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Was können Manager von Berufspiloten lernen?

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Frank Eisenberg, Inhaber Eisenberg Coaching & Personal Consulting und Privatpilot
Frank Eisenberg, Inhaber Eisenberg Coaching & Personal Consulting und Privatpilot

(openPR) TRM (Team Resource Management) & MRT (Management Reflection Training) als bewährtes und nachhaltiges Konzept für mittelständische Unternehmen



Die Idee des TRM leitet sich aus dem CRM – Crew Resource Management – ab, welches Anfang der achtziger Jahre als Konsequenz aus dem verheerenden Flugzeugunglück von Teneriffa entstand. Ende der Siebziger kam es dort auf der einzigen Startbahn zu einem verheerenden Zusammenstoß von zwei vollbesetzten Jumbos mit 583 Toten als trauriges Resultat. Dieses war ein tragisches Unglück von mehreren Ereignisfolgen menschlichen Versagens. Wie war es aber möglich, dass so ein Unglück passieren konnte? Wie hätte dieses vermieden werden können? Wie konnte es überhaupt passieren, dass Flug AF 447 vor wenigen Jahren aus 10.000 Meter Reiseflughöhe ins Meer stürzt und 228 Tote als Opfer bringen musste?
Das CRM-Konzept ist ein eigenständiges Fach in der Berufs- und Privatpilotenausbildung. Eine regelmäßige CRM-Schulung zur Erhaltung der Lizenz schreibt der Gesetzgeber vor. Das Ziel ist, Piloten für mögliche Fehlerquellen und –folgen zu sensibilisieren, um vorausschauend unerwartete Ereignisse, wie z.B. den Ausfall von technischen Systemen professionell begegnen zu können und somit die Sicherheit der Flugzeugführung jederzeit zu gewährleisten. Schwerpunkt ist hierbei eine offene und geleitete Kommunikation, die menschliche Faktoren und Grenzen permanent berücksichtigt. Seit der Einführung 1980 ist CRM regelmäßig modifiziert worden, angepasst an die veränderten Arbeitsbedingungen von modernen Flugzeugcockpits und den daraus resultierenden veränderten Anforderungen an beide Piloten (Kapitän und Copilot) als Cockpitmanager.
Geschäftsführer und Führungskräfte im mittleren Management stehen täglich vor Entscheidungen mit teilweise gravierenden Konsequenzen: Wie konnte die Lehman-Pleite 2008 überhaupt passieren? Wieso wollte der ehemalige und erfolgreiche Porsche-Manager Wendelin Wiedeking um jeden Preis VW übernehmen und musste dann sein Scheitern in Kauf nehmen? Das MRT – genannt Management-Reflection-Training- hinterfragt solche Verhaltensweisen. Dabei geht es nicht darum, wer im Recht ist sondern sein eigenes Verhalten kritisch zu hinterfragen. Darüber hinaus sensibilisiert MRT, dass gravierende Fehler möglichst nicht auftreten.


Frank Eisenberg zeigt in seinem, insbesondere für mittelständische Unternehmen, modifizierten TRM und MRT–Konzept auf, wie Entscheidungsprozesse grundsätzlich funktionieren, was Fach- und Führungskräfte von Berufspiloten lernen können und welche Werkzeuge in der Praxis vor gravierenden Fehlentscheidungen schützen können. Das von ihm modifizierte Kommunikationskonzept beinhaltet einen hohen Reflexionsanteil und hinterfragt grundsätzliche Rituale und Kommunikationswege. In der Praxis funktioniert dieses Konzept vor allem dann nachhaltig, wenn in einer anschließenden Training- und Reflection-on-the-job-Phase neue Verhaltensweisen verinnerlicht werden, um dieses in einem kontinuierlichen Verbesserungsprozess anzuwenden. Voraussetzung hierfür ist, dass Unternehmens-Kapitäne und Copiloten (Führungskräfte im mittleren Management) offen miteinander kommunizieren können.
Darüber hinaus kann mit einer regelmäßigen Bewertung und Analyse der kontinuierliche Verbesserungsprozess überwacht und modifiziert werden. Gemeinsame Anforderungen und Erwartungen an das Konzept mit Minimal- und Maximalziel werden zu Beginn festgelegt.
Frank Eisenberg berät und trainiert als Personalentwickler und Kompetenzpartner TRM/TRC mittelständische Führungskräfte seit 2003 deutschlandweit. Er verbindet sein Wissen aus der Tätigkeit als Privat- und Sicherheitspilot auf die heutigen Anforderungen an das Personalmanagement und die Führungswerkzeuge moderner Manager. Die Übertragbarkeit des CRM-Konzepts aus der Fliegerei auf Unternehmen ist sinnvoll und nachweislich wirksam.

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