(openPR) Computerspiele kristallisieren sich zum Innovationsträger für Content und Software. Junge Menschen spielen Games in ihrer Freizeit und fordern Gamesfunktionalität in ihrer Lern- und Arbeitszeit. Damit haben Computerspiele die Medienindustrie revolutioniert. Nicht nur sie bedienen sich der Inhalte und Technologie, auch die Softwareindustrie erkennt die Gamesentwicklung als weitreichender Innovationsträger an.
Der G.A.M.E. - Bundesverband der Entwickler von Computerspielen und die Agentur für Open Source Strategien, newthinking communications, präsentieren am 31. August 2005 auf der Medienwoche den Veranstaltungstrack “Innovationsträger Games”. Gezeigt wird, wie sich die Integration von Gamesfunktionalität und -Technologie in die Entwicklung und Produktion von Content und Software auf die Positionierung von Unternehmen und Produkten auf dem nationalen und internationalen Markt auswirken.
Eine Annäherung der Gamesbranche und die Open Source Welt zeigt eine aktuelle Entwicklung: Seit vergangener Woche stehen große Teile des Quake III-Quellcodes unter der GPL zum Download zur Verfügung. Neben der Engine des Shooters können auf der ID-Software-Website außerdem der Leveleditor (q3radiant) sowie der Map-Compiler (q3map) heruntergeladen werden.
ID Software hatte zuvor bereits die Sourcen der Vorgänger Quake I und II als Open Source zugänglich gemacht. John Carmack, Mitbegründer des Spieleherstellers ID Software begründet den Schritt mit dem Wunsch, der Kreativität von Programmierern und Fans Vorschub zu leisten und den Weg für Quake-Modifikationen und zusätzliche Features zu ebnen. Einzige Bedingung ist, dass der Quellcode der vorgenommenen Änderungen und Weiterentwicklungen ebenfalls unter der GNU GPL bereit gestellt wird. Damit reiht sich Quake III in die wachsende Liste der Open Source Games ein.
Ein weiterer wichtiger Meilenstein der Open Source Spielewelt kommt aus Deutschland: Die Nebula-Engine und das Nebula 2 Toolkit. Nebula ist die führende Open Source 3D-Engine, die sowohl in Community- als auch in kommerziellen Spieleprojekten eingesetzt wird. Ursprünglich wurde Nebula von der Radon Labs GmbH entwickelt. Die Engine kommt mittlerweile unter anderem in der Genius-Reihe des Cornelsen-Verlags und bei “Project Nomads” zum Einsatz. Nebula bietet höchste Funktionalität in Sachen Leveldesign, Visualisierung und Animation, Modellierung und Rendering. Zudem ist die Engine auf verschiedenen Plattformen einsetzbar und wird, da es sich um Open Source Software handelt, von einer engagierten Entwicklergemeinde permanent weiterentwickelt.
Die Veranstaltung findet im Rahmen der Medienwoche am 31. August 2005 im Olympiastadion in der “Wartehalle Spieler” statt, und thematisiert darüber hinaus weiterer Themen.
11.15-11.35 Klaus Goldhammer, Geschäftsführer der Goldmedia GmbH: “Gamesbranche Berlin-Brandenburg im europäischen Vergleich”
11.40-12.10 Holger Diener, Leiter “Digital Entertainment Technologie” der Fraunhofer Institute, Fraunhofer IGD, Rostock: “Games for Innovation”
12.15-12.45 Bernd Beyreuther, Geschäftsführer der Radon Labs, Berlin “open source games engine NEBULA II”
12.50 -13.00 Tom Putzki, Vorsitzender G.A.M.E. (Verband der Entwickler von Computerspielen), Leiter Presseabteilung Phenomedia, Bochum “Investitionsfaktor Gamestechnologie”
Die Medienwoche Berlin-Brandenburg ist die zentrale Plattform für die Branchenkommunikation in der Hauptstadtregion und findet in diesem Jahr vom 31. August bis 7. September 2005 statt. In der Verbindung der Konferenzen des Medienforums, der IFA und zahlreichen weiteren Events ist sie eines der größten Medientreffen in Deutschland und Europa.
http://www.medienwoche.de
http://www.game-bundesverband.de
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