper kleinere Schäden durch UV-Strahlung sofort selbst, kann er gegen eine zu hohe UV-Belastung nichts mehr ausrichten. Das geschädigte Erbgut lässt die Zellen unkontrolliert wachsen, …
Krebsforscher warnt angesichts der Sommerhitze - Unzureichende Methoden verhindern Früherkennung von Hautkrebs
Krebsforscher warnt angesichts der Sommerhitze - Unzureichende Methoden verhindern Früherkennung von Hautkrebs
… Gerade in der Sommerzeit setzen sich wieder viele Menschen ungeschützt der Sonne aus. Die Folge sind Hautrötungen, Sonnenbrände und im schlimmsten Falle Hautkrebs. Der Münchner Krebsforscher und Biochemiker Dr. Ulrich Kübler warnt daher die Menschen vor einem allzu unachtsamen Sonnenbad. Er gibt zu bedenken, dass sich die Anzahl der Hautkrebsfälle seit …
Zwischenbilanz Hautkrebs-Screening: großer Erfolg
Zwischenbilanz Hautkrebs-Screening: großer Erfolg
11 Millionen Versicherte haben die Untersuchung bereits genutzt Bonn (sts) – Das Hautkrebs-Screening ist nach zwei Jahren bundesweit fest etabliert: 11 Millionen der insgesamt 45 Millionen Anspruchsberechtigten haben die Untersuchung bereits genutzt. 38.000 Haut- und Hausärzte ließen sich für dieses Verfahren weiterbilden und qualifizieren. „Kein anderes …
Bild: Zertifizierte Behandlungszentren für Hellen Hautkrebs jetzt bundesweit etabliertBild: Zertifizierte Behandlungszentren für Hellen Hautkrebs jetzt bundesweit etabliert
Zertifizierte Behandlungszentren für Hellen Hautkrebs jetzt bundesweit etabliert
… der Sonne ausgesetzt war, Krebszellen entstehen. Fachärzte sprechen daher auch von einem Sonnenkonto der Haut. Irgendwann ist dieses Konto voll – die Gefahr einen Hautkrebs zu entwickeln ist dann besonders hoch. Häufigste Krebsart Der helle Hautkrebs ist dabei die häufigste Krebsart überhaupt. Jährlich werden allein in Deutschland weit über 200.000 Neuerkrankungen …
Heller Hautkrebs – ein oft unterschätztes Risiko
Heller Hautkrebs – ein oft unterschätztes Risiko
Neue Aufklärungs-Kampagne „Action! 1 Minute für Hautgesundheit – Gemeinsam gegen Hellen Hautkrebs“ informiert Risikogruppen und ruft zur Prävention auf Düsseldorf, 8. Juli 2014 – Vielen Menschen ist ihr Risiko an Hellem Hautkrebs zu erkranken nicht bewusst: Personen mit täglichen privaten oder beruflichen Aufenthalten im Freien sind genauso gefährdet …
Unterschätzter weißer Hautkrebs
Unterschätzter weißer Hautkrebs
Hautkrebs ist die häufigste Krebserkrankung in Deutschland. Für 2010 errechnete die Gesellschaft für epidemiologische Krebsregister rund 140.000 Neuerkrankungen. Davon entfallen nur knapp 20.000 auf den schwarzen Hautkrebs, aber der Rest auf die Tumorarten des hellen Hautkrebses. Brustkrebs kommt hierzulande auf Platz zwei. Zum Vergleich: Hier liegen …
Neuer Informationsfilm „Hautkrebs“
Neuer Informationsfilm „Hautkrebs“
Deutsche Krebshilfe bringt weitere kostenlose DVD heraus Bonn (jt) – Hautkrebs ist die häufigste Krebsart in Deutschland: 140.000 Menschen erkranken jährlich daran. Etwa 22.000 von ihnen leiden am besonders gefährlichen Malignen Melanom, auch „schwarzer Hautkrebs“ genannt. Um über die Prävention, Früherkennung und Therapie von Hautkrebs zu informieren, …
Sie lesen gerade: Krebsforscher vernetzten sich gegen Hautkrebs