(openPR) Bonn, 20.10.2011. Außenminister Dr. Guido Westerwelle wird Pate der internationalen Bonner Studentenkonferenz des BIMUN/SINUB e.V. (Bonn International Model United Nations/Simulation Internationale des Nations Unies de Bonn) und ermöglicht engagiertem Nachwuchspolitiker aus Afghanistan die Teilnahme an der Konferenz in Bonn.
Bereits zum zehnten Mal finden sich in Bonn circa 200 Studenten aus aller Welt zu einer UN-Simulationskonferenz zusammen, um eine Woche lang die Arbeit der Vereinten Nationen kennen zu lernen. Seit zehn Jahren gibt es den studentisch getragenen BIMUN/SINUB-Verein nun schon und für über tausend Studierende verschiedenster Fachrichtungen und Nationalitäten wurde seitdem ein Raum geschaffen, um sich kreativ mit Politik auseinanderzusetzen. Dieser Raum bleibt jedoch vielen engagierten Studenten aus Entwicklungsländern verschlossen. Ihnen fehlen die Mittel für die Anreise oder Unterkunft. Aus dieser Not ist die Idee des „BIMUN-Buddy“-Programms entsprungen. Einzelne Politiker fördern besonders qualifizierte Delegierte aus benachteiligten Ländern und setzen damit ein Zeichen für entwicklungspolitisches Engagement und Nachwuchsförderung.
Dieses Konzept überzeugte den Außenminister, der selbst an der Universität zu Bonn studiert hat. Er erklärte sich bereit die Konferenzgebühren des in Kabul lebenden jungen Studenten Nasratullah Alimy zu übernehmen. Über seine Patenschaft sagt der Außenminister: „Ich freue mich, mit Nasratullah Alimy einen sehr engagierten Studenten aus Afghanistan unterstützen zu können. Neben vielen wichtigen und interessanten Erfahrungen, die Herr Alimy auf der ‚Bonn International Model United Nations’ machen wird, erhält er so auch Gelegenheit, Deutschland kennenzulernen. Die Zukunft Afghanistans liegt gerade in den Händen von jungen Menschen wie Nasratullah Alimy.“
Nasratullah Alimy ist zwanzig Jahre alt und hat bereits zwei Kriege in seinem Heimatland erleben müssen. Diese Erfahrungen prägten den jungen Mann, der sich seither für Demokratie und Freiheitsrechte in Afghanistan einsetzt. „Jahrelanger Krieg hat uns, die afghanische Jugend, von der internationalen Gemeinschaft getrennt und die Möglichkeit genommen, uns mit dem Nachwuchs anderer Länder auszutauschen. Durch die fürchterliche Gewalt der Kriege und deren Konsequenzen sind Mauern in den Köpfen junger Afghanen und zahlreiche Missverständnisse entstanden - besonders mit der westlichen Welt. Ich möchte mich dafür einsetzen, dass diese Mauern überwunden werden!“ Nasratuallah Alimy ist Informatikstudent und selbst Leiter der weltweit größten Studentenvereinigung AIESEC in Kabul. Er koordiniert Young-Leader-Konferenzen und Peacebuilding-Seminare, um den politischen Nachwuchs in Afghanistan zu trainieren. Jetzt wird ihn sein Weg mit Unterstützung aus dem Außenministerium nach Bonn führen. Man darf gespannt sein!
Die BIMUN/SINUB-Konferenz wird vom 26. November bis zum 2. Dezember im Maritim Hotel Bonn stattfinden.









